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Sechs Jahre II


Die andere Seite III

Nun begann auch schon mehr oder weniger die heiße Phase. Allerdings nicht nur bei meinen „Projekten“, sondern auch bei den „direkten“ Vorbereitungen für die Silberhochzeit. Zusätzlich zu meinen geheimen Aufgaben war ich also noch für Aufgaben zuständig, die meine Eltern mir „zuteilten“. Ich sorgte für die Einladungen, organisierte im Freundeskreis Leute, die bei der Feier als Thekenkräfte, Bedienungen und allgemeine Helfer fungierten, half hier und da, und zu guter Letzt erstellte ich eine Tischordnung. An dieser Stelle rächte es sich, daß ich Einzelkind 😉 bin. Ich kann mich noch gut erinnern, wie oft ich entrüstete Blicke etc. erntete, weil ich gerade Kleinigkeit X nicht für meine Eltern erledigen konnte, sondern stattdessen unbedingt 😉 zu Freundin Y fahren mußte… Natürlich fuhr ich nicht wirklich zu Freundin Y, sondern erledigte etwas für die Überraschungen :D.

Frau K. aus I. und ich fuhren wirklich ziemlich viel durch die Gegend, um das Video zu drehen.
Interessant war, wie unterschiedlich sich alle auf ihren „Part“ vorbereitet hatten. Einige hatten den Termin schon fast vergessen, andere waren einfach total aufgeregt, wieder andere hatten sich quasi richtige Showeinlagen ausgedacht :D. Eins hatten aber alle mehr oder weniger gemeinsam: Sie waren mit dem Herzen dabei.

Auch die Gesangsproben liefen weiter, ich werkelte weiter an der Hochzeitszeitung, machte anhand der Rückmeldungen erste Entwürfe für die Sitzordnung, erledigte all meine anderen Aufgaben, …

… und dann machte das Mütterchen „schlapp“.


Die andere Seite II

Und dann ging es auch fast schon los.
Als erstes „mußte“ ich mit dem Video starten, da ich ohnehin demnächst einen Urlaub in Franken 😀 einlegen wollte. Mein bester Freund lieh sich also bei einem seiner Verwandten eine Videokamera und nahm diese mit, so daß wir einerseits für das Video einige schöne „landschaftliche“ Aufnahmen machen konnten, andererseits aber auch schon die ersten Glückwünsche aufnehmen konnten.
Schon vor dem Urlaub war klar, daß die Version „bester Freund leiht sich eine Kamera und dreht dann“ für die noch anstehenden Aufnahmen keine Lösung sein konnte, da das einfach viel zu umständlich gewesen wäre.
Zum Glück gab es aber Frau K. aus I. (die damals noch Frau P. aus L. war :D). Auch sie engagierte sich ehrenamtlich in der Kirchengemeinde und war dort sozusagen die Filmerin vom Dienst *lach*. Es lag also doch recht nahe, daß ich sie um Hilfe bat, sie sagte dankenswerterweise auch sofort zu.
Dann schrieb ich erstmal ehemalige Nachbarn und alte Bekannte an, das Video sollte schließlich mit Glückwünschen gefüllt werden.
Nicht ganz so einfach war es, die Rückmeldungen der Angeschriebenen so zu koordinieren, daß meine Eltern nichts davon mitbekamen. Aber auch das klappte dann im Endeffekt alles :D, die verschiedenen Termine mit allen möglichen und unmöglichen 😉 Leuten standen.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt begannen auch die Proben für die beiden Gesangseinlagen während des Gottesdienstes und der Gesangseinlage während der Feier. Ich muß dazu sagen, daß es nicht viel gibt, das ich mehr hasse, als vor Leuten, die ich kenne, zu singen (Ich kann aber singen, daran liegt es nicht…), weswegen meine Eltern mich so gut wie nie singen hören. Ich konnte mir also sicher sein, daß sie sich über diese Überraschung auch freuen würden… Viele Freunde und Bekannte sangen auch gleich mit :D, so daß auch hier für die Proben die Termine koordiniert werden mußten.


Die andere Seite I

Erinnerungen I, II, III und IV – die andere Seite ;).

Hach ja, da schwelgt das Mütterchen also in Erinnerungen… Da mache ich doch mal mit :D.

