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So langsam bin ich genervt

So langsam weiß ich nicht mehr, was ich von den Ärzten halten soll. Was ich jetzt erlebt habe, schlägt dem Fass den Boden aus.
Seit dem 24. November müssen die ach so lebenswichtigen Operationstermine wegen meiner Erkältung verschoben werden. Seit dem Tag zittere ich vor dem jeweiligen OP-Termin wegen der Risikofaktoren bei der Narkose. Muss und musste, damit ich keine Hirnhautentzündung bekomme, jeden Tag in recht hoher Dosierung Antibiotika nehmen und durfte meine Haare nicht waschen, damit kein Wasser ins Ohr und somit in den Kopf gelangt.
Warum ich das schreibe, warum ich genervt bin? Ich bin nicht nur genervt, ich bin entsetzt, ratlos und mutlos. Wenn ich ehrlich bin, ich fühle mich als Spielball.
Da gehe ich, weil mein HNO-Arzt Urlaub hat, zu einer der Ärztinnen, die auch in der Praxis sind. Und plötzlich wird unfreundlich gefragt, warum mein Lungenfacharzt noch nicht untersucht hat, warum ich so lange erkältet bin. Wie soll er, wenn er nichts davon weiß. Da werde ich fast ausgelacht, weil ich meine Haare nicht wasche. Ich will euch weitere Details ersparen. Mein OP-Termin ist, nachdem diese Ärztin der MHH ihren Bericht gefaxt hat, auf unbestimmte Zeit verschoben. Plötzlich habe ich alle Zeit der Welt. Versteