Für immer ganz fest in unseren Herzen!

Willi Tscherkasow

26. November 1944 – 12. September 2018

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Habt einen schönen Tag

Ostermontag
GBPicsOnline.com

Passt gut auf euch auf. ❤


Bin wieder zu Hause

Habe meine zweite OP erfolgreich hinter mich gebracht und bin am Karfreitag morgens wieder entlassen worden.
Es wurden keine neuen Tumore gefunden. Für alles weitere muss ich den pathalogischen Befund abwarten. Auf jeden Fall soll die Chemo stärker werden. Mein Urologe befürchtet allerdings, dass ich das nicht überleben werde. Auf jeden Fall habe ich eine sehr hartnäckige Sorte Krebs erwischt. Er soll wohl immer wieder auftreten. Er hat wohl noch nicht gemerkt, dass ich ihm den Krieg erklärt habe. Schließlich habe ich noch einiges vor. Und im kämpfen bin ich ja mehr als geübt…..
Übrigens habe ich diesmal wieder einen erstklassigen Anästhesisten erwischt. Die Spinalnarkose hat sofort geklappt. Was ich noch nie erlebt habe, er hat mich am nächsten Tag im Zimmer besucht und sich nach meinem Befinden erkundigt.

Ich wünsche euch ein schönes Osterfest mit viel Sonne und leckeren Eiern.
Passt wie immer gut auf euch auf.


Und so geht es weiter

Nachdem sich also diese/r Besucher/in eine Ladung Parfüm verabreicht hatte, bekam ich einen netten Asthmaanfall. Einer der Männer raste los und alarmierte das Pflegepersonal. Ein junger Arzt sprang in mein Bett, nahm mich in den Arm, massierte mir den Rücken und sprach mir Mut zu. Es tummelten sich in kürzester Zeit eine Menge Leute um mein Bett. Die Besucher von meiner Bettnachbarin wurden brutal aus dem Zimmer „geschmissen“. Es wurde viel gemacht, es lagen Unmengen von Medikamenten herum, die nicht gebraucht wurden. Erst der herbei gerufene Internist brachte System in die Sache. Ich sollte es ja nicht sagen, ich musste innerlich grinsen. Ein Urologe klärte mich mit folgenden Worten später auf – „Wir in der Urologie kennen uns mit solchen Sachen doch nicht aus“. „Herr Doktor, nicht nur in der Urologie“. Vorsichtshalber saß der junge Arzt noch ca. eine halbe Stunde an meinem Bett und passte auf mich auf.
Gleich nach der OP bekam ich die erste Chemo. Ich bin immer noch total geschwächt und meine Blase macht auch was sie will.
Die Tage bekam ich das Untersuchungs-Ergebnis aus der Pathalogie. Ergebnis, ich werde am 17. April wieder operiert. Anschließend gleich wieder, wer weiß wie lange, Chemo.
Ich schwöre, ich habe diesmal bei der Vergabe von Krankheiten nicht „Hier“ geschrien.

Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Die Aufregungen nehmen kein Ende

