Ich habe es endlich geschafft

Heute mittag bin ich wieder nach Hause gekommen. Die OP habe ich gut überstanden. Die gute Nachricht, in der Blase wurde kein neuer Tumor gefunden. Nun muss ich warten ob sie bei der 1.OP von den Tumoren alles weggeschnippelt haben.
3 Narkoseärzte, 2 Narkoseassistenten und jede Menge anderes Fußvolk wieselte um mich rum.
Die Einleitung zur Spinalnarkose hat länger gedauert, als die OP. Ich vermute es war ein Anfänger am Werk. Dieses Mal waren 2 Lokalnarkosen und es wurde mindestens 7 bis 8x der Versuch gemacht die richtige Stelle zu treffen. Angenehm ist etwas anderes. Die OP war dagegen ein Kinderspiel.
Ich wäre nicht Bärbel, wenn es nicht noch eine nicht so gute Nachricht gäbe. Mir wurde sehr eindringlich nahe gelegt, sofort meine Frauenärztin aufzusuchen. Also werde ich mich vorsichtshalber schon mal in einem Krankenhaus meiner Wahl anmelden.
Vielleicht hat ja die „Zweitmeinung Krebs“ einen Tipp für mich. Die haben den Vertrag mit mir abgeschlossen, da können sie auch was für ihr Geld tun. 😉
Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.

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Es darf gelacht werden

Kurz und bündig — Ich habe heute um kurz nach 15.00 Uhr die MHH in Hannover wieder verlassen. Natürlich wieder ohne operiert zu werden.
Wäre da nicht der überaus nette Arzt, der mich letztes Mal operiert hat und das nette Personal, ich wäre wahrscheinlich explodiert. Obwohl, das Personal, es gäbe einiges zu sagen… Ich lasse es lieber.
Letzte Chance Mittwoch…. Klappt es dann wieder nicht, werden die zuständigen Leute
ihr blaues Wunder erleben. Wie heißt es so schön, „Alle guten Dinge sind drei“.

Ich wünsche euch einen schönen Feiertag und passt gut auf euch auf.


Und dann folgte der nächste Streich

Ich habe überlegt ob ich mich überhaupt melde. So langsam wird es peinlich, mehr als peinlich.
Bevor ich euch berichte, möchte ich mich bei allen für die lieben Worte und das Daumen drücken bedanken.
Dreimal dürft ihr raten warum !!! Richtig, ich bin schon wieder zu Hause. Mein OP-Termin ist mal wieder geplatzt.
Gestern wurde ih durch die Mangel genommen. Eine Untersuchung folgte der nächsten.
Gespräche mit Narkosearzt, Urologen, Frauenärztin und blablabla brachten mich an das Ende meiner Kräfte. Als dann auch noch ein junger Schnösel von Arzt mir dumm kam, platzte mir der Kragen. Nicht zum letzten mal an diesem Tag. Zum „100“. Mal musste ich über Medikamente, Krankheiten und blablabla abgeben. Irgendwie war mir da schon klar, es geht wieder schief.
Als ich dann auf der Station auf der ich schon nach der OP im Juni gelegen hatte, nochmals alles angeben sollte, platzte mir dann der zweite..(ihr wisst schon). Mein Mann stürmte ins Schwesternzimmer. Was dort geredet wurde, ich weiß es nicht. Doch siehe da, plötzlich waren alle Daten plötzlich „im Computer“. Mittags kam ich dann endlich in mein Zimmer. Dort ereilte mich der nächste „Schock“. Hülfe, ein halbnackter Mann stand an einem Bett, was offensichlich sein eigenes war. Sollte ich etwa…?! Nein, er zog sich an, weil er entlassen wurde. Im nachhinein eigentlich schade. 😉
Es ging munter weiter. Irgendwie wußten die wohl noch nicht, dass der Blutdruck nur einmal am tag auf 180 gebracht werden soll. Als ich eine Krankenschwester, ich darf an dem Kranken… zweifeln, vorsichtshalber auf meinen Status „Pflegefall“ hinwies, fragte sie, was das bedeuten würde. Und so ging es den Tag weiter. Warum können sie nicht laufen, warum sich nicht alleine …, warum, warum. Als ich da durch war, wurde das nächste Bett belegt. Diese Patientin redete ca. 10 Worte bis zum nächsten Morgen mit mir. Da war ich mittlerweile fast so weit zu gehen. Hätte ich es man gemacht. Es gab allerdings auch schöne Momente. Der Urologe, der mich beim letzten Mal operierte stürmte das Zimmer, „Keine Zeit, keine Zeit, ich wollte sie nur schnell begrüßen. Wir sehen uns morgen zur Visite. „Operieren sie mich morgen“, die häufigste Antwort in der MHH: „Das kann ich ihnen leider nicht sagen, das weiß ich nicht“. Selbst schuld, warum frage ich auch so doof. Wenigstens sagte er mir die Uhrzeit der OP. 10.00 Uhr!!!!!!! Schön war es auch, als mich einige Schwestern wie eine alte Bekannte begrüßten.
Nach einer unruhigen Nacht, wartete ich und wartete und… Um zwölf Uhr wurde meine Bettnachbarin geholt, Termin um 12.30 Uhr. Da war mir alles klar, euch bestimmt auch. Um 14.00 Uhr wurde mir von einem netten jungen Mann das Essen gebracht. Er durfte mir auch mitteilen, dass die OP nicht stattfindet. Um 14.30 Uhr erfuhr ich, der Arzt kommt um ca. 15.00 Uhr. Um kurz vor 16.00 Uhr sollte ich unterschreiben, dass ich gegen den Rat der Ärzte übers Wochenende auf eigene Verantwortung nach Hause gehe. Um 16.00 Uhr kam dann der Arzt. Leichtes Erstaunen in seinem Gesicht, weil ich den Wisch nicht unterschreiben wollte. Schnell wurde der OP-Termin am Montag in Frage gestellt. Ich habe unterschrieben und einen Trick benutzt, der meine Unterschrift im Falle eines Falles… Ich will hier nicht zuviel verraten. 😉
So, nun wisst ihr vieles, jedoch noch lange nicht alles. Eins ist gewiß, ich melde mich wieder nicht ab. Entweder mein Männe oder mein Töchterchen informieren euch, wenn ich operiert sein sollte.

Habt ein schönes Wochenende und passt gut auf euch auf.


Und wieder sage ich Tschüß

Morgen früh um 8.00 Uhr muss ich nun wieder in der MHH antreten, weil ich Freitag nun endlich operiert werden soll. Urologen und Frauenärzte wetzen hoffentlich schon ihre Messer. 🙂 Hoffentlich klappt alles.
Drückt mir also mal wieder die Daumen, denkt an mich und passt gut auf euch auf.
Bis bald…


Die Nerven liegen blank

Heute morgen meldete ich mich pünktlich zur stationären Aufnahme in der MHH und erledigte alle Formalitäten und bekam mein oblikadorisches Armbändchen um. Anschließend ging es per Auto in die Poliklinik der Urologie und der urologischen Onkologie zu den Untersuchungen. Als erstes musste ich Urin abgeben und schon kam der große Schock. Bakterien im Urin, Einnahme von Antibiotika, Verschiebung der OP auf den 14. September und auch keine Untersuchung der Frauenärztin. Weil es mir in den letzten Tagen immer schlechter ging, hatte ich das schon befürchtet. Auf meine Frage ob sich der nicht entfernte Krebs nicht vergrößern könnte, gab es ein Schulterzucken und die Antwort, „Sie hätten eher keinen Termin.
Frustiert fuhren wir nach Hause. Wieder mal umsonst morgens um 6.00 Uhr aufgestnden, wieder alle Aufregung umsonst.
Ich sank erschöpft ins Bett und schlief erstmal eine Runde, weil ich in der Nacht natürlich wenig Schlaf hatte.
In der Zeit rief die Urologie an, die Ärzte aus der Frauenklinik hätten am 14. keine Zeit, der OP-Termin verschiebt sich auf den 29. September.
Vorsichtshalber werde ich jetzt also meine Frauenärztin, meinen Urologen und meinen Hausarzt nerven. Zusätzlich hole ich mir auch noch eine Zweitmeinung von der HMO AG ein. Sie wurde mir von der Krankenkasse empfohlen.
Selbstverständlich finde ich gut, dass aus Sicherheitsgründen meine OP verschoben wurde. Kann mir nur nicht endlich mal erklärt werden, in welchem Stadium sich der Blasenkrebs bei mir befindet. Nach der OP hieß es, wenn es Krebs war, müßte mir die Blase entfernt und ein Harnleiter zur Niere entfernt werden. Wer würde sich da nicht Gedanken machen.
Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Es folgt der 2.Versuch

Am 31.08. um acht Uhr muss ich wieder in der MHH erscheinen, weil ich am Freitag operiert werden soll. Ich lasse mich überraschen, ob es beim 2.Versuch besser klappt. 🙂
Passt wie immer gut auf euch auf und denkt an mich.


Das passierte

Am Dienstag sollte ich mich zwischen 7.00 Uhr und 8.00 Uhr in der MHH auf Station melden. Also standen wir um 6.00 Uhr auf, frühstückten, mein Mann duschte und zog mich an. Bereits am frühen Morgen war ich von Übelkeit geplagt, mein gesamter Körper schmerzte und ich konnte mich kaum bewegen. Erschwerend kam hinzu, dass ich schon seit Wochen auf einen neuen Badewannenlift wartete, weil mein jetziger seinen Geist aufgegeben hat. Auch für meinen Mann war dies ein unzumutbarer Zustand. Musste er sich doch immer quälen, wenn er mich duschte.
Wir waren wie angeordnet vor 8.00 Uhr auf Station und wurden wieder zum Anmelden ins Erdgeschoss geschickt. Die linke Hand wusste also mal wieder wie so oft in der MHH nicht, was die rechte macht. Auf Station wurde dann wie noch zweimal an diesem Tag meine Daten aufgenommen. Krankheiten, Krebskrankheiten in der Familie, OPs, Allergien, und und und…Blutabnahme sollte folgen, leider hatte die Schwester keinen Erfolg. Dann warten auf den Narkosearzt zum Vorgespräch. Beim Narkosearzt platzte mir zum 1. Mal der Kragen. Er wurde unfreundlich, weil ich keine näheren Angaben über eine OP von vor 48 Jahren war, Unterlgen nicht hatte, die mir nicht ausgehändigt worden waren. Schließlich erfuhr ich erst am Freitag, dass ich am Dienstag operiert werden soll. Als er meinen Arzt nicht erreichen konnte, rief er in einer Apotheke in der Nähe meines Docs an, damit diese ihn benachrichtigte. Danach wurden wir von der Schwester in einen Aufenthaltsraum gebracht, wo wir großzügigerweise uns etwas zu trinken nehmen durften. Irgendwann wurde im Beisein von Besuchern und Patienten dann zum 3. Mal versucht mir Blut abzunehmen. Nach mehreren Versuchen klappte es dann endlich.
Und dann warteten wir, warteten und warteten. Um 13.30 Uhr wies mein Mann darauf hin, dass ich wegen meiner Diabetes wohl langsam mal was essen müsste. Mein armer Mann bekam natürlich nichts und musste zugucken.
Irgendwann kam eine vermeintliche Ärztin um mir wieder die lästigen Frgen zu stellen. Nun schon entnervt und am Ende meiner Kräfte, bekam die ärmste einen sogenannten „Einlauf“. Es hat leider die falsche getroffen, es war eine Praktikantin. So erfuhren wir wenigstens wo sich die Oberärztin rumtrieb. Sie hatte einen Notfall und musste einen Kaiserschnitt machen. Um ca. 14.00 Uhr wollten wir gehen. Mit Engelszungen wurden wir zum Bleiben überredet, die Ärztin würde doch gleich kommen. Um 14.30 Uhr war die Ärztin immer noch auf dem Weg. Wo der Urologe sich rumtrieb, wann der kommen würde, keiner wußte es. Um 15.00 Uhr verabschiedeten wir uns. Es wurde förmlich gebettelt, wir sollen doch bleiben, die Ärztin wäre doch auf dem Weg. Uns konnte nichts mehr halten, wer weiß wo sie war.
Noch so ein paar Einzelheiten—Keiner wußte wo für mich ein Bett war, Was genau während der OP gemacht würde, warum ich mich in der Frauenklinik anmelden mußte. Wie lange ich nach den OPs bleiben müßte. Wann der Urologe zum Vorgespräch kommt.
Wohlgemerkt, ich war nicht auf einem Zimmer, wir saßen die ganze Zeit entweder auf einem Flur oder im Aufenthaltsraum.
Als ich nach Hause kam, wankte ich sofort ins Bett. Noch heute kann ich mich kaum vor Schmerzen bewegen.
Kaum zu Hause angekommen rief schon die Urologie an, um den neuen OP-Termin mitzuteilen. Nächste Woche Donnerstag muss ich zum Vorgespräch, am 1. September werde ich operiert. Wenn ich nicht wieder gehe… 🙂

Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


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