Archiv des Autors: Pauladieerste

Paulas Weihnachtskartenwichteln is back!

Alle Infos findet Ihr hier (Ihr müsst dafür keinen Facebookaccount haben):

https://www.facebook.com/carmen.clark.tscherkasow/posts/10221371007523532

Für die Anmeldung schickt Ihr mir an pauladieerste(ät)gmx(punkt)net eine Email mit folgenden Angaben:

– Wie lautet dein Name?(Mit welchem Namen soll ich dich in der öffentlichen Teilnehmerliste aufnehmen? Das kann auch ein Spitzname sein.)

– Für alle, minderjährig sind: Zu welcher Alterskategorie gehörst du am 24. Dezember? (Für alle anderen entfällt diese Frage, wobei ihr euer Alter natürlich auch gerne angeben dürft 😃 )

– Möchtest du, dass ich (falls vorhanden) deine Internetpräsenz (Blog, Homepage, Facebookseite…) verlinke? Dann teile mir bitte die URL mit. (Ja, hier habt ihr Gelegenheit, Werbung für euch zu machen.)

– Wie lautet deine Anschrift?

– Wie viele Karten möchtest du verschicken und erhalten? Du kannst zwischen 1 und 5 Karte/n verschicken und bekommen.

– Bist du bereit, Karten ins Ausland (ein anderes Land als Deutschland) zu versenden? (Welche Anzahl, 1-5?)

– Wichtig! Außerdem kopierst du bitte dies in deine Email/PN: Mit der Anmeldung zur Aktion erkläre ich ausdrücklich, den gesamten Text gelesen und verstanden zu haben. Ich bin mit sämtlichen Regeln einverstanden.


Kurze Info

Meine Mutter befindet sich derzeit im Krankenhaus. Sie meldet sich bestimmt hier, wenn sie wieder da ist. Eure Paula


Von überlasteten Notaufnahmen, belasteten Finanzen der Krankenkassen und Ärzten, auf die man verzichten kann

Alle Welt redet davon, dass die Notaufnahmen der Krankenhäuser überlastet sind und dass das die Finanzen der Krankenkassen belastet. Natürlich liegt das alles nur an den Patienten, die ja wegen jeder Kleinigkeit ins Krankenhaus fahren statt zum Arzt zu gehen. Ist das so?
Ich kann Euch -aus gegebenem Anlass- da noch eine andere Sichtweise erzählen!

Meine Mutter ist, wie viele von Euch wissen schwer krank („multimorbid“) und ein Pflegefall. Schmerzen (auch starke) sind ihre täglichen Begleiter. Sie ist vieles, aber eines ganz sicher nicht: Eine schmerzempfindliche Memme.
Manchmal ist es ihr trotzdem einfach leider nicht möglich, in die Praxis ihres Hausarztes zu gelangen, so dass sie sich einen Hausarzt gesucht hat, der auch Hausbesuche macht.

Sagt er jedenfalls. In der Realität sieht das so aus, dass meine Mutter letzte Woche so starke Schmerzen bekam, dass ihr die Luft wegblieb und sie sich kaum noch bewegen konnte.

Seit Donnerstag nun rufe ich täglich mehrmals in der Praxis ihres Hausarztes an, damit er einen Hausbesuch macht.
Erst hieß es, dass der Doktor gegen Mittag bei meiner Mutter anrufen werde, da erst dann absehbar sei, ob/wann er kommen könne.
Wer rief natürlich nicht an? Richtig, der Hausarzt.
Also habe ich am Nachmittag wieder angerufen (Es dauerte laaaaange, bis ich jemanden erreichte, weil immer besetzt war oder niemand ans Telefon ging – dafür kann natürlich niemand was), woraufhin ich 1.) erfuhr, dass die Dame am Telefon noch gar nix von meinem ersten Anruf wusste und dass nun ich den Rückruf bekommen sollte. Den bekam ich später auch, allerdings von der Mitarbeiterin am Empfang. Wir sollten lieber ins Krankenhaus fahren. (Super Idee, wenn meine Mutter schon mal gar nicht bis zur Haustür kommt.)
Das war meiner Mutter aber unangenehm, und sie quälte sich bis zum nächsten Morgen durch die Nacht.

