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Unglaublich aber wahr/ Fortsetzung

Ich will nicht mehr. ich mag nicht mehr. Ich habe die Schnauze von Krankenhäusern und Ärzten für *ichweißnichtwielange* gestrichen voll.
Nachdem die Wut bei mir verraucht ist, macht sich bei mir Hoffnungslosigkeit und eine große innere Leere breit. Genug ist genug…
Am Montag hatte ich meinen Termin im Krankenhaus um die OP am linken Oberarm zu besprechen, vorzubereiten, *ichweißselbstnichtmehrsogenau*.
Da waren sich nun endlich mal drei Ärzte einig, mein Hausarzt hatte für mich einen Termin im KH gemacht, alles schien diesmal zu klappen. Wenn da nicht so eine Oberknalltüte von Arzt in der plastischen Chirugie gewesen wäre. Die Schmerzen könnten nicht davon kommen, die Ärzte wollten mir nur helfen obwohl mir nicht zu helfen sei, bei meinen vielen Krankheiten könnte man die genaue Ursache für die wahnsinnigen Schmerzen nicht mehr feststellen, ob ich mit meinen Krankheiten überhaupt eine OP noch durchstehen würde. Bla Bla Bla Blablabla…. Keiner konnte sich an den Anruf meines Hausarztes erinnern, mein Doc war natürlich nicht in der Praxis zu erreichen, der Chefarzt der Klinik konnte sich auch nicht erinnern. Über zwei Stunden Wartezeit, keine zehn Minuten Gespräch und die blöde Bbdüm und Opossum standen ziemlich fassungslos auf der Straße.
Langsam frage ich mich, mache ich etwas falsch, wenn ja was. Komme ich vom Mars, rede ich so undeutlich oder weht in Deutschland für chronisch Kranke ein immer rauerer Wind? Ich weiß es nicht, es interessiert mich auch recht wenig. Ich habe einen Anspruch auf eine vernünftige Behandlung. Grrrrrrrrrr, ich glaube ich platze gleich vor Wut. Bloß nicht nachdenken…

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.

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Und das passierte… !!!

Ich schreibe diesen Beitrag nicht um mich irgendjemanden gegenüber zu rechtfertigen, um Mitleid zu erheischen oder Ratschläge zu erhalten. Auf Kommentare wie, „Meinst du nicht es lag vielleicht an dir, denn  ständig  erlebst du so negative Dinge“ kann und will ich verzichten.

Ich schreibe den Beitrag als Gedächtnisstütze. Um anderen zu zeigen,  wehrt euch, lasst euch nicht alles gefallen. Seht her, nicht nur euch ging es so, auch andere haben schlechte Erfahrungen gemacht. Natürlich auch zur Warnung, zu zeigen wie man mit Pflegebedürftigen und Behinderten in einigen solcher Kliniken umgeht. Und ich schreibe, denn ich muss meine Wut, meine Verzweiflung, meine Trauer, meine Verwirrung und mein Unverständnis in den Griff bekommen.
Verzeiht, wenn ich chaotisch oder unzusammenhängend schreibe. Meine Gefühle und der Blutdruck spielen auch noch heute Achterbahn.
Wie einige von euch wissen, sollte ich eine Reha machen. Auf Anraten meines nun entgültig ehemaligen Hausarztes entschied ich mich für Bad Salz…u…
Am 18.06. machte ich mich in Begleitung meines Mannes auf den Weg. Im Gepäck Sauerstoffgerät, Rollstuhl, Krücken, Laptop, Bastelzeug, Koffer und diverse Taschen.
In der Rehaklinik wurden wir sehr freundlich begrüßt, alles lief wunderbar. Wir hätten hellhörig werden sollen. Es war einfach zuviel des Guten.
Auf Station5 sollte ich die nächsten Wochen verbringen. Eine supernette Krankenschwester, ein ebenso netter Oberarzt. Als sie erfuhren, dass ich Pflegebedürftig bin, dann auch noch StufeII brach das Chaos aus. Die Station war nur bis 16.00Uhr besetzt, am Wochenende gab es im ganzen Haus nur eine Schwester und eine/n Arzt/in.
Während die Schwester ein Zimmer auf einer der Stationen für Pflegefälle suchte untersuchte mich eine etwas eigenartige Ärztin, Bauch abdrücken war bei ihr Bauch streicheln, in meiner Akte blätterte sie nur hilflos hin und her, um dann Essen , Rotlicht gegen meine Verspannungen uznd Krankengymnastik, alles im Zimmer zu verschreiben.
Irgendwann gingen mein Mann und ich auf die andere Station und ich bekam mein Zimmer. Und ab da ging es für mich bergab.
Ene Schwester für eine Station Pflegebedürftiger. Ich bekam nur noch zu hören, wir haben kein Personal um sie ständig hin-und herzuschieben. Ich bot mich also blöd wie ich bin an, gleich am ersten Abend den Versuch zuz starten, zu Fuß in den Speiseraum zu gehen. Sollte ich Probleme bekommen, würde man mich holen. Ich quälte mich also hin, merkte ich komme nicht zurück, man rief an und… die Schwester kam mit einem Rollator. Hielt lauthals vor den anderen Patienten einen Vortrag, bestimmte, dass ich den Weg zurück laufen kann. Ich Idiotin quälte mich unter Protest und wahnsinnigen Schmerzen zurück, damit die anderen Patienten nicht noch größere Augen und Ohren bekamen. Sie hielt mir während des Weges Vorträge bis ich ihr mitteilte, ich würde nicht mit ihr über meine Krankheiten diskutieren. Ein mobiles Sauerstoffgerät bekam ich nicht, denn ich hatte zuhause ja auch keins. Als die Stationsärztin davon erfuhr, war sie entsetzt. 

