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Langsam wird es kritisch

Da wird die OP verschoben, weil ich eine Erkältung habe. Keine Erklärung wie ich mich verhalten soll, keine Medikamente, nix…
Also melde ich mich bei meinem HNO-Arzt an. Dieser schlägt bildlich gesehen die Hände über dem Kopf zusammen. Seiner Meinung nach hätte ich zur Kontrolle im Krankenhaus bleiben sollen, mindestens aber Antibiotika bekommen müssen. Somit schlucke ich seit Mittwoch letzter Woche Antibiotika. Als wir nach Hause kommen,liegt ein Brief von der MHH im Briefkasten. Am 15.12. werde ich stationär aufgenommen, am 16.12. soll ich operiert werden. Zwei Tage später kommt der nächste Brief. Nun soll ich mich am 12.12. bei der Anmeldung einfinden, weil da sämtliche Untersuchungen gemacht werden sollen. Der Witz, ich muss mir Essen und Trinken mitbringen, denn ich werde mich bis ca. 14.00 bis 16.00 in der MHH aufhalten. Am 14.12. soll ich dan abends stationiär aufgenommen werden, um am 15.12. unter’s Messer zu kommen. Ich habe nur noch ein müdes Lächeln, typisch MHH.
Meine Erkältung wird unterdessen immer schlimmer, bei jeder Bewegung fange ich an zu husten. Heute habe ich endlich einen Termin bei meinem Hausarzt, auf den ich schon seit 6 Wochen warte. Kaum in der Praxis bekomme ich einen meiner berühmt-berüchtigten Asthmaanfälle. Alles bricht, inclusive dem Arzt, in Panik aus. Mein Doc will mich sofort ins Krankenhaus einweisen lassen. Nur mein verneinendes Fuchteln mit den Armen und der Hinweis von meinem Mann, dass ich eh ins Krankenhaus muss, hält ihn davon ab. Nach eigenen Angaben des Arztes hat er noch nie so einen schlimmen Anfall erlebt. Ich nicke wissend, schließlich ist er nicht der erste und wird auch nicht der letzte sein.
Nun muss ich zusätzlich jede Menge Cortison schlucken, morgen beim HNO-Arzt nach dem Ergebnis vom Abstrich im Hals fragen, beim Hausarzt nach den Blutergebnissen und in der MHH wie es nun weitergehen soll. So ein Anfall in Narkose und sie sind.. sie wissen schon, O-Ton meine Doc. Für die OP sieht es also schlecht aus. Was wird nur mit meinem Matschehirn, die sich auflösenden Knochen, dem vermutlich abfließenden Hirnwasser? Ich will es lieber nicht wissen. Damals nannte man es eine tickende Zeitbombe.
Denkt nicht, dass ich jetzt in der Ecke sitze und Trübsal blase. Ich auf keinen Fall. Ich mache fleißig bei FB Gewinnspiele mit. Habe auch schon einen Herrenschal in einer Glasflasche gewonnen. Da der Preis in Bochum abgeholt werden muss, hat sich die liebe Claudia http://www.papier-zeug.de den Gewinn abzuholen. Im Gegenzug war der Veranstalter http://www.city-point-bochum.de/ so nett das zuzulassen.

Passt gut auf und habt einen schönen Tag.

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Ich bin wieder da

Zwei Stunden Wartezeit, eine Krankenschwester merkt das ich eine leichte Erkältung habe, Ärztin holen , ein Anruf bei den Narkoseärzten und ich darf wieder gehen. Ich weiß nicht wer erleichterter war, das Krankenhauspersonal oder ich. Auf der einen Seite bin ich froh, auf der anderen heißt es weiter zittern, denn die OP muss so schnell wie möglich gemacht werden und ich habe heute morgen wieder Einzelheiten erfahren, die ich geahnt, aber lieber nicht gewußt hätte.

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Große Ereignisse werfen ihre Schatten

