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Fast am Ende meiner Kräfte

Wortman hat recht. Es wird Zeit mal wieder einen Beitrag zu schreiben.
Es passierte viel, zu viel.
Ende Juni wurde nach 12 Chemos die Behandlung beendet. Im Moment sieht es gut aus. Ich hoffe also das Beste.
Kaum einmal Luft geholt kam der nächste Schock. Jetzt hat mein Männe Krebs, einen der ganz fiesen Sorte. Leider verträgt er die Chemo nicht und kämpft mit den Nebenwirkungen. Schon zweimal wurden ihm je ca. 4 Liter Wasser aus dem Bauch abgezapft. Er konnte tagelang so gut wie nichts essen, der Blutdruck sackt immer weiter ab und der Pulsschlag steigt zeitweise auf 150, Gewichtsabnahme ungefähr 20kg. Er schläft fast nur noch oder döst nur noch vor sich hin. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen in welcher Situation ich bin. Plötzlich muss ich mich um alles kümmern und kann selbst kaum kriechen. Durchhalten ist jetzt die Devise.
Hätte ich nicht immer wiede seit Monaten unseren Hausarzt darauf hingewiesen, dass mit Opossum irgend etwas nicht stimmt, es wäre bis heute noch nichts passiert. Ich will nicht weiter über die Untauglichkeit mancher Ärzte schreiben, es hilft ja eh nichts.
Drückt also alle ganz doll die Daumen und passt gut auf euch auf.


Rückblick

Das letzte Jahr begann mit Hoffnung auf ein besseres Jahr und wurde mit einem Paukenschlag zerstört.
Eine mir liebe Blogfreundin verstarb, die an ihrer schweren Krankheit und deren Folgen zerbrach. Ein weiterer Todesfall im Bekanntenkreis ließ das Jahr nicht gut anfangen.
Gessundheitlich hatte ich wie immer meine Probleme, jedoch hatte ich schon schlechtere Zeiten erlebt. Der Hausbau auf dem Grundstück neben uns brachte das ganze Jahr nicht nur Dreck sondern auch jede Menge Unruhe. Im September war für mich der persönliche Höhepunkt die Einschulung meiner Enkelin. Es war ein erlebnisreicher Tag für mich und die ganze Familie. Es gab natürlich noch viele schöne Momente in dem Jahr, allerdings kann ich sie, genau wie die negativen, nicht alle aufzählen
Nach einem Todesfall in der Familie kam dann das für uns Unfassbare. Unser bester Freund verstarb aus unbekannten Gründen. Unsere Freundin, von E. die Frau, erlitt dadurch einen so schweren Schock, dass sie vollkommen verwirrt aufgefunden wurde und jetzt im Pflegeheim lebt. Durch meinen schlechten gesundheitlichen Zustand können wir sie leider nicht besuchen. Wir hoffen wenigstens zur Betattung fahren zu können.
Mitte Dezember zogen dann endlich unsere neuen Nachbarn in ihr neu erbautes Haus und haben Silvester dann mit meiner Mutter, ihnen und anderen Nachbarn in gemütlicher Runde das neue Jahr begonnen.
Nun warte ich auf meinen OP-Termin und hoffe ansonsten auf ein gutes neues Jahr.
Wenn ich dann in den Nachrichten von den Kriegen, Unwettern, Unglücken und dem Elend in der Welt höre, dann geht es mir doch recht gut.
Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Der Schock sitzt tief..

Bis heute habe ich mich noch nicht von dem Besuch bei der Pneumologin in Hildesheim erholt.  Noch nie in meinem nun fast 60jährigen Leben bin ich so beleidigt worden. Noch nie fühlte ich mich so erniedrigt, aber auch so hilflos und einsam. Noch nie wurde ich in meinen Grundfesten derartig erschüttert!!!!!
Auch heute bin ich noch nicht in der Lage über dieses Gespräch vollständig zu berichten, geschweige denn eine Beschwerde bei der Ärztekammer einzureichen, selbst Opossum und Paula kennen den vollständigen Inhalt nicht.
Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Wochenanfang und passt gut auf euch auf.


