Ich sitze hier und zittere

Mein Kiefer soll nach Meinung meines HNO-Arztes schlimm vereitert sein und somit muss ich heute mittag zum Zahnarzt.
Alleine der Name Zahnarzt jagt mir einen Angstschauer nach dem anderen kreuz und quer durch den Körper. Schon jetzt bin ich verstummt. Sitze ich erst im Behandlungsstuhl sage ich keinen Mucks mehr, innerlich sterbe ich jedoch einen Heldentod nach dem anderen.
Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


40 Jahre

Trotz Pause wollen wir es uns nicht nehmen lassen, dem Mütterchen Babbeldieübermama und dem Väterchen Opossum zum 40. Hochzeitstag zu gratulieren! Alles Gute also dann endlich auch hier ;) – der Clark-Clan


Pause

Ich lege eine Pause ein. Wie lange, ich weiß es nicht. Immer öfter fehlen mir die Lust, vor allem die Kraft und auch die Ideen.
Da möchte ich endlich auf Skryptorias Grab einen letzten Gruß legen, der lieben Ingrid ein seit langem versprochenes Päckchen schicken, endlich seit langem fällige Mails schreiben und was passiert? Außer einem schlechten Gewissen passiert nichts. Ich bin wie gelähmt, kann keine klaren Gedanken fassen, denn meine dämlichen Schmerzen und die aufdringlichen Krankheiten schwächen mich irgendwie. Und immer nur darüber schreiben macht auf Dauer auch nicht richtig Spaß. Also ziehe ich mich für unbekannte Zeit zurück.
Ich wünsche euch alles Gute und passt gut auf euch auf.


Es ist einiges passiert…

Da wurde ich vor längerer Zeit von einem Verlag angeschrieben. Sie sind bei einer Internetrecherche über meine Beiträge gestolpert. Ob ich Interesse habe meine Biografie in Buchform zu publizieren. Wenn ja, möchte ich ihnen vorhandene Manuskripte oder Texte zuschicken.
Jetzt stellt sich mir die Frage, “Darf ich mich jetzt Schriftstellerin nennen?” ;)

Da trete ich vor zwei Tagen in eine seriöse Gruppe bei Facebook ein. Ein männliches Mitglied schreit gleich, “Adde mich”, der nächste warnt mich, “Sei bloß vorsichtig”.
Ich: “Warum? Bist du ängstlich?
Er: “Nachher steht er plötzlich vor deiner Tür”.
Ich: “1. muss … erstmal meine Adresse wissen. 2. Mein Mann würde ihm bestimmt eine Tasse Kaffee anbieten und einen Aschenbecher haben wir auch”.
Und dann passiert es. Ein verbales Gewitter bricht über den Warner herein. “Du Ar…lo.., ich hau dir einen auf die Schna…e”, sind noch die harmlosesten Ausdrücke.
Selbst meine wohlgemeinten Sprüche, “Jungs nun bleibt man ruhig……..” helfen nicht. Da meint es jemand gut mit mir und will mich einfach nur zur Vorsicht aufrufen und dann das.
Innerhalb von wenigen Minuten wurde der Krakeler aus der Gruppe entfernt und der Admin und einige Mitglieder entschuldigten sich bei mir peinlich berührt.
Da kann ich nur sagen: “Ich muss 61 Jahre werden bis sich, wenn auch nur virtuell, zwei Männer um mich schlagen”. ;) Die Mitglieder/innen und der Admin waren erleichtert und ich hatte eine interessante halbe Stunde.

Meine Stimme macht weiterhin was sie will. Mal kann ich sprechen, mal krächze ich nur, mal geht nix. Ich bin froh, wenn endlich die Untersuchungen anfangen. Ich kann ja viel ertragen, aber nicht reden ist für mich die Höchststrafe. Ich will nur mal kurz, damit ihr es nicht vergesst, an meine Schmerzen, dass ich kaum noch laufen kann und all die anderen Wehwehchen, kurz erinnern.

Ostern war ganz angenehm. Es gibt bis auf zwei Donnerschläge, die mich bald vor Schreck vom Sofa fielen ließen, nichts weiter zu erzählen.

Habt also einen schönen Tag, passt gut auf euch auf und macht keine Dummheiten.


Ich wünsche euch

GBPicsOnline.com
GBPicsOnline.comFrohe Ostern Bilder

Fröhliche Ostern

von Kurt Tucholsky 1890-1935

Da seht aufs neue dieses alte Wunder:
Der Osterhase kakelt wie ein Huhn
und fabriziert dort unter dem Holunder
ein Ei und noch ein Ei und hat zu tun.

