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Fast am Ende meiner Kräfte

Wortman hat recht. Es wird Zeit mal wieder einen Beitrag zu schreiben.
Es passierte viel, zu viel.
Ende Juni wurde nach 12 Chemos die Behandlung beendet. Im Moment sieht es gut aus. Ich hoffe also das Beste.
Kaum einmal Luft geholt kam der nächste Schock. Jetzt hat mein Männe Krebs, einen der ganz fiesen Sorte. Leider verträgt er die Chemo nicht und kämpft mit den Nebenwirkungen. Schon zweimal wurden ihm je ca. 4 Liter Wasser aus dem Bauch abgezapft. Er konnte tagelang so gut wie nichts essen, der Blutdruck sackt immer weiter ab und der Pulsschlag steigt zeitweise auf 150, Gewichtsabnahme ungefähr 20kg. Er schläft fast nur noch oder döst nur noch vor sich hin. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen in welcher Situation ich bin. Plötzlich muss ich mich um alles kümmern und kann selbst kaum kriechen. Durchhalten ist jetzt die Devise.
Hätte ich nicht immer wiede seit Monaten unseren Hausarzt darauf hingewiesen, dass mit Opossum irgend etwas nicht stimmt, es wäre bis heute noch nichts passiert. Ich will nicht weiter über die Untauglichkeit mancher Ärzte schreiben, es hilft ja eh nichts.
Drückt also alle ganz doll die Daumen und passt gut auf euch auf.


Es hat sich gelohnt

Endlich habe ich mit meiner Nichte telefoniert. Die Frage warum meine Halbschwestern sich nicht mehr gemeldet haben, ist geklärt. Viele Jahre haben meine Eltern, mein Bruder und ich darüber gegrübelt. Bei mir sind es jetzt immerhin fast genau 50 Jahre. Leider werden die anderen niemals die Antwort erfahren, denn sie leben nicht mehr.
Das Gespräch muss ich erstmal verarbeiten. Zuviele Informationen, zuviel für mich Unverständliches, zuviele Freude und Trauer muss ich verarbeiten. Wir werden uns treffen. Ich hoffe, es wird bis dahin nicht zu viel Zeit vergehen.

Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Das wurde aber auch Zeit

Endlich!!! Es schneit und es bleibt auch noch liegen.
Ehe ihr mich „schlachtet“… Ich sitze warm und sicher im Haus, muss nicht arbeiten gehen und wenn ich nicht will, auch nicht raus.
Wir wohnen in einer Sackgasse, 6 Häuser stehen in der Straße, es bleibt also alles weiß.
Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass der Schnee liegen bleibt, denn meine Enkelin und ich warten schon seit Wochen auf die weiße Pracht. Wir wollen doch eine Schneeballschlacht machen.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag, passt gut auf euch auf.


Pause

Ich lege eine Pause ein. Wie lange, ich weiß es nicht. Immer öfter fehlen mir die Lust, vor allem die Kraft und auch die Ideen.
Da möchte ich endlich auf Skryptorias Grab einen letzten Gruß legen, der lieben Ingrid ein seit langem versprochenes Päckchen schicken, endlich seit langem fällige Mails schreiben und was passiert? Außer einem schlechten Gewissen passiert nichts. Ich bin wie gelähmt, kann keine klaren Gedanken fassen, denn meine dämlichen Schmerzen und die aufdringlichen Krankheiten schwächen mich irgendwie. Und immer nur darüber schreiben macht auf Dauer auch nicht richtig Spaß. Also ziehe ich mich für unbekannte Zeit zurück.
Ich wünsche euch alles Gute und passt gut auf euch auf.


Es ist einiges passiert…

Da wurde ich vor längerer Zeit von einem Verlag angeschrieben. Sie sind bei einer Internetrecherche über meine Beiträge gestolpert. Ob ich Interesse habe meine Biografie in Buchform zu publizieren. Wenn ja, möchte ich ihnen vorhandene Manuskripte oder Texte zuschicken.
Jetzt stellt sich mir die Frage, „Darf ich mich jetzt Schriftstellerin nennen?“ 😉

Da trete ich vor zwei Tagen in eine seriöse Gruppe bei Facebook ein. Ein männliches Mitglied schreit gleich, „Adde mich“, der nächste warnt mich, „Sei bloß vorsichtig“.
Ich: „Warum? Bist du ängstlich?
Er: „Nachher steht er plötzlich vor deiner Tür“.
Ich: „1. muss … erstmal meine Adresse wissen. 2. Mein Mann würde ihm bestimmt eine Tasse Kaffee anbieten und einen Aschenbecher haben wir auch“.
Und dann passiert es. Ein verbales Gewitter bricht über den Warner herein. „Du Ar…lo.., ich hau dir einen auf die Schna…e“, sind noch die harmlosesten Ausdrücke.
Selbst meine wohlgemeinten Sprüche, „Jungs nun bleibt man ruhig……..“ helfen nicht. Da meint es jemand gut mit mir und will mich einfach nur zur Vorsicht aufrufen und dann das.
Innerhalb von wenigen Minuten wurde der Krakeler aus der Gruppe entfernt und der Admin und einige Mitglieder entschuldigten sich bei mir peinlich berührt.
Da kann ich nur sagen: „Ich muss 61 Jahre werden bis sich, wenn auch nur virtuell, zwei Männer um mich schlagen“. 😉 Die Mitglieder/innen und der Admin waren erleichtert und ich hatte eine interessante halbe Stunde.

Meine Stimme macht weiterhin was sie will. Mal kann ich sprechen, mal krächze ich nur, mal geht nix. Ich bin froh, wenn endlich die Untersuchungen anfangen. Ich kann ja viel ertragen, aber nicht reden ist für mich die Höchststrafe. Ich will nur mal kurz, damit ihr es nicht vergesst, an meine Schmerzen, dass ich kaum noch laufen kann und all die anderen Wehwehchen, kurz erinnern.

Ostern war ganz angenehm. Es gibt bis auf zwei Donnerschläge, die mich bald vor Schreck vom Sofa fielen ließen, nichts weiter zu erzählen.

Habt also einen schönen Tag, passt gut auf euch auf und macht keine Dummheiten.


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