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Auweia

Natürlich war mir klar, dass mein Geschwafel im Internet jeder lesen kann. Natürlich war mir klar, es werden einige Verwandte und auch Bekannte nachsehen was ich hier so von mir gebe. Natürlich…
Natürlich  machte es mich stutzig, wenn mich plötzlich einige Dorfbewohner so eigenartig anguckten oder andere mich plötzlich grüßten.
Natürlich wunderte ich mich, weil ich von einigen Nachbarn nicht gegrüßt wurde. Mein Matschehirn qualmte des öfteren vor lauter Grübelei. Ich wäre doch nie auf die Idee gekommen…
Natürlich könnten diese besagten Leute mit ihrem Ohr an unserer Hauswand kleben. Ich halte es allerdings eher für unwahrscheinlich. Ich bin zwar schwerhörig, mein Matschehirn streikt auch ab und zu, aber das würde selbst mir auffallen. Ich überlege hin, ich überlege her, es gibt nur diese eine Möglichkeit. Besagte Personen können ihr Wissen nur aus unserem Blog haben. Ich könnte natürlich auch an Verfolgungswahn leiden, wie entsetzlich.
Was mache ich nun? „Pelle ich mir ’nen Ei“ da drauf, kauf ich mir eine Tarnkappe, zeige nur noch Fotos oder so!? Ich könnte natürlich nur noch Passwörter verwenden, einen neuen Blog eröffnen oder aufhören zu bloggen. Die Angelegenheit muss gut überlegt werden. Und da beginnt schon mein Problem! Ich schreibe lieber erst und überlege dann. Wenn ich überhaupt mal überlege… 😉
He Verwandte, Bekannte, Nachbarn und/oder Dorfbewohner outet euch doch wenigstens mal. So heimlich finde ich unheimlich.
Denkt dran:

                             Ich liebe euch doch alle.


Es wurde noch schlimmer

Am Donnerstag erreichte die bescheidene Woche ihren Höhepunkt. Ich bekam starke Zahnschmerzen. Ausgerechnet ich, die Todesangst vor diesen netten, aber von mir gefürchteten Personen hat.
Ich bekomme nur bei den Gedanken Schweißausbrüche, meine Hände zittern, ich verstumme, mein Blutdruck steigt gefühlsmäßig auf 3oo/2oo, mein Herz hämmert, innerlich heule ich mehr als bei jeden Schnulzenfilm.
Nachdem nun alle Schmerzmittel, alle Tricks die ich so kenne nicht halfen, fuhr mein Mann mich am Samstag (natürlich hatte ich die Nacht vor Angst bibbernd nicht geschlafen) in eine Zahnklinik. Als ich den Zahnarzt sah, verschwanden meine Schmerzen auf wundersame Weise in Sekundenschnelle. Dem Himmel sei Dank mußte ich nicht in diesen Folterstuhl. Ich durfte in meinem Rollstuhl sitzen bleiben. So konnte ich mich wenigstens an einen gewohnten Gegenstand festkrallen.
Lange Rede, kurzer Sinn-ich war schneller wieder draußen, als ich gehofft hatte.
In meiner Panik habe ich mal wieder vergessen, dass mich Kieferchirugen sowie Zahnärzte nur behandeln, wenn Gefahr im Verzug ist. Nun sagt nicht, geh doch in die MHH. Da war ich auch schon mal. Die wollten mich in der Zahnklinik stationär aufnehmen bis sie gemerkt haben, welche Krankheiten ich habe.
Nun laufe ich erstmal weiter mit kaputten Zähnen rum. Im Neuen Jahr versuche ich es todesmutig nochmal in einer anderen Klinik, vielleicht habe ich dort mehr „Glück“.
Am Sonntag kam dann der nächste Hammer. Wir hatten unser letztes Basteln für die Miniaturen. Alles war wunderbar, bis wir eine Pause machten.  Als ich mich wieder hinsetzen wollte, lacht nicht, brach ich mit diesem blöden Klappstuhl zusammen.
Hätte ich doch auf meine innere Stimme gehört. Als ich in den Raum kam, sah mich der Stuhl schon so böse an. *grrr* Ergebnis-kaputter Stuhl (wie peinlich), über alles Andere schweige ich lieber.
Vielleicht versteht ihr nun, warum ich nirgends kommentiert habe, aber:

                             „Ich liebe euch doch alle“.


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