Ich kam Montagmittag an, am Dienstagabend wurden mir die Füße, Beine und der Rücken gewaschen, das war’s. Hätte mich mein Mann nicht am Mittwoch vor der Abfahrt gewaschen, ich wäre stinkend nach Hause gekommen.
Dienstagmorgen musste ich um 9.00Uhr im Erdgeschoss zum Lungenfunktionstest, um 11.00Uhr zum EKG. Zähneknirschend wurde ich dorthin gebracht. Dort waren sehr nette Mitarbeiterinnen, nur man fuhr mich sofort von da zum EKG. Warum wohl??? Richtig, man kann mich nicht ständig durch die Gegend fahren. Zu meinem Glück kam ich schon nach ca. 50 Minuten dran, hätte man mich nicht zwischendurch untersucht, ich hätte 1,5Stunden warten müssen. Auch dort waren alle nett, bis… bis es hieß ziehen sie bitte ihr Oberteil aus. „Entschuldigen sie, das kann ich nicht mehr“. Ein böser Blick und mein Oberteil wurde mir auf gröbste vom Körper gezogen und auf die Art auch wieder angezogen. Mein Jammern wegen der Schmerzen wurde einfach überhört.
Ich bekam bis auf das Mittagessen am Abreisetag ständig Essen mit Lebensmitteln gegen die ich allergisch bin. Als ich abends reklamierte, dass ich kein Vollkorn-und auch kein Korbbrot essen darf, ließ mir die Schwester ausrichten, ich soll in den Speiseraum gehen und mir welches holen. Wäre nich der junge, immer nette und fröhliche Pfleger gewesen, ich hätte nix zu essen gehabt.
Ich bekam den 1. Abend keine Zwischenmahlzeit. Ich hätte sie mir aus dem Speisesaal mitnehmen sollen. Hätte mir die Nachtschwester nicht Zwieback gegeben, wer weiß… Jeder wußte von meiner Diabetes.
Die Ärztin entschuldigte sich bei mir mit der Begründung, ich sähe gut aus, sie hätten nicht gedacht es mit einer so Kranken zu tun zu haben. Die Listen mit Allergien und meinen Krankheiten war angeblich verschwunden.
Da ich einen schweren Harnweginfekt hatte und noch habe, musste ich Antibiotika nehmen. Praktisch, ich hatte meine Notfallration  mit, denn sie wußte nicht, welche ich wegen meiner Allergie gegen Antibiotika nehmen kann. 😦
Tja, und dann kam es. Ich sollte zum Essen in den Speiseraum gehen. Nicht weil ich eine Wunderheilung hatte. Nein, man kann mich doch nicht hin-und herfahren. Es befände sich auf jeder Sation nur eine Schwester, die Nachtschwester muss sogar 4Stationen bewältigen.
Sie verordnete mir Gehschule, Krankengymnastik und fahren auf dem elektrischen Fahrrad. Plötzlich waren meine Knochen nicht kaputt, weil ich krank bin und … Ich bin krank, weil ich mich nicht bewege. Warum hat mir denn dann, damit meine Knochen nicht brechen, der Chirug eine Orthese verschrieben? Ich sollte auf dem Zimmer frühstücken und die anderen beiden Mahlzeiten im Speiseraum einnehmen. Sie könnten mich doch nicht ständig hin-und herschieben. 😦 Kotz, ich kann diesen Satz nicht mehr hören.
Ich frage mich nur, warum werden andere mit einer Harnwegserkrankung krankgeschrieben und ich muss anfangen zu ackern.
Mein Mann hatte am Dienstag bereits die Krankenkasse informiert, die mir die Genehmigung erteilte, die Reha sofort abzubrechen. Ich harrte allerdings noch bis Mittwoch aus, die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt, zudem ja das meiste Personal nett war. Sie können schließlich nichts dafür, wenn die Personalpolitik der Klinik nicht stimmt.
Nach einer Nacht mit unerträglichen Schmerzen,(Als Antwort der Ärztin „Warum sind sie denn nicht gekommen, sie wußten doch, mein Dienst fing erst um 14.00Uhr an, also war ich nachts im Haus“, auf dem Frühstückstablett ein Roggenbrötchen lag, teilte ich meine Abreise mit. Ich muss sagen, sie bemühten sich mit aller Kraft mich zu halten, aber mir reichte es.
Heute bekam ich von der Krankenkasse das Angebot, mir eine andere Rehaklinik zu suchen. Leichter gesagt, als getan!!! Die meisten Kliniken nehmen keine Pflegefälle auf. Warum? Na sie haben kein Personal für die nötige Pflege und …. sie können mich doch nicht immer hin-und herfahren. Ich liebe Ehrlichkeit!!!

