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Und so geht es weiter

Nachdem sich also diese/r Besucher/in eine Ladung Parfüm verabreicht hatte, bekam ich einen netten Asthmaanfall. Einer der Männer raste los und alarmierte das Pflegepersonal. Ein junger Arzt sprang in mein Bett, nahm mich in den Arm, massierte mir den Rücken und sprach mir Mut zu. Es tummelten sich in kürzester Zeit eine Menge Leute um mein Bett. Die Besucher von meiner Bettnachbarin wurden brutal aus dem Zimmer „geschmissen“. Es wurde viel gemacht, es lagen Unmengen von Medikamenten herum, die nicht gebraucht wurden. Erst der herbei gerufene Internist brachte System in die Sache. Ich sollte es ja nicht sagen, ich musste innerlich grinsen. Ein Urologe klärte mich mit folgenden Worten später auf – „Wir in der Urologie kennen uns mit solchen Sachen doch nicht aus“. „Herr Doktor, nicht nur in der Urologie“. Vorsichtshalber saß der junge Arzt noch ca. eine halbe Stunde an meinem Bett und passte auf mich auf.
Gleich nach der OP bekam ich die erste Chemo. Ich bin immer noch total geschwächt und meine Blase macht auch was sie will.
Die Tage bekam ich das Untersuchungs-Ergebnis aus der Pathalogie. Ergebnis, ich werde am 17. April wieder operiert. Anschließend gleich wieder, wer weiß wie lange, Chemo.
Ich schwöre, ich habe diesmal bei der Vergabe von Krankheiten nicht „Hier“ geschrien.

Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Langsam wird es kritisch

Da wird die OP verschoben, weil ich eine Erkältung habe. Keine Erklärung wie ich mich verhalten soll, keine Medikamente, nix…
Also melde ich mich bei meinem HNO-Arzt an. Dieser schlägt bildlich gesehen die Hände über dem Kopf zusammen. Seiner Meinung nach hätte ich zur Kontrolle im Krankenhaus bleiben sollen, mindestens aber Antibiotika bekommen müssen. Somit schlucke ich seit Mittwoch letzter Woche Antibiotika. Als wir nach Hause kommen,liegt ein Brief von der MHH im Briefkasten. Am 15.12. werde ich stationär aufgenommen, am 16.12. soll ich operiert werden. Zwei Tage später kommt der nächste Brief. Nun soll ich mich am 12.12. bei der Anmeldung einfinden, weil da sämtliche Untersuchungen gemacht werden sollen. Der Witz, ich muss mir Essen und Trinken mitbringen, denn ich werde mich bis ca. 14.00 bis 16.00 in der MHH aufhalten. Am 14.12. soll ich dan abends stationiär aufgenommen werden, um am 15.12. unter’s Messer zu kommen. Ich habe nur noch ein müdes Lächeln, typisch MHH.
Meine Erkältung wird unterdessen immer schlimmer, bei jeder Bewegung fange ich an zu husten. Heute habe ich endlich einen Termin bei meinem Hausarzt, auf den ich schon seit 6 Wochen warte. Kaum in der Praxis bekomme ich einen meiner berühmt-berüchtigten Asthmaanfälle. Alles bricht, inclusive dem Arzt, in Panik aus. Mein Doc will mich sofort ins Krankenhaus einweisen lassen. Nur mein verneinendes Fuchteln mit den Armen und der Hinweis von meinem Mann, dass ich eh ins Krankenhaus muss, hält ihn davon ab. Nach eigenen Angaben des Arztes hat er noch nie so einen schlimmen Anfall erlebt. Ich nicke wissend, schließlich ist er nicht der erste und wird auch nicht der letzte sein.
Nun muss ich zusätzlich jede Menge Cortison schlucken, morgen beim HNO-Arzt nach dem Ergebnis vom Abstrich im Hals fragen, beim Hausarzt nach den Blutergebnissen und in der MHH wie es nun weitergehen soll. So ein Anfall in Narkose und sie sind.. sie wissen schon, O-Ton meine Doc. Für die OP sieht es also schlecht aus. Was wird nur mit meinem Matschehirn, die sich auflösenden Knochen, dem vermutlich abfließenden Hirnwasser? Ich will es lieber nicht wissen. Damals nannte man es eine tickende Zeitbombe.
Denkt nicht, dass ich jetzt in der Ecke sitze und Trübsal blase. Ich auf keinen Fall. Ich mache fleißig bei FB Gewinnspiele mit. Habe auch schon einen Herrenschal in einer Glasflasche gewonnen. Da der Preis in Bochum abgeholt werden muss, hat sich die liebe Claudia http://www.papier-zeug.de den Gewinn abzuholen. Im Gegenzug war der Veranstalter http://www.city-point-bochum.de/ so nett das zuzulassen.

Passt gut auf und habt einen schönen Tag.