Ich bin seit gestern wieder zu Hause.
Es wäre schon mehr als verwunderlich, wenn alles reibungslos geklappt hätte.
Drei Anästhesisten und eine Anästhesieassistentin plus „Ich weiß nicht noch wer alles“ waren dabei um die Spinalnarkose einzuleiten. Und was soll ich euch sagen, schon auf dem Weg in den OP merkte ich, das hat irgendwie, ich weiß nicht warum, nicht geklappt. Mit anderen Worten, die Narkose wirkte nicht richtig. Als ich darauf hinwies, glaubte man mir natürlich nicht. Wie immer…. Am Anfang waren die Schmerzen noch erträglich. Um so länger die OP dauerte, umso stärker wurden die Schmerzen. Ich wies mehrmals darauf hin, aber null Reaktion. Als mir bereits die Tränen liefen und ich überlegte ob ich sofort anfange zu schreien oder noch etwas warte, war diie OP zu Ende. Zu dem Zeitpunkt hatte ich jedenfalls schon alle meine Sünden gebüßt. Ab dem Moment erzählte ich jedem Arzt, jeder Schwester, also jedem der es hören wollte oder nicht, davon. Und was steht im Arztbericht? Die Operation verlief komplikationslos… Bloß nicht einen Fehler zugeben. Das Ergebnis der OP war niederschmetternd. Laut Arztbericht ist der Krebs wieder ausgebrochen. Die Blase soll voller kleiner Karzinome gewesen sein. Bereits im Krankenhaus bekam ich die erste Chemo. In 6 Wochen werde ich vermutlich wieder operiert. Die Ärzte warten nur noch den Bericht der Pathologie ab.
Als Bettnachbarin hatte ich eine supernette Türkin. Wir verstanden uns bombig. Da ich Unmengen trinken musste, versorgte sie mich eifrig mit Kaffee, Tee und Mineralwasser. Ich hatte sehr schnell einen Wasserbauch. Nur einen Fehler hatte das Ganze. Ab mittags um 12.00 Uhr bis um 20.00 Uhr ging es bei uns zu wie im Taubenschlag. Ich untertreibe maßlos. Jeder Taubenschlag wäre neidisch geworden. Meine Nachbarin bekam Unmengen von Besuch. Tja, einer der Besucherinnen oder Besucher meinte dann, sie/er müsse sich in meinem Beisein mit Parfüm einsprühen.
Ich muss jetzt erstmal Pause machen. Mein Magen schreit nach Essen und der restliche Körper nach Medikamenten.
Fortsetzung folgt…


Auf bald

Heute morgen um 7.00 Uhr ist es soweit. Ich muss nüchtern in der MHH Hannover erscheinen und soll noch heute operiert werden. Wie lange mein Aufenthalt dauern wird, weiß ich noch nicht.
Drückt mir wie immer die Daumen.
Auf ein baldiges Wiedersehen und passt gut auf euch auf.


Ich lebe noch

Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Musste ich doch mein Leben total neu gestalten.
Noch immer kann ich nicht begreifen, dass mein geliebter Willi nicht mehr lebt. Geblieben sind de Trauer, die Erinnerungen und das Grab.
Viel musste ich neu lernen, vieles lernen aleine zu schaffen. Jeden Tag treten neue Probleme auf, die zu bewältigen sind. Kaum habe ich das eine gelöst, schwups, kommt schon das Nächste.
Vor drei Wochen bekam ich dann die nächste Scheiß-Nachricht. Ich habe wieder einen Tumor in der Blase. Nun musste auch noch zum 2. Mal die OP verschoben werden, weil ich einen hartnäckigen grippalen Infekt habe. Ich schwöre euch, ich habe diesmal nicht bei der Vergabe von Krankheiten hier geschrien.
Und dann bin ich auch noch innerhalb von ein paar Wochen gestürzt. Würde mein Töchterchen nicht mit im Haus wohnen, ich hätte keine Hilfe beim Aufstehen gehabt. Meinen kaputten Knochen passte das natürlich überhaupt nicht und sie meinten, ich müsste noch mehr Schmerzen haben.
Nun aber das Positive….
Vom Pflegedienst kommt zweimal die Woche eine Haushaltskraft. Sie könnte zwar vom Alter her meine Tochter sein, sie hat mir allerdings über alle Maßen geholfen. Mittlerweile besteht zwischen uns eine große Sympathie. Das mein Töchterchen und Familie mir helfen wo sie können, muss ich wohl nicht erwähnen.
Und dann wäre da noch die neue Bekanntschaft. Wir treffen uns immer auf dem Friedhof. Ihr Mann liegt in dem Grab neben dem meines Willis. Wiir trauern gemeinsam und trösten uns gegenseitig.

Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr.

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.

Wilhelm Busch

Gleiichzeitig möchte ich mich bei allen für die Weihnachtswünsche, Karten und vor allem bei Ingrid und Gaby für die wunderschönen Weihnachtskarten bedanken.

Habt ein tolles Jahr 2019 und passt gut auf euch auf. ❤ ❤ ❤


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