Bevor ich euch endlich erlöse, eine Frage zum Nachdenken… Warum braucht ein so kranker Mensch wie ich noch eine Reha? Eine schöne Kur zum erholen würde vollkommen reichen.

Nachtrag:

Bei Ankunft bekam ich eine Flasche Wasser, mein Mann und eine Lernschwester besorgten mir je einen halben Liter vom hauseigenen Brunnen, das war es. Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch trank ich Leitungswasser!!! 😦

Ich wünsche euch alles Gute und passt gut auf euch auf!!!


Deutschland deine alten Menschen

Sie wird ins Zimmer geschoben. Schimpfend, verzweifelt und vollkommen unglücklich, Maria, 90 Jahre, jüdische Polin. Sie erzählt mir ihre Erlebnisse der letzten Monate, im Altenheim, Krankenhaus und ihrer Wohnung. Sie erzählt Erlebnisse die stimmen können, erzählt wie schlecht mit ihr und mit anderen alten Menschen umgegangen sein soll. Erlebnisse oder Geschichten!? Ich kann es nicht beurteilen. Nur eins weiß ich, ihre Verzweiflung und immer wieder aufkeimende Wut waren echt, nicht gespielt. Sie hat Schmerzen vorgetäuscht, um diesem „furchtbaren“ Heim zu entfliehen. Sucht Hilfe, die ich ihr leider nicht geben kann. Ich tröste sie, halte ihre Hand, gebe ihr Ratschläge, aber wirklich helfen kann ich ihr nicht. Ich habe weder die körperliche noch die nervliche Kraft.
Als der Arzt ihr sagt, sie muss wieder ins Heim, weil sie keine akute Krankheit hat, wehrt sie sich verzweifelt. Sie will in ihre Wohnung, will nicht mehr in dieses scheinbar entsetzliche, auf alle Fälle für sie entsetzliche Heim. Leider wußte sie weder wie das Heim heißt noch wo es sich befindet. Als ich versuchte bei einer Schwester Hilfe zu mobilisieren, musste diese schnell weg und ward nie wieder gesehen. Die anderen versuchten einen großen Bogen um mich zu machen.
Bei der Verabschiedung klammerte sie sich fest an mich, ihre Augen flehten um Hilfe. Was hätte ich tun können, was kann ich tun? Nichts…. 😦
Doch ich Frage: Darf ein Mensch einfach gegen seinen Willen in ein Heim gebracht werden, in dem er sich nicht wohl fühlt, vielleicht sogar misshandelt wird. Selbst wenn es nicht stimmt, sie vielleicht „nur“ dement ist, hat sie doch Rechte. Wo bleibt die Achtung, der Respekt, das Mitgefühl, wo…???
Deutschland, was machst du mit deinen alten Menschen??? Wir sollten nicht vergessen, auch wir werden alt!!!!!