Zu Opossums 70. Geburtstag haben wir mit Paula und Muckelchen zusammen Kaffee getrunken. Am Samstag, also morgen, feiern wir nun im größeren Kreis den 70. nach und nun haltet euch fest, Muckelchens 7. Geburtstag. So schnell vergeht die Zeit. Meine 86jährige Mutter holen wir dann auf ihren eigenen Wunsch am Sonntag zu uns.
Das war’s für mich dann schon mit den angenehmen Ereignissen. Heute habe ich der MHH in Hannover einen Besuch abgestattet. Ergebnis, auf gut deutsch gesagt, (entschuldigt bitte diesen Ausdruck) absolute Scheiße. Ich muss schnellstens unter’s Messer, ganz schnell. Montag morgen ist es also vorbei mit lustig. Ich werde am Dienstag operiert. Da es sich um eine schwere Operation handelt, gibt es wegen meinem gesundheitlichen Zustand nicht nur umfangreiche sondern auch sehr unangenehme Vorbereitungen für die OP. Die letzte liegt mittlerweile 6 Jahre zurück. Heute habe ich nun endlich mal erfahren, dass es beim Intubieren schwere Probleme gab. Nun endlich weiß ich, warum ich seit damals mit dem Sprechen Schwierigkeiten habe. ich bin mal wieder hellauf begeistert. „Lange Rede kurzer Sinn“, wegen dieser Probleme werden mir vorher durch Nase und Hals Kameras geschoben, damit sie sehen, ob und wie… Tja und zusätzlich werden mir Zugänge am Hals und Hand gelegt. Falls es Probleme gibt, ihr wisst schon… ASS muss ich morgen absetzen, Wasserentzugstabletten dann am Morgen der Schnippelei, die anderen kann ich noch statt Frühstück schlucken. Halleluja!!!!! Und und und… Den Hinweis, dass die Narkoseärzte nicht begeistert sind, mich auf dem Tisch zu sehen, den konnte sich der Anästhisist natürlich nicht verkneifen.
Im Gegenzug habe ich verlangt, sie sollen sich ja Mühe geben. Nun sitze ich hier (sinnbildlich) mit voller Hose und würde mich am liebsten irgendwo verkriechen und hoffen, dass der Kelch an mir vorbei geht.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und passt gut auf euch auf.


Unglaublich aber wahr/ Fortsetzung

Ich will nicht mehr. ich mag nicht mehr. Ich habe die Schnauze von Krankenhäusern und Ärzten für *ichweißnichtwielange* gestrichen voll.
Nachdem die Wut bei mir verraucht ist, macht sich bei mir Hoffnungslosigkeit und eine große innere Leere breit. Genug ist genug…
Am Montag hatte ich meinen Termin im Krankenhaus um die OP am linken Oberarm zu besprechen, vorzubereiten, *ichweißselbstnichtmehrsogenau*.
Da waren sich nun endlich mal drei Ärzte einig, mein Hausarzt hatte für mich einen Termin im KH gemacht, alles schien diesmal zu klappen. Wenn da nicht so eine Oberknalltüte von Arzt in der plastischen Chirugie gewesen wäre. Die Schmerzen könnten nicht davon kommen, die Ärzte wollten mir nur helfen obwohl mir nicht zu helfen sei, bei meinen vielen Krankheiten könnte man die genaue Ursache für die wahnsinnigen Schmerzen nicht mehr feststellen, ob ich mit meinen Krankheiten überhaupt eine OP noch durchstehen würde. Bla Bla Bla Blablabla…. Keiner konnte sich an den Anruf meines Hausarztes erinnern, mein Doc war natürlich nicht in der Praxis zu erreichen, der Chefarzt der Klinik konnte sich auch nicht erinnern. Über zwei Stunden Wartezeit, keine zehn Minuten Gespräch und die blöde Bbdüm und Opossum standen ziemlich fassungslos auf der Straße.
Langsam frage ich mich, mache ich etwas falsch, wenn ja was. Komme ich vom Mars, rede ich so undeutlich oder weht in Deutschland für chronisch Kranke ein immer rauerer Wind? Ich weiß es nicht, es interessiert mich auch recht wenig. Ich habe einen Anspruch auf eine vernünftige Behandlung. Grrrrrrrrrr, ich glaube ich platze gleich vor Wut. Bloß nicht nachdenken…

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Hannover deine Krankenhäuser

Ich bin zum *ichweißnichtwievieltenmal*  geschockt, fassungslos, frustriert, genervt, entnervt, sprachlos.

Seit vielen Wochen kann ich vor starken Schmerzen kaum noch den Oberarm bewegen.  Die Schmerzen zogen mit der Zeit in den Oberkörper, ja sogar die linke Hand und das Bein sind schon betroffen.   Die verschiedensten Körperteile kloppen sich mir darum mir das Leben so schwer wie möglich zu machen.   War ich schon lange von Schmerzen geplagt und in meiner Bewegung immer mehr eingeschränkt, jetzt  habe ich auch im Ruhestand unerträgliche Schmerzen,  kann mit dem linken Arm fast nichts mehr machen.

