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Eine kleine Stippvisite

Andere gehen Freitagabend  schön Essen, in die Disco oder Kino, machen sich eventuell einen schönen Abend zu Hause mit oder ohne Freunde oder sie fahren in den Wochenendurlaub. Ich Dussel verbringe den Abend in der Notaufnahme des Henriettenstiftes und anschließend im Krankenbett auf der sogenannten Durchgangsstation.    
Meine Lungen hatten mal wieder keinen Bock vernünftig ihren Dienst zu leisten und haben meinen Hausarzt (der mich mal wieder zu Hause besuchen durfte) in leichte Panik versetzt. (Kein Wunder, wenn er noch nicht mal ’ne Spritze und Medikamente in seinem Köfferchen hatte) Also ab ins Krankenhaus, ich gönn mir ja sonst nix… 😉
Ich war begeistert!!! Nette Ärzte, Schwestern und und und…. Ich bin in einem Krankenhaus noch nie so gestreichelt und in den Arm genommen worden. Nein, liebe FB-Fans, 😉 Dr. House war leider nicht da. Ich hätt ihn wirklich gern kennengelernt, er hat sich jedoch nicht blicken lassen.
Na ja, jedenfalls hätte ich fast nix zu nörgeln gefunden, wenn ja wenn das Krankenhaus nicht so „Asbach Uralt“ wäre. Außer dem Personal ist da wirklich alles älter als Methusalem, nur wahrscheinlich nicht so gut im Schuß.
Nachdem ich dann penetrant immer wieder gefragt habe wann ich wieder gehen darf, haben sie mich bereits Freitag entlassen. Laut Patientenbrief habe ich eindringlich darum gebeten. Brave Ärzte, sehr symphatisch. 
Lange Rede kurzer Sinn, wenn nun auch einige von euch gehofft hatten mit mir geht es zu Ende 😉 (wegen Dr. House und so), den Gefallen konnte ich euch leider nicht tun. Ich lebe und habe vor, diesen Zustand noch lange beizubehalten.
Ich werd mich also die nächsten Tage noch schonen, denn so ganz fit bin ich nicht so wirklich.
Ich wünsch euch allen ein wunderschönes, gesundes Wochenende und passt gut auf euch auf, denn:

                                    Ich liebe euch doch alle!


Gefühle, Gesprächsfetzen und …

Wie ich in dem Beitrag „Ich habe heute das Krankenhaus auf eigenes Risiko verlassen“ geschrieben habe, tauchte plötzlich die Diagnose COPD(Lungenkrankheit, die zu 90% Raucher bekommen) auf. Nun versuche ich verzweifelt, aber auch vergeblich zu erfahren, wer diese Diagnose als erstes gestellt hat. Ich hoffe, ihr könnt diesen Gesprächsfetzen gedanklich folgen. 😉

„Herr Doktor(Diabetologe), warum haben sie in diesem Patientenbrief die Diagnose COLD(Chronic obstructive lung disease) eingetragen und wie kommen sie zu dieser Diagnose“?
„Sie sind Raucherin und alle Raucher haben das“!
„Und warum haben sie mich nicht darüber informiert“?
„Ähm…., wir sind für die hauptsächlich für die Diabetes zuständig….“
Ach so!? 😯

„Frau Doktor(Pneumologin), ich denke ich habe seit über 30 Jahren Asthma!? In einer der führenden Asthmakliniken, in einer Lungenfachklinik und mehrere Lungenfachärzte, unter anderem auch sie, haben die gleiche Diagnose gestellt. In mehreren Krankenhäusern wurden meine akuten Asthmaanfälle behandelt, nun heißt es plötzlich ich habe COPD!? Ich war doch erst letztes Jahr zur Untersuchung bei ihnen“?
„Da habe ich das ja auch diagnostiziert…“
„Warum haben sie mir denn Nichts davon gesagt“?
„Sie sind doch nicht wieder gekommen“.
Ich habe sie doch gefragt. Wenn sie gesagt hätten kommen sie wieder, dann….
„Hätte doch keinen Sinn gemacht, ihr Hausarzt war etwas eigen. Er hätte sowieso gemacht was er will“.
Ach so!? 😯
Sie hätten mir doch aber etwas sagen können, dann wäre ich doch gekommen.
„Sie hätten ja den Brief lesen können, den ich Doktor…. geschrieben habe“.
„Wenn er mir davon nicht erzählt, kann ich es doch nicht wissen!?“
„Und die Medikamente die sie nehmen taugen auch nicht viel. Die müssen sie nach und nach absetzen“.
„Ach so“! 😯

Diese Knalltüte von Ärztin wollte mir nach einem schweren Asthmaanfall, der übrigens von ihr behandelt wurde, ein Sauerstoffgerät verschreiben.
Übrigens soll ich nun, weil ich immer wieder nachfragte beide Krankheiten haben.
Und… nun kommt der Hammer!!!! Sie hat selbstverständlich bis zur letzten Untersuchung Asthma bronchiale diagnostiziert. Schon Mist, wenn man seine eigenen Diagnosen nicht lesen kann und nicht mehr weiß..

Mittlerweile bin ich jetzt 3 Wochen Nichtraucherin. Ich bin ein ganz klein wenig stolz auf mich.


Ich habe das Krankenhaus heute auf eigenes Risiko verlassen!!!

Vielen Dank für eure Anteilnahme und guten Wünsche. Sie haben mir Mut und Kraft gegeben!!!

Und nun muss ich meiner Wut, dem Frust, der menschlichen Enttäuschung und vielem mehr Luft machen. Ich kann weder garantieren objektiv zu bleiben noch die chronologische Reihenfolge einzuhalten.
Im Laufe der Jahre verlor ich immer mehr das Vertrauen in die Ärzte, entwickelte gegen Krankenhäuser eine gewisse Phobie. Nun sitze ich hier an meinem Läppi und frage mich, bin ich noch normal oder sollte ich einen Seelenklempner aufsuchen.
Wie ich geschrieben hatte, ging es mir gesundheitlich beständig schlechter. Ich hatte das Gefühl, jemand saugt das Leben aus mir raus. Nachdem in der Chaosbude die Erkältungswelle ausbrach, erwischte es auch mich. Dachte ich… !?
Da sich mein Gesundheitszustand drastisch verschlechterte, brachte mein Mann mich in einem schweißig, fiebrigen Zustand zu meinem neuen Hausarzt. Ihr könnt euch erinnern? Der, der Alles auf das Rauchen schob. Ich pfiff aus dem letzten Loch und begab mich auf eindringlichen Rat dieses Arztes in ein Krankenhaus, damit man mich dort sofort an einen Tropf mit Antibiotika „hängen“ konnte. Und nun begann für mich das Unfassbare!!!
Ich hatte davon gehört, dass es mittlerweile eine Zweiklassengesellschaft unter den Patienten gibt, die Privatpatienten und die Kassenpatienten. Ihr irrt euch!!! Es gibt die dritte Klasse, den Abschaum die Raucher.
In der Notaufnahme interessierte niemanden wie schlecht es mir ging. Mir wurde erzählt, was für ein schlechter Mensch ich bin, welche meiner Krankheiten durch das Rauchen entstanden sind, das ich auch als Pflegefall mich selbst an-und ausziehen kann usw.. Erst als ich drohte zu gehen, wurde dieses Gesülze beendet.
Auf Station dieser religiösen Einrichtung kamm dann der absolute Hammer. Ich böse Raucherin habe kein Asthma sondern COPD. Eine Krankheit die nur Raucher bekommen. So stand es auf meinem Einweisungsschein, Punkt. Als wurde ich ins Bett gelegt, musste inhalieren und das war es. Ich erfuhr noch von meinen guten Blutwerten, das ich keine Lungenentzündung habe….. und das war es.
Gegen 22.00 Uhr merkte ich dann, das ein derber Asthmaanfall im Anmarsch war, dachte ich…. Treu und brav klingelte ich voller Vertrauen nach der Schwester und bekam dann den nächsten Schock. Ich wäre Lungenkrank vom Rauchen, hätte inhaliert, fertig. Zum ersten Mal in 30 Jahren als Asthmatiker bekam ich etwas Angst. Also begann ich etwas lauter und rebellisch zu werden bis man eine Ärztin holte. Erst als ich dieser drohte das KH zu verlassen, einen Notarzt zu alarmieren, wurde mir geholfen. Allerdings auch dann erst, als ich der Ärztin verraten hatte, wieviel Cortison mir üblicherweise gespritzt wurde.
Von diesem Moment an habe ich bis Sonntag keinen Arzt mehr zu sehen bekommen. Inhalationen wurden mir nur widerwillig und sporadisch verabreicht, sämtliche Medikamente laufend geändert, usw..
Entschuldigt, mein Beitrag wird zu lang und wohl auch zu langweilig, aber ich muss… ich kann nicht anders.
Lange Rede, kurzer Sinn-ich verließ heute dieses Krankenhaus (nach harter Diskussion mit eben dieser Ärztin) um meinen Hausarzt zur Rede zu stellen. Dort verlor ich total den Glauben. Der arme Mann ist gut, scheinbar richtig gut. Er hat diese Diagnose aus einem Patientenbrief von meinem Diabetologen. Ausgerechnet dieser hatte bis heute mein absolutes Vetrauen. Wie kommt dieser Mann nun zu dieser Diagnose?
Jedenfalls hat mein neuer Hausarzt sofort in meinem Beisein am Telefon diese Ärztin zur Rede gestellt und kam zu dem Ergebnis, dass es richtig war, das Krankenhaus zu verlassen.
Ich muss jetzt aufhören, denn ich bin total erledigt. Ich habe noch nette Details, die ich vielleicht morgen folgen lasse. Ich habe nicht viel Zeit, denn ich habe beschlossen in den Krieg zu ziehen. Vielleicht kann ich 1 oder 2 Patienten dieses Schicksal ersparen.


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