Und schon bin ich wieder da!

Montag rein in’s Krankenhaus, heute raus aus dem Krankenhaus. Irgendwie muss ich in einem meiner früheren Leben ein schlechter Mensch gewesen sein. Überlegt euch gut, was ihr jetzt dazu kommentiert….. 😉
Letzte Woche bemerkte ich bereits, wie es mit mir rapide abwärts ging. Warum, weshalb, keine Ahnung. Zum Arzt brauchte ich nicht gehen, der hätte wahrscheinlich verzweifelt mit den Schultern gezuckt und hätte mich wieder nachg Hause geschickt. Was soll der arme Kerl auch mit so einer Patientin noch anfangen? :mrgreen:
Also hieß es warten, Tee trinken und abwarten. Von Freitag bis Sonntag waren unsere Freunde aus E. da. Ich hatte immer öfter das Gefühl, ich breche auf dem Sofa sitzend zusammen. Bereits am Freitag verkündete ich G. hinter vorgehaltener Hand, ich würde wohl bald wieder im Krankenhaus landen. Ich wurde immer schwächer, meine Laune geriet total aus der Kontrolle, ich hätte vor lauter Wut und Frust, wenn es möglich gewesen wäre, mir selbst in meinen Allerwertesten treten können.
Lange Rede kurzer Sinn, bereits am Sonntag litt ich unter extremer Atemnot, die Nase triefte und die Augen tränten. Abends nahm ich Antibiotika, schluckte zusätzlich eine Portion Kortison, inhalierte, um dann mein Sauerstoffgerät anzuschmeißen. Nichts half, ich rasselte und fiepte wie eine alte Dampflok.
Natürlich hatte mein Arzt ab Montag wegen einem Seminar für die ganze Woche die Praxis geschlossen. Was egal war, denn er hätte mich eh in die Klinik überwiesen. Im Krankenhaus waren sie derartig von meinem Besuch begeistert, dass ich genötigt wurde dazubleiben.
Fazit: Nette Ärzte, supernettes Personal, liebe Bettnachbarinnen und Scheißdiagnosen. Ab sofort muss ich 12 bis 16 Stunden am Tag am Sauerstoffgerät hängen. Ich wurde nur entlassen, weil dringend Betten gebraucht werden, mir aber nicht weiter geholfen werden konnte und keine Lebensgefahr bestand.
Jetzt sitze ich hier dumm in der Gegend rum, schreibe dummes Zeug um die Zeit totzuschlagen und euch zu informieren.
Ich wünsche einen schönen Abend und passt gut auf euch auf!!!


