Benehmen ist Glückssache

Töchterchen sucht für mich nach meinen Halbschwestern. Gestern bekam ich einen Namen mit Telefonnummer. Einige Daten passten auf G. H., die jüngere der beiden.
Also rief ich mit klopfenden Herzen an. Eine mehr als unfreundliche Stimme meldete sich mit „Ja Hallo“. Ich meldete mich freundlich mit Namen und fragte, „Spreche ich mit G. H.? Mit noch unfreundlicherer Stimme kam: „Sie müssen doch wissen wen sie angerufen haben. Antwort von mir: „Ich habe eine Fr. G. H. angerufen. Pampige Antwort: „Reden sie nicht so lange, was wollen sie“.
„Heißt ihr Vater zufällig H. K.“? Ich bekam nur ein fieses „Nein“. Meine jetzt sehr unhöfliche Antwort war jetzt nur noch ein „Danke“— Tschüß“. *Grrrrrrrrr*
Selbst wenn es meine Schwester wäre, mit so einer Person mit so schlechten Benehmen, möchte ich nichts zu tun haben. Hoffentlich grübelt sie noch jetzt, warum ich das gefragt habe.
Euch wünsche ich freundlich alles Gute und passt gut auf euch auf.


Wie kann es anders sein…

Ich kann scheinbar einfach nicht anders.  Ich muss mich stets bei der Vergabe von Krankheiten in die erste Reihe stellen.  Diesmal habe ich tatsächlich an der falschen Stelle „Hier“ geschrien.
Die Tumore in der Blase gehören zu der ganz fiesen Gattung von dieser so schon miesen Art von Krankheit. Kurz gesagt, der Krebs hat auch mich erwischt.
Die gute Nachricht, die Ärzte scheinen, zumindest im Moment, alles erwischt zu haben. Eventuell muss ich demnächst wieder ins Krankenhaus damit die Doctores nochmal in der Blase rumhobeln können. Näheres erfahre ich in ca. 7 Wochen.
Der Krieg kann also beginnen, denn ich habe noch so viel vor. Nächstes Jahr möchte ich die Lösung eines großen Geheimnisses in der Familie miterleben(leider darf ich noch nichts verraten), in 5 Jahren die Konfirmation meiner Enkelin, Die Schulentlassung, natürlich noch die Hochzeit und wenn möglich die Geburt meines 1. Urenkels. Wenn ich noch ein wenig nachdenke, fallen mir bestimmt noch viele Ziele ein. Ganz wichtig, nicht zu vergessen, ich kann doch Opossum und meine Familie nicht alleine lassen.
Also, es gibt viel zu tun und zu erleben, packen wir es an.

Ich wünsch euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


So ist es mir ergangen

Ich bekam einen Anruf,  weil ich eher ins Krankenhaus musste. Sie hatten vergessen, dass für die OP noch ein paar Untersuchungen gemacht werden mussten.
Also machten wir uns schon letzten Dienstag auf den Weg. Wie es nicht anders sein konnte, wusste die rechte Hand nicht was die linke tat. Wir wurden erstmal von einer Ecke zur anderen geschickt. Alles andere wäre in der MHH ein Wunder gewesen. 🙂 Schuld waren natürlich wir. Ja keinen Fehler zugeben.
Am Mittwoch wurde ich dann als erste Patientin in den OP-Bereich geschoben. Sofort kam der Narkosearzt und wollte mit mir über eine Vollnarkose sprechen. Er war richtig begeistert, als er von mir erfuhr, dass ich eine Spinalanästhesie bekam. man hängte mich schon mal an ein Sauerstoffgerät schob mich in einen kleinen Raum, wo ich dann die nächsten zwei Stunden von der Sonne geschmort wurde. Dann endlich wurde ich von mir aufgefordert aus dem Bereich geschoben und kühlte etwas ab. Um 10.00 Uhr bekam ich endlich den OP-Raum zu sehen. Er war voller Geräte. Über mir, neben, vor und hinter mir, nichts als Geräte. Bis ich an alle Geräte angeschlossen war, die Betäubung wirkte und alle Ärzte sowie Schwestern und Pfleger da waren, schlug die Uhr bereits 10.40 Uhr. Nach ca. 1,5 Stunden waren die beiden Tumore in der Blase entfernt. Später erfuhr ich, dass es einen Notfall gab und ich deshalb so lange warten musste.
Erwähnenswert war der Narkosearzt, er telefonierte fast andauernd mit irgendwelchen Leuten. Nannte mich hartnäckig Frau Tscherkasowski und redete mich fast „besoffen“. Damit wollte er mich, wie ich später erfuhr, nur ablenken. Noch während der OP meldete er das für mich reservierte Bett auf der Intensivstation ab. nach kurzer Zeit auf der Wachstation kam ich auf mein Zimmer, wo mich schon mein Mann erwartete. Er hatte dort seit 9.00 Uhr auf mich gewartet.
Nach 4 Tagen wurde der Katheder entfernt und ich konnte einen Tag eher als von den Ärzten geplant nach Hause. Ich muss noch erwähnen wie nett das gesamte Personal zu mir war. Vielen Dank dafür.
Hört sich doch alles toll an, nicht wahr. Ich wäre aber nicht ich, wenn die ganze Sache nicht einen Haken hätte.
Ich habe zu 95% Blasenkrebs. Bis zum 29.6. heißt es zittern, bangen und hoffen, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Ich kann euch nur einen guten Rat geben, habt ihr Blutungen unbekannter Ursache, Schmerzen beim Wasser lassen, geht zum Urologen. Wenn ihr über 45 Jahre seid, lasst regelmäßig eine Vorsorgeuntersuchung machen. Passt also gut auf euch auf.