Schon lange, lange vor der Silbernen Hochzeit (über ein Jahr vorher) meiner Eltern zerbrach ich mir den Kopf, was ich Ihnen schenken könnte. Mir stand der Sinn nach etwas, das vor allem auf persönlicher Ebener wertvoll war.
Irgendwann kam ich darauf, daß ein Video mit Glückwünschen von alten Bekannten und ehemaligen Nachbarn nett sein könnte. Und als Überleitungen etc. sollten bestimmte Orte usw. gefilmt werden.
Außerdem fand ich, daß es nun endlich an der Zeit wäre, in die Fußstapfen meiner Mutter zu treten… Sie hatte schon bei vielen Hochzeiten eine Zeitung erstellt und bei Ihrer eigenen Hochzeit wollte ich das nun übernehmen.
Auch was den Traugottesdienst betraf, plante und werkelte ich vor mich hin.
Hinzu kamen noch kleinere Nettigkeiten hier und da.
Ich machte mir also für jedes „Projekt“ eine To-do-Liste (An dieser Stelle war mir mein ehrenamtliches Engagement ungemein nützlich :D) und noch eine übergeordnete Liste, ich wollte schließlich nicht den Überblick verlieren.
Außerdem suchte ich mir Helfer und Verbündete. Manches wollte ich nicht alleine erledigen, und manches konnte ich auch gar nicht alleine erledigen.


Erinnerungen III

Endlich schreibe ich die Fortsetzung. Ich ahne, daß ihr eine Menge Gedankensprünge in kauf  nehmen müßt. 😯 Wem es nicht gefällt, keiner muß weiterlesen. 😉

Bevor ich nun von dem Tag der Tage berichte, möchte ich, auch auf die Gefahr hin, daß Paula mit mir schimpft, noch folgendes erzählen: Durch Paulas Bekanntschaft mit der Pastorin, war es uns erst möglich, eine so ungewöhnliche und recht lockere Trauung, zu erleben,
die Pastorin, die Einzelheiten für unsere Trauung mit uns zu Hause besprach.
Monatelang übte sie, was ich natürlich als einzige nicht wußte, mit ihren Freundinnen und Freunden Lieder ein.
Paula fuhr zig Kilometer, unter anderem bis Bayern, um ein Video mit Glückwünschen von Bekannten, Freunden und ehemaligen Nachbarn, aufzunehmen.
Paula schrieb eine Hochzeitszeitung, brachte eine Girlande an der Haustür an und sorgte dafür, daß ihre Freundinnen und Freunde unsere Gäste bedienten.
Paula war einfach überall und nirgends.

 

Kirche,Jetzt geht es endlich los!
Meine Erinnerung setzt erst wieder bei der Abfahrt zur Kirche ein. Nur eins werde ich nie vergessen:
Es war einer der schönsten Tage in meinem Leben!!!

Wir fuhren also, von E. chauffiert, zur Kirche. 😯 Die vorherige, kurzfristig anberaumte Hochzeit, war noch nicht beendet und unsere Gäste mußten wahnsinnig lange vor der Kirche warten. Irgendwann konnten unsere Gäste rein und wir „zogen“, wie in den kitschigen Filmen, gefolgt von zwei 14jährigen, die Blumen streuten, in die Kirche ein. Mein Mann trug übrigens einen hellen Anzug und ich ein silbernes Kleid und passenden Schuhen.
Wer stand vorne am Altar? Paula mit Freundinnen und Freunden. Da verbrauchte ich bereits mein 1. Taschentuch., so gerührt war ich.
Sie sangen im Laufe des Gottesdienstes ein umgetextetes Lied von Tabaluga und den Titelsong von „Titanic“. *schluchz* Am liebsten wäre ich aufgestanden und hätte getanzt, aber in der Kirche…
Die Pastorin hielt eine locker flockige Ansprache und dann stand ein Freund von Paula auf und hielt eine Rede. Er bedankt sich im Namen der jungen Leute für unsere Gastfreundschaft und das mein Mann immer für sie die Autos repariert. Seinen letzten Satz werde ich wohl nicht vergessen: „Ich werde bald 18 Jahre und habe dann auch ein Auto. Ich komme dann auch immer zum reparieren. SO!! Er hatte die Lacher natürlich auf seiner Seite.
Meine Tante und Onkel hatten 2 Sängerinnen engagiert, die dann das „Ave Maria“ sangen. Es wurden selbstverständlich auch kirchliche Lieder gesungen und gebetet, nicht das jemand denkt, wir hatten in der Kirche ’ne Fete.
Ich habe mich während des Gottesdienstes köstlich amüsiert, während alle anderen, wie ich erst hinterher erfahren habe, vor Rührung geweint haben.
Man hatte ohne unser Wissen die Kinder  zum Blumen streuen ausgetauscht. 2 weibliche Mitglieder des Schützenvereins, streuten auf dem Weg nach draußen, die Blumen. Der absolute Hammer. Warum? Tja, ich sage nur: Fortsetzung folgt.

                                                            Ich liebe euch doch alle


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