Am frühen Morgen rief ich dann den Bereitschaftsdienst an, war dort allerdings wenige Minuten zu spät dran. Ich wurde auf den Hausarzt verwiesen. Als ich glaubhaft versichert hatte, dass dieser den Hausbesuch verweigert, riet man mir, einen Rettungswagen zu rufen.
Das habe ich dann auch gemacht, denn meine Mutter sah aus, wie das personifizierte Elend und keuchte aus dem letzten Loch. Das war uns dann doch zu heikel.
Im Krankenhaus wurde meine Mutter ordentlich durchgecheckt und mehrfach darauf hingewiesen, dass das ja eigentlich ein Fall für den Hausarzt sei. Auch in meinem Beisein.
Die weitere Behandlung (auch die Schmerzmedikation!) müsse der Hausarzt übernehmen.
Wir mussten sie also, umfangreich untersucht, aber immer noch ohne Schmerzmittel, wieder mitnehmen.

In der Nacht von Freitag auf Samstag war es dann endlich spät genug 😉, dass der Bereitschaftsdienst kommen konnte, so dass meiner Mutter endlich Schmerzmittel gespritzt wurden.
Das Wochenende hat sie irgendwie (Fragt nicht!) überstanden.

Montag dann also mein nächster Anruf in der Hausarztpraxis. Nachdem wieder laaaaaange besetzt war oder niemand ans Telefon ging (Ich weiheiß! Dafür können die da nix), habe ich mein Textchen runtergespult, darauf hingewiesen, dass meine Mutter im Krankenhaus gewesen ist, aber nun der Hausarzt dran sei und habe um einen Hausbesuch gebeten.
Nun sollte ich mich gegen Mittag melden, um mit dem Arzt das weitere Vorgehen zu besprechen.
Das habe ich auch getan, bin allerdings leider wieder in einer Endlos-Schleife von Besetztzeichen gelandet (Ja, Trotzdem doof für mich. Ich bin ja kein Telefondienst, ne?), bevor die Praxis erstmal über Mittag geschlossen hatte.
Am Nachmittag dann also mein nächster Anruf (Wisst Ihr Bescheid wegen besetzt und so, oder?). Jaja, der Arzt würde sich bei mir melden. Ab 19.00 Uhr habe ich offiziell beschlossen, dass er sich wohl nicht meldet.

Heute nächster Anruf. Nur ganz kurz besetzt o.ä. (Yeah!), dann ich: „Guten Morgen, ich hier. Ich bin die Tochter von… und ich versuche nun seit Donnerstag, dass der Doktor meiner Mutter endlich hilft. Mich interessiert vor allem eins: Will er nicht oder kann er nicht???“
Ich bekam zur Antwort, dass der Doktor doch gesagt hätte, dass wir ins Krankenhaus fahren sollen und überhaupt. Natürlich habe ich erwidert, dass wir längst im Krankenhaus waren, dass DAS ABER HAUSARZTSACHE SEI (Ich bin in echt nicht laut und pampig geworden.)
Man versicherte mir, dass der Doktor sich melden würde, woraufhin ich noch gesagt habe, dass er doch bittedanke einfach sagen soll, wenn er meine Mutter nicht als Patientin haben will.

Aber nicht mal dafür hatte er den nötigen Arsch in der Hose – er hat nämlich wieder nicht angerufen.

Also! Was bleibt einem da anderes übrig als die Notaufnahme zu belästigen? Eben!

(Natürlich! Neuen Arzt suchen. Ich hätte das vermutlich spätestens getan, als er damit anfing, dass… ach, lassen wir das. Aber mit so vielen so krassen Krankheiten macht man das auch nicht mal eben so, weil es auch gar nicht so einfach ist.)

Bonus: Tauschen besch* Arzt aus S. gegen einen tollen Hausarzt aus *irgendwo zwischen Hannover und Hildesheim* der in Oesselse Hausbesuche macht. Wäre von Vorteil, wenn die Mitarbeiter/innen nett sind und es nicht persönlich nehmen, wenn man ihretwegen arbeiten muss. Wobei wir uns da beim zum Tausch stehenden Hausarzt nicht beklagen können.
(Hausärzte aus Rethen und Oesselse sind leider keine Option)

Es grüßt Euch: Paula!


Für immer ganz fest in unseren Herzen!

Willi Tscherkasow

26. November 1944 – 12. September 2018


Nächste Zwischenmeldung

Die OP ist soweit gut verlaufen, die Patientin 😀 den Umständen entsprechend wohlauf.

Grüße sind ausgerichtet – beste Grüße vm Mütterchen an Euch zurück.


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