Der gestrige Aufreger

Bärbel habe ich mir gedacht, bleib ruhig und erhole dich erstmal nicht nur von dem Anfall, sondern auch von dem Schock.
Es fiel mir schwer nicht gleich einen empörten Beitrag zu schreiben, aber ich habe bis jetzt durchgehalten.
Nach meinem Krankenhausaufenthalt versuchte Opossum ohne Erfolg seit Montag einen kurzfristigen Termin bei meinem wieder anwesenden Hausarzt zu bekommen. Mein Zustand verschlechterte sich wieder von Tag zu Tag, also fuhr ich gestern morgen um 8.00Uhr auf meinem Scooter zum Arzt. Unterwegs bekann kurz vor der Praxis bei mir ein Anfall. Hustend und keuchend kam ich in der Praxis an. Natürlich war mein Anfall nicht lebensbedrohlich, jedoch sehr anstrengend.
Nun denkt nicht, dass diese Backpfeifen von Arzthelferinnen mal ihren Hintern erhoben und den Arzt holten. Im Gegenteil, ich sollte im Wartezimmer Platz nehmen und 30Min. bis 45Min. warten. Statt nun zu randalieren, fuhr ich Idiotin wieder nach Hause. Mein Mann rief daraufhin in der Praxis an und fragte was das soll…
Und nun kommt der absolute Oberhammer!!!! 😯
Mein Mann sollte einen Krankenwagen holen, damit der Notarzt mich behandeln kann. Spinne ich? Wozu habe ich im Dorf, eine Straße weiter einen Hausarzt, wenn der mir im Notfall nicht hilft?
Morgen meldet mich mein Mann bei einem anderen Doc an. Ich bin gespannt.
Ich wünsche euch einen sonnigen und erholsamen Feiertag. Passt gut auf euch auf.


Was ich erzählen wollte

Gestern vor 2 Monaten habe ich meine letzte Zigarette geraucht. Seitdem klopfe ich mir andauernd stolz auf die Schultern und mein Sparschwein wird immer fetter.
Seit ein paar Tagen habe ich nun richtig Probleme!!!! Träume ich doch,
ich rauche genüsslich eine Zigarette, um dann entsetzt aus dem Bett zu springen. Nach dem Essen überfällt mich die mir verständliche Gier nach einer von mir geliebten Fluppe. Wenn das so weiter geht, ich kann für nichts garantieren….
Nein, ich lüge! Die Blöße gebe ich mir nicht. Ich stelle mir die hämischen Gesichter von einigen Leuten vor. Höre sie sagen-„Haben wir doch gleich gewußt, Bärbel schafft es nicht, keinerlei Beherrschung“. Ich pfeif euch eins, nix is, ich rauche vorläufig nicht. Ätsch! :mrgreen: Für die nächsten 5 Jahre habe ich das Geld bereits verplant, außerdem will ich doch noch die erstaunten Gesichter von ein paar Leuten sehen. Viele wissen noch nicht, dass ich mittlerweile zu der Garde der Nichtraucher gehöre. Ein bisschen Spaß muss unbedingt sein.
Ansonsten versetzen die Ärzte mir weiterhin einen Schock nach dem anderen. Schwamm drüber, irgendwann weiß ich genaueres. Vielleicht bin ich die Knalltüte und hab es nur noch nicht gemerkt. He Ruhe da hinten auf den letzten Plätzen, warum grinst ihr so dämlich und nickt so wissend!? Überlegt gut was ihr jetzt antwortet……
Und nun komme ich zu meinem Aufreger der letzten Woche.
Vor ein paar Tagen kam Muammar el Gaddafi ums Leben. Darüber möchte ich mich nicht weiter äußern, da die Art und Weise seines Ablebens noch nicht geklärt sein soll.
Ich rege mich über die Schaustellung seines Leichnams in den Medien auf. Ist unsere Gesellschaft schon so verroht, dass sie sich an solchen Bildern ergötzen kann. Reicht nicht die Berichterstattung? Ich finde auch ein Monster hat nach dem Tod ein Recht auf etwas Würde.

Ich wünsche euch einen friedlichen Tag. Passt gut auf euch auf!


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