„Wer die Wahl hat, …“, oder „Wer sich selbst eine Grube gräbt, …“

Nachdem sich meine Nerven etwas beruhigt hatten, fing ich an die Krankenhäuser anzurufen und hatte gleich bei meinem Favoriten Glück. „Kommen sie bitte Montagmorgen bis 10.00 Uhr und bringen sie alle Unterlagen und den Einweisungsschein vom Arzt mit“. Ich konnte mein Glück nicht fassen, denn damit hatte ich nie und nimmer gerechnet. Diese Lungenfachklinik hat einen ausgezeichneten Ruf, liegt absolut idyllisch in einem großen Park und hat zudem nicht viele Betten. Meine Freude war also berechtigt. Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, fing ich Dösbaddel an zu denken..
Hätte ich es doch gelassen. Wie heißt es so schön; „Das Denken soll man den Pferden überlassen, sie haben den größeren Kopf“. Ach hätte ich doch nur…*seufz* Es könnte doch sein, dass ich am Montag wieder weggeschickt werde, weil ein Notfall eingeliefert wurde, dachte ich. Aufregung und lange Fahrt wären dann sinnlos gewesen, dachte ich. Hätte ich doch nur mein Matschehirn pausieren lassen, mir wäre vieles erspart geblieben. Aber nein, ich wollte mal wieder oberschlau sein und rief in dem Krankenhaus an, in dem ich im Januar lag, wurde mit dem Sekretäriat verbunden und sagte brav meinen Spruch auf den netten Anrufbeantworter. Den ganzen Tag wiegte ich mich in Sicherheit, die am Nachmittag dann jäh beendet wurde. Ein netter Mitarbeiter fragte mich ob ich am nächsten Tag kommen wolle. Ach du Schei…, was nun!? Ich wollte natürlich nicht, denn… Kurz gefasst; der nette Mitarbeiter und ich versuchten uns gegenseitig auszutricksen. Statt einfach abzusagen, habe ich den guten Mann auf irgendwann nächste Woche vertröstet. Wie komme ich aus dieser Nummer wieder raus. In welches Krankenhaus gehe ich nun? Vor lauter Grübelei, ohne eine entgültige Lösung gefunden zu haben, qualmt schon mein Matschehirn und ich kann nicht schlafen. Im Grunde genommen bin ich mit der Klinik(die vom Januar) sehr zufrieden, allerdings habe ich zu den Ärzten in der kleineren Klinik absolutes Vertrauen und ich möchte endlich eine umfassende(neutrale) Untersuchung wegen meinem Asthma und dem COPD. Wenn ich könnte, ich würde mir vor Wut in den Allerwertesten treten. Ich weiß, einige von euch würden das gerne für mich übernehmen. 😉 Ich habe auf jeden Fall noch ein unruhiges Wochenende vor mir. Vielleicht hat ja aber jemand von euch einen guten Rat für mich.


Ich habe eine Entscheidung getroffen.

Ich habe die ewigen Diskussionen mit meinem neuen Hausarzt, die mittlerweile in reine Machtkämpfe ausarten, satt. Seit über einer Woche lebe ich mit einem nicht enden wollenden Asthmaanfall, der mich immer mehr schwächt. Jede Bewegung, jeder Schritt arten mittlerweile in Schwerstarbeit aus. Hinzu kommen die nervigen Gespräche mit meinem Doc und das Gefühl von Wut, Hilflosigkeit, Unverständnis und …
Erst war der neue Arzt der Meinung ich habe kein Asthma sondern COPD. Als Ärzte im Krankenhaus Asthma und COPD und einiges mehr diagnostizierten, grinste und schwieg er. Nachdem ein Notarzt (ach nee, es war ja kein Notarzt sondern ein Arzt vom ärztlichen Notdienst) Asthma diagnostizierte, bin ich nun seit über einer Woche im Status eines Asthmaanfalls. Ich soll in eine Poliklinik, weil die dort gleich die anderen Krankheiten mit behandeln können. Egal welchen langjährigen meiner Ärzte ihr nehmt, seiner Meinung nach behandeln die mich alle falsch. Komisch, sie haben mich immerhin über 20 Jahre, entgegen aller Prognosen, am Leben erhalten.
Als er behauptete ich würde irgendwann beim Anfall Todesangst bekommen und ich widersprach, wußte er es auch wieder besser. Hatte nun er schon 3x Atemstillstand oder ich? Und so könnte ich noch jede Menge Beispiele bringen.
Lange Rede kurzer Sinn. Ich hab die Schnauze voll und gehe in die MHH Hannover. Und was soll ich euch sagen, auch da war er nicht begeistert. Die Ärzte würden auch Fehler machen, sie wären schließlich auch Menschen. Ach nee, hätt ich jetzt wirkllich nicht gedacht… Warum nicht die Klinik? Vielleicht, weil dort während einiger Klinikaufenthalte nach OPs Asthmaanfälle hatte, während der OPs am Sauerstoffgerät hing, weil ich Asthma habe, vor den OPs dementsprechende Untersuchungen gemacht wurden und…und…und…
Ich werde also spätestens Montag in einer Woche meine Sachen packen und mich in die Hände von hoffentlich fähigen Pneumologen begeben.

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende und passt gut auf euch auf.


Ich habe das Krankenhaus heute auf eigenes Risiko verlassen!!!

Vielen Dank für eure Anteilnahme und guten Wünsche. Sie haben mir Mut und Kraft gegeben!!!

