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Was für eine Aufregung

Fast 50 Jahre habe ich nichts von meinen Halbschwestern, Kinder aus der 1. Ehe meines Vaters, gehört. Warum damals der Kontakt abbrach, wußten selbst meine Eltern nicht. Sporadisch wurden sie von uns gesucht, leider ohne Erfolg.
Vor kurzem hat mein Töchterchen Paula sich also auf die Suche gemacht. Von einem Telefonat mit einer meiner möglichen Schwestern habe ich in dem letzten Beitrag berichtet.
Nun hat Paula gestern meiner Nichte geschrieben, die prompt heute bei uns anrief.
Mein Pech, ich habe geschlafen und mein Mann hat mich einfach nicht geweckt. Die bVereiden haben sich nett unterhalten und abgemacht, dass ich A. heute abend anrufe. So weit so gut. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen wie aufgeregt ich war…und leider noch bin. Trotz mehrmaliger Versuche erreiche ich meine Nichte nicht. Mein Herz kann sich nicht entscheiden, ob es einen Herzkasper kriegen oder lieber mal kurz stehen bleiben soll. Mein Matschehirn, was ja nun wirklich nicht zu Schwerstarbeit neigt, routiert wie verrückt. Tausend Gedanken schwirren mir durch meinen Schädel.
Ganz im Vertrauen, ich könnte meinen Mann… Ihr wisst schon was ich meine. Ich weiß, er hat es gut gemeint. Ich weiß, ich brauche dringend Ruhe. Es gibt im Leben aber Situationen, da pfeift man auf die Vernunft.
Auf jeden Fall werde ich eine aufregende Nacht haben. Drückt mir die Daumen, damit ich A. morgen früh endlich erreiche.
Euch wünsche ich eine angenehme Nacht und passt gut auf euch auf.

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Übrigens

…. der Tag fing richtig gut an. Nach einer durchgeschlafenen Nacht bin ich zwar total gerädert aufgewacht, aber damit kann ich leben. Nachdem ich mein Notebook angeschmissen habe, stellte ich fest, daß ich zig Mails bekommen habe. Ich meine nicht die ollen Spams, sondern richtig nette Mails.
Eine Klassenkameradin hat sich bereits in dem Lokal, wo das Klassentreffen stattfinden soll, erkundigt, ob man mit einem Rollstuhl ins Lokal kommt. Juhu, nur eine Stufe ist zu bewältigen. Die schaffe sogar ich zu Fuß und mein Mann kann den Rollstuhl hochziehen. Gut, es gibt keine behindertengerechte Toilette, aber auch das ist ein Grund, aber kein Hindernis für mich.
Am Samstag telefoniere ich mit eben dieser ehemaligen Klassenkameradin. Nach 40 Jahren spreche ich das erste Mal wieder mit ihr. Ich bin schon total aufgeregt, hoffentlich haben wir bald Samstag.
Es haben auch noch andere Klassenkameraden/innen zu mir Kontakt aufgenommen, ich bin total geplättet. Was so ein Klassentreffen ausmachen kann. Klar, vorher wußte keiner, wo ich abgeblieben bin.
Ich wollte doch noch irgend etwas berichten, was war das bloß? Lacht nicht, mein Gedächtnis will eben nicht mehr so, wie ich es will. Trinkt man in Ruhe eine Tasse Kaffee oder raucht eine, meinetwegen auch beides, vielleicht fällt es mir wieder ein.
Tja Pech gehabt, Gehirn leer, Gedanken futsch. Ich hätte die Abwrackprämie in Anspruch nehmen und mir ein neues Hirn kaufen sollen. Ich überlege grade, ob ich meinen ganzen Körper……

                                                                       „Ich liebe euch doch alle“.


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