Da bin ich wieder

Sonntag vormittag bin ich aus dem Krankenhaus entlassen worden.
Ich möchte mich auf diesen Weg für die Anteilnahme, die lieben Worte und das Daumen drücken hier im Blog, bei Facebook und per Mails recht herzlich bedanken.
Passt gut auf euch auf und denkt dran:
„Ich liebe euch alle“.


Nächste Zwischenmeldung

Die OP ist soweit gut verlaufen, die Patientin 😀 den Umständen entsprechend wohlauf.

Grüße sind ausgerichtet – beste Grüße vm Mütterchen an Euch zurück.


Kurze Zwischenmeldung

Ich möchte nur kurz Bescheid geben, dass das Mütterchen heute dann in der MHH bleiben musste/durfte…


Dreimal dürft ihr raten…..

Kaum zu glauben, aber wahr, ich bin wieder zu Hause.
Ich habe einen Tumor in der Blase, der natürlich entfernt werden soll. Nun habe ich allerdings Bakterien in dieser und kann laut einem sehr netten Arzt in der MHH deswegen nicht operiert werden. Puh, der Kelch ging nochmal an mir vorbei und ich bin an unserem 43. Hochzeitstag doch zu Hause.
Also schlucke ich jetzt erstmal brav Antibiotika und dann wird am 14.6. der nächste Versuch gestartet.
Jetzt eilt es, denn der Tumor ist von 1,2 cm auf 4 cm gewachsen und murrt mittlerweile ganz schön. Es wurden heute wenigstens schon mal alle notwendigen Untersuchungen gemacht. Der arme Opossum musste mich also kreuz und quer durch die MHH karren. Ganz schön anstrengend und auch schmerzhaft für einen Mann, der an beiden Füßen Schmerzen durch einen Gichtanfall hat.
Dieser überaus nette Arzt hat mir außerdem so ein wenig die Angst vor der Narkose genommen. Er sah nämlich in einer Spinalanästhesie, die bei mir gemacht werden soll, keine großen Probleme. Natürlich bleibt noch ein recht großes Risiko bei mir, er war jedoch recht guter Dinge. Bei dem Gespräch erfuhr ich nebenbei, dass in der MHH rund 200 Narkoseärzte beschäftigt sind und unter diesen der für mich nötige Spezialist eingesetzt wird. Man darf gespannt sein… 🙂 Jedenfalls bin ich jetzt etwas beruhigter.
Wenn ich mich etwas von dem heutigen Tag erholt habe, werde ich mal berichten, was bei mir vor, während und nach der OP für Vorsichtsmaßnahmen geplant sind. Unangenehme Dinge, soviel kann ich euch jetzt schon verraten.
Gespannt??? Dann schaltet regelmäßig euer Gerät ein.
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und passt gut auf euch auf.


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