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Im Grunde genommen gibt es nix Neues, denn das Alte haben wir noch nicht aufgebraucht.

Da quäle ich mich in den Garten, weil Muckelchen unbedingt Kartoffeln „pflanzen“ will und schon versucht sich so eine widerliche Zecke in meinen Fuß zu bohren. Dösig wie ich bin, gucke ich mir ca. einen Tag die Stelle an, bis ich merke wer sich da bei mir häuslich eingerichtet hat. Einen kleinen Trost habe ich, irgendwie scheint ihr mein von Medikamenten verseuchtes Blut nicht bekommen zu sein. So richtig vollgesaugt sah sie nicht aus. Bei dem Gedanken an dieses eklige Vieh juckt es gleich wieder am ganzen Körper.
Bei Opossum finden nun endlich wegen seiner monatelangen Schmerzen im Bein und Hinterteil diverse Untersuchungen statt.
Ansonsten ärgere ich mich mehr oder weniger mit den Ärzten und mit meinen Krankheiten rum.
Vor einer Woche war ich beim Kardiologen. Ich sage euch, wer den als Arzt und vor allem als Chef hat, der braucht keinen Herzinfarkt mehr. Kanzelt der doch vor mir seine Praktikantin runter. Medizinisch ein Ass, als Mensch ein … Ich habe natürlich auch mein Fett abgekriegt. „Sie müssen sich mehr bewegen“, wurde ich angemotzt. Ich blöde Kuh ziehe vor Schreck den Kopf ein, statt ihm eine zu „scheuern“. Die Pflegeversicherung hatte zu viel Geld, darum hat sie mir den Rollstuhl und den Scooter spendiert, oder wie… Die Knalltüte soll mir doch mal zeigen, wie ich mit meinen kaputten Knochen und den Schmerzen das bewerkstelligen soll. Was ich zu Fuß gehen kann, gehe ich auch und ich mache was möglich auch jeden Tag Gymnastik. Grrr…
Dann wäre da noch mein wirklich netter Hausarzt. Gestern hat er mir mit einem warmen Lächeln mitgeteilt, dass mir die Ärzte nicht mehr helfen können. Natürlich hat er es netter ausgedrückt, es ändert allerdings nix am Ergebnis. Ganz im Vertrauen, so genau wollte ich es auch nicht hören. Ich weiß es doch schon lange, da muss ich es doch nicht auch noch zu hören bekommen. Da bewahrheitet sich das Sprichwort, „Wer dumm fragt, bekommt dumme Antworten“. Aber weil er so nett ist, verzeihe ich ihm noch einmal. 😉

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Ich habe das Krankenhaus heute auf eigenes Risiko verlassen!!!

Vielen Dank für eure Anteilnahme und guten Wünsche. Sie haben mir Mut und Kraft gegeben!!!

Und nun muss ich meiner Wut, dem Frust, der menschlichen Enttäuschung und vielem mehr Luft machen. Ich kann weder garantieren objektiv zu bleiben noch die chronologische Reihenfolge einzuhalten.
Im Laufe der Jahre verlor ich immer mehr das Vertrauen in die Ärzte, entwickelte gegen Krankenhäuser eine gewisse Phobie. Nun sitze ich hier an meinem Läppi und frage mich, bin ich noch normal oder sollte ich einen Seelenklempner aufsuchen.
Wie ich geschrieben hatte, ging es mir gesundheitlich beständig schlechter. Ich hatte das Gefühl, jemand saugt das Leben aus mir raus. Nachdem in der Chaosbude die Erkältungswelle ausbrach, erwischte es auch mich. Dachte ich… !?
Da sich mein Gesundheitszustand drastisch verschlechterte, brachte mein Mann mich in einem schweißig, fiebrigen Zustand zu meinem neuen Hausarzt. Ihr könnt euch erinnern? Der, der Alles auf das Rauchen schob. Ich pfiff aus dem letzten Loch und begab mich auf eindringlichen Rat dieses Arztes in ein Krankenhaus, damit man mich dort sofort an einen Tropf mit Antibiotika „hängen“ konnte. Und nun begann für mich das Unfassbare!!!
Ich hatte davon gehört, dass es mittlerweile eine Zweiklassengesellschaft unter den Patienten gibt, die Privatpatienten und die Kassenpatienten. Ihr irrt euch!!! Es gibt die dritte Klasse, den Abschaum die Raucher.
In der Notaufnahme interessierte niemanden wie schlecht es mir ging. Mir wurde erzählt, was für ein schlechter Mensch ich bin, welche meiner Krankheiten durch das Rauchen entstanden sind, das ich auch als Pflegefall mich selbst an-und ausziehen kann usw.. Erst als ich drohte zu gehen, wurde dieses Gesülze beendet.
Auf Station dieser religiösen Einrichtung kamm dann der absolute Hammer. Ich böse Raucherin habe kein Asthma sondern COPD. Eine Krankheit die nur Raucher bekommen. So stand es auf meinem Einweisungsschein, Punkt. Als wurde ich ins Bett gelegt, musste inhalieren und das war es. Ich erfuhr noch von meinen guten Blutwerten, das ich keine Lungenentzündung habe….. und das war es.
Gegen 22.00 Uhr merkte ich dann, das ein derber Asthmaanfall im Anmarsch war, dachte ich…. Treu und brav klingelte ich voller Vertrauen nach der Schwester und bekam dann den nächsten Schock. Ich wäre Lungenkrank vom Rauchen, hätte inhaliert, fertig. Zum ersten Mal in 30 Jahren als Asthmatiker bekam ich etwas Angst. Also begann ich etwas lauter und rebellisch zu werden bis man eine Ärztin holte. Erst als ich dieser drohte das KH zu verlassen, einen Notarzt zu alarmieren, wurde mir geholfen. Allerdings auch dann erst, als ich der Ärztin verraten hatte, wieviel Cortison mir üblicherweise gespritzt wurde.
Von diesem Moment an habe ich bis Sonntag keinen Arzt mehr zu sehen bekommen. Inhalationen wurden mir nur widerwillig und sporadisch verabreicht, sämtliche Medikamente laufend geändert, usw..
Entschuldigt, mein Beitrag wird zu lang und wohl auch zu langweilig, aber ich muss… ich kann nicht anders.
Lange Rede, kurzer Sinn-ich verließ heute dieses Krankenhaus (nach harter Diskussion mit eben dieser Ärztin) um meinen Hausarzt zur Rede zu stellen. Dort verlor ich total den Glauben. Der arme Mann ist gut, scheinbar richtig gut. Er hat diese Diagnose aus einem Patientenbrief von meinem Diabetologen. Ausgerechnet dieser hatte bis heute mein absolutes Vetrauen. Wie kommt dieser Mann nun zu dieser Diagnose?
Jedenfalls hat mein neuer Hausarzt sofort in meinem Beisein am Telefon diese Ärztin zur Rede gestellt und kam zu dem Ergebnis, dass es richtig war, das Krankenhaus zu verlassen.
Ich muss jetzt aufhören, denn ich bin total erledigt. Ich habe noch nette Details, die ich vielleicht morgen folgen lasse. Ich habe nicht viel Zeit, denn ich habe beschlossen in den Krieg zu ziehen. Vielleicht kann ich 1 oder 2 Patienten dieses Schicksal ersparen.


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