Und nun muss ich meiner Wut, dem Frust, der menschlichen Enttäuschung und vielem mehr Luft machen. Ich kann weder garantieren objektiv zu bleiben noch die chronologische Reihenfolge einzuhalten.
Im Laufe der Jahre verlor ich immer mehr das Vertrauen in die Ärzte, entwickelte gegen Krankenhäuser eine gewisse Phobie. Nun sitze ich hier an meinem Läppi und frage mich, bin ich noch normal oder sollte ich einen Seelenklempner aufsuchen.
Wie ich geschrieben hatte, ging es mir gesundheitlich beständig schlechter. Ich hatte das Gefühl, jemand saugt das Leben aus mir raus. Nachdem in der Chaosbude die Erkältungswelle ausbrach, erwischte es auch mich. Dachte ich… !?
Da sich mein Gesundheitszustand drastisch verschlechterte, brachte mein Mann mich in einem schweißig, fiebrigen Zustand zu meinem neuen Hausarzt. Ihr könnt euch erinnern? Der, der Alles auf das Rauchen schob. Ich pfiff aus dem letzten Loch und begab mich auf eindringlichen Rat dieses Arztes in ein Krankenhaus, damit man mich dort sofort an einen Tropf mit Antibiotika „hängen“ konnte. Und nun begann für mich das Unfassbare!!!
Ich hatte davon gehört, dass es mittlerweile eine Zweiklassengesellschaft unter den Patienten gibt, die Privatpatienten und die Kassenpatienten. Ihr irrt euch!!! Es gibt die dritte Klasse, den Abschaum die Raucher.
In der Notaufnahme interessierte niemanden wie schlecht es mir ging. Mir wurde erzählt, was für ein schlechter Mensch ich bin, welche meiner Krankheiten durch das Rauchen entstanden sind, das ich auch als Pflegefall mich selbst an-und ausziehen kann usw.. Erst als ich drohte zu gehen, wurde dieses Gesülze beendet.
Auf Station dieser religiösen Einrichtung kamm dann der absolute Hammer. Ich böse Raucherin habe kein Asthma sondern COPD. Eine Krankheit die nur Raucher bekommen. So stand es auf meinem Einweisungsschein, Punkt. Als wurde ich ins Bett gelegt, musste inhalieren und das war es. Ich erfuhr noch von meinen guten Blutwerten, das ich keine Lungenentzündung habe….. und das war es.
Gegen 22.00 Uhr merkte ich dann, das ein derber Asthmaanfall im Anmarsch war, dachte ich…. Treu und brav klingelte ich voller Vertrauen nach der Schwester und bekam dann den nächsten Schock. Ich wäre Lungenkrank vom Rauchen, hätte inhaliert, fertig. Zum ersten Mal in 30 Jahren als Asthmatiker bekam ich etwas Angst. Also begann ich etwas lauter und rebellisch zu werden bis man eine Ärztin holte. Erst als ich dieser drohte das KH zu verlassen, einen Notarzt zu alarmieren, wurde mir geholfen. Allerdings auch dann erst, als ich der Ärztin verraten hatte, wieviel Cortison mir üblicherweise gespritzt wurde.
Von diesem Moment an habe ich bis Sonntag keinen Arzt mehr zu sehen bekommen. Inhalationen wurden mir nur widerwillig und sporadisch verabreicht, sämtliche Medikamente laufend geändert, usw..
Entschuldigt, mein Beitrag wird zu lang und wohl auch zu langweilig, aber ich muss… ich kann nicht anders.
Lange Rede, kurzer Sinn-ich verließ heute dieses Krankenhaus (nach harter Diskussion mit eben dieser Ärztin) um meinen Hausarzt zur Rede zu stellen. Dort verlor ich total den Glauben. Der arme Mann ist gut, scheinbar richtig gut. Er hat diese Diagnose aus einem Patientenbrief von meinem Diabetologen. Ausgerechnet dieser hatte bis heute mein absolutes Vetrauen. Wie kommt dieser Mann nun zu dieser Diagnose?
Jedenfalls hat mein neuer Hausarzt sofort in meinem Beisein am Telefon diese Ärztin zur Rede gestellt und kam zu dem Ergebnis, dass es richtig war, das Krankenhaus zu verlassen.
Ich muss jetzt aufhören, denn ich bin total erledigt. Ich habe noch nette Details, die ich vielleicht morgen folgen lasse. Ich habe nicht viel Zeit, denn ich habe beschlossen in den Krieg zu ziehen. Vielleicht kann ich 1 oder 2 Patienten dieses Schicksal ersparen.


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