Die  Diagnose war schnell gestellt, denn mein Hausarzt ist schließlich ein pfiffiges Kerlchen.  Es gab zwei Möglichkeiten, entweder noch mehr  Valoron zun schlucken oder sogar Morphin zu nehmen. Wie ihr wißt  weigere ich mich bis dato standhaft auf Morphin umzusteigen.  Die zweite Möglichkeit wäre es wird an meinem Arm rumgeschnippelt.  Ich sage nur Risikofaktoren, also müßte ich ins Krankenhaus.  Ich entschied mich also für Valoron, aber auch ich bin nur bis zu einem bestimmten Punkt leidensfähig.  Mein Doc stellte rucki zucki einen Einweisungsschein aus und überließ mich dann meinem Schicksal. Und nun kommt’s. Ich würde nicht Bbdüm heißen, wenn nun alles glatt von der Bühne ginge.

Ich rief im Krankenhaus an, erklärte die Sachlage und es wird keinen großartig verwundern, ich wurde gefühlte 98x verbunden, bis ich die vermeintlich  zuständige Dämlichkeit am Telefon hatte.  Um, tja um zu erfahren, dass ich von einem Facharzt eine Überweisung brauche. Mit anderen Worten,  Hausärzte sind wohl zu dämlich.  Ich informierte meinen Doc, der verdrehte die Augen und meinte lapidar, „Typisch Deutschland“, empfahl mir  einen Facharzt und bat ihn auf dem laufenden zu halten.  Nach fast zwei Wochen konnte ich endlich den Orthopäden mit meiner Angelegenheit nerven und bereits nach nur 10 Minuten die Praxis mit einer Überweisung verlassen.

Ich rief also wieder im Krankenhaus an, verlangte die vorhin erwähnte Dämlichkeit, die eigenartigerweise keiner kannte. Also verband man mich wieder gefühlte…, ich erklärte der nächsten Dämlichkeit alles, bekam für Mitte September einen Termin. Wies auf meine starken Schmerzen hin,  worauf der Vorschlag kam, ich soll in der Ambulanz vorstellig werden.   Um alles abzukürzen, werde ich jetzt wohl im Telegrammstil schreiben, sonst  verliert ihr nicht nur die Lust weiterzulesen, ihr bekommt  zusätzlich  entzündete Augen.

Vereinbarung getroffen wann ich in der Ambulanz aufschlage oder doch den Termin in Anspruch nehme. Eine Stunde später wieder ein Anruf von der Dämlichkeit, sie würden  die OP in dem Umfang nicht machen, ich müsste in ein bestimmtes Krankenhaus.   Bei Gugel erfuhr ich, die für mich zuständige Abteilung sei mittlerweile in der MHH. Rief die dortige Auskunft an, die mir erklärte dass das nicht stimmt. Also rief ich in dem Krankenhaus an.  Nein, die für mich zuständige Abteilung sei in der MHH.  Gugel hatte recht, der Vollpfosten in der Auskunft sollte seinen Beruf wechseln.   Ich rief daraufhin  auf der zuständigen Station wegen eines Termins an. Ratet mal, habe ich jetzt einen… ? Natürlich nicht. Nun brauche ich eine Überweisung von einem anderen Facharzt oder der Orthopäde soll  mit dem  Oberarzt die Sache besprechen.

Eine kurz vor dem Herzinfarkt stehende Bbüm rief bei ihrem Orth… an, erzählte mit Fusseln vor dem Mund zum bestimmt 10. Mal die Sache. Der Arzt war natürlich im Moment nicht zu sprechen, ich sollte nachmittags wieder anrufen. Sie würde mit dem Arzt sprechen. Nachmittags war natürlich, welch Wunder, die Arzthelferin nicht da, die Ärzte erst recht nicht. Wieder erklären, zur nächsten Arzthelferin verbunden werden, wieder erklären, um dann zu hören, so etwas hätte sie noch nie gehört, dass erste Krankenhaus hätte mich kommen lassen müssen und ein Arzt hätte entscheiden müssen. .. So schlau bin ich auch noch. Ich sollte doch das und das machen, denn es wäre für den Arzt ein viel zu großer Zeitaufwand, bla bla bla.  Ich sollte doch mich nochmal mit dem ersten Krankenhaus in Verbindung setzen oder in ein anderes Krankenhaus gehen.  Da ein KH auf der Überweisung steht, müsste ich wohl eine neue haben.

Ich sehe euch die Augen verdrehen.  Ihr denkt jetzt, warum hat sie nicht dieses und jenes gesagt, getan.  Habe ich!!! Nur wenn ich das auch noch alles geschrieben hätte, dann…   Zum Schluß sage ich nur noch eins,  „ICH BIN ENTNERVT“ und überlege ob ich nicht lieber den Rest meines Lebens, mit der Gewißheit, dass die Schmerzen davon nicht ganz verschwinden,  Morphin schlucke.

Ich wünsche euch ein sonniges Wochenende und passt gut auf euch auf.

 


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