Ich bin wieder da

Zwei Stunden Wartezeit, eine Krankenschwester merkt das ich eine leichte Erkältung habe, Ärztin holen , ein Anruf bei den Narkoseärzten und ich darf wieder gehen. Ich weiß nicht wer erleichterter war, das Krankenhauspersonal oder ich. Auf der einen Seite bin ich froh, auf der anderen heißt es weiter zittern, denn die OP muss so schnell wie möglich gemacht werden und ich habe heute morgen wieder Einzelheiten erfahren, die ich geahnt, aber lieber nicht gewußt hätte.

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Große Ereignisse werfen ihre Schatten

Zu Opossums 70. Geburtstag haben wir mit Paula und Muckelchen zusammen Kaffee getrunken. Am Samstag, also morgen, feiern wir nun im größeren Kreis den 70. nach und nun haltet euch fest, Muckelchens 7. Geburtstag. So schnell vergeht die Zeit. Meine 86jährige Mutter holen wir dann auf ihren eigenen Wunsch am Sonntag zu uns.
Das war’s für mich dann schon mit den angenehmen Ereignissen. Heute habe ich der MHH in Hannover einen Besuch abgestattet. Ergebnis, auf gut deutsch gesagt, (entschuldigt bitte diesen Ausdruck) absolute Scheiße. Ich muss schnellstens unter’s Messer, ganz schnell. Montag morgen ist es also vorbei mit lustig. Ich werde am Dienstag operiert. Da es sich um eine schwere Operation handelt, gibt es wegen meinem gesundheitlichen Zustand nicht nur umfangreiche sondern auch sehr unangenehme Vorbereitungen für die OP. Die letzte liegt mittlerweile 6 Jahre zurück. Heute habe ich nun endlich mal erfahren, dass es beim Intubieren schwere Probleme gab. Nun endlich weiß ich, warum ich seit damals mit dem Sprechen Schwierigkeiten habe. ich bin mal wieder hellauf begeistert. „Lange Rede kurzer Sinn“, wegen dieser Probleme werden mir vorher durch Nase und Hals Kameras geschoben, damit sie sehen, ob und wie… Tja und zusätzlich werden mir Zugänge am Hals und Hand gelegt. Falls es Probleme gibt, ihr wisst schon… ASS muss ich morgen absetzen, Wasserentzugstabletten dann am Morgen der Schnippelei, die anderen kann ich noch statt Frühstück schlucken. Halleluja!!!!! Und und und… Den Hinweis, dass die Narkoseärzte nicht begeistert sind, mich auf dem Tisch zu sehen, den konnte sich der Anästhisist natürlich nicht verkneifen.
Im Gegenzug habe ich verlangt, sie sollen sich ja Mühe geben. Nun sitze ich hier (sinnbildlich) mit voller Hose und würde mich am liebsten irgendwo verkriechen und hoffen, dass der Kelch an mir vorbei geht.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und passt gut auf euch auf.


Unglaublich aber wahr/ Fortsetzung

Ich will nicht mehr. ich mag nicht mehr. Ich habe die Schnauze von Krankenhäusern und Ärzten für *ichweißnichtwielange* gestrichen voll.
Nachdem die Wut bei mir verraucht ist, macht sich bei mir Hoffnungslosigkeit und eine große innere Leere breit. Genug ist genug…
Am Montag hatte ich meinen Termin im Krankenhaus um die OP am linken Oberarm zu besprechen, vorzubereiten, *ichweißselbstnichtmehrsogenau*.
Da waren sich nun endlich mal drei Ärzte einig, mein Hausarzt hatte für mich einen Termin im KH gemacht, alles schien diesmal zu klappen. Wenn da nicht so eine Oberknalltüte von Arzt in der plastischen Chirugie gewesen wäre. Die Schmerzen könnten nicht davon kommen, die Ärzte wollten mir nur helfen obwohl mir nicht zu helfen sei, bei meinen vielen Krankheiten könnte man die genaue Ursache für die wahnsinnigen Schmerzen nicht mehr feststellen, ob ich mit meinen Krankheiten überhaupt eine OP noch durchstehen würde. Bla Bla Bla Blablabla…. Keiner konnte sich an den Anruf meines Hausarztes erinnern, mein Doc war natürlich nicht in der Praxis zu erreichen, der Chefarzt der Klinik konnte sich auch nicht erinnern. Über zwei Stunden Wartezeit, keine zehn Minuten Gespräch und die blöde Bbdüm und Opossum standen ziemlich fassungslos auf der Straße.
Langsam frage ich mich, mache ich etwas falsch, wenn ja was. Komme ich vom Mars, rede ich so undeutlich oder weht in Deutschland für chronisch Kranke ein immer rauerer Wind? Ich weiß es nicht, es interessiert mich auch recht wenig. Ich habe einen Anspruch auf eine vernünftige Behandlung. Grrrrrrrrrr, ich glaube ich platze gleich vor Wut. Bloß nicht nachdenken…

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


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