Und auch der Mensch reckt frohbewegt die
Glieder – er zählt die Kinderchens: eins, zwei und drei …
Ja, was errötet denn die Gattin wieder?
Ei, ei, ei
ei, ei
ei!

Der fleißige Kaufherr aber packt die Ware
ins pappne Ei zum besseren Konsum:
Ein seidnes Schnupftuch, Nadeln für die Haare,
die Glitzerbrosche und das Riechparfuhm.

Das junge Volk, so Mädchen wie die Knaben,
sucht die voll Sinn versteckte Leckerei.
Man ruft beglückt, wenn sies gefunden haben:
Ei, ei, ei
ei, ei
ei!

Und Hans und Lene Steckens in die Jacke,
das liebe Osterei – wen freut es nicht?
Glatt, wohlfeil, etwas süßlich im Geschmacke,
und ohne jedes innre Gleichgewicht.

Die deutsche Politik … Was wollt ich sagen?
Bei uns zu Lande ist das einerlei –
und kurz und gut: Verderbt euch nicht den Magen!
Vergnügtes Fest! Vergnügtes Osterei!


Kinderreime aus meiner Kindheit

Heinrich Seidel (1842-1906)

Das Huhn und der Karpfen

Auf einer Meierei
Da war einmal ein braves Huhn,
Das legte, wie die Hühner tun,
An jedem Tag ein Ei
Und kakelte,
Mirakelte,
Spektakelte,
Als ob’s ein Wunder sei.
Es war ein Teich dabei,
Darin ein braver Karpfen saß
und stillvergnügt sein Futter fraß,
Der hörte das Geschrei:
Wie’s kakelte,
Mirakelte,
Spektakelte,
Als ob’s ein Wunder sei.
Da sprach der Karpfen: “Ei!
Alljährlich leg’ ich ´ne Million
Und rühm’ mich dess’ mit keinem Ton;
Wenn ich um jedes Ei
So kakelte,
Mirakelte,
Spektakelte -
Was gäb’s für ein Geschrei.

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Auf dem Berge Sinai, wohnt der Meister Kikeri.
Seine Frau, die alte Lerche,
sitzt verdrießlich in der Kerche.
Lässt ‘nen Furz drei Meter lang,
kommt der Pfarrer angesprungen.
“Frauchen sie ham falsch gesungen”.
“Nee Herr Pfarrer nehm’s nicht übel
hab gefressen braune Zwiebel”.

Diese beiden Reime wurden uns mit mehreren anderen abends oft von unserem ansonsten sehr strengen und spießigen Vater erzählt. Mein Vater, geboren 1908, kannte sie bereits aus seiner Kindheit.

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Ich will dir was erzählen
von der Muhme Rählen
Diese Muhme hatte einen Garten
und das war ein Wundergarten
In dem Garten stand ein Baum
und das war ein Wunderbaum
Auf dem Baum da waren Äste
und das waren Wunderäste
an den Ästen waren Zweige
und das waren Wunderzweige
an den Zweigen waren Blätter
und das waren Wunderblätter
An den Blättern war ein Nest
und das war ein Wundernest
In dem Neste lagen Eier
und das waren Wundereier
aus den Eiern kamen Vögel
und das waren Wundervögel
Diese Vögel hatten Federn
und das waren Wunderfedern
aus den Federn ward ein Bettchen
und das war ein Wunderbettchen
vor dem Bettchen stand ein Tischchen
und das war ein Wundertischchen
auf dem Tischchen lag ein Buch
und das war ein Wunderbuch
In dem Buche stand geschrieben
“Du sollst deine Eltern lieben!”

Ein Reim, der meiner Tochter von meiner Großmutter erzählt wurde. Ich kann mich leider nicht erinnern, ob ich ihn bereits aus meiner Kindheit kannte.
Wenn Muckelchen bei uns schläft, muss ich ihr diese Reime, wenn vielleicht auch in etwas abgeänderter oder gekürzter Form, abends vor dem einschlafen, erzählen.


Pharrell Williams – Happy (We are from Hannover)

Williams schrieb, produzierte und nahm Happy auf. Es wurde zum 1. Mal im Juni 2013 auf dem Soundtrack zum Film “Ich – Einfach Unverbesserlich 2″ veröffentlicht. Im November 2013 erschien dann die Single und eroberte fast die ganze Welt. Google/Wikipedia

Habt einen schönes Wochenende mit hoffentlich viel Sonne und Spaß. Passt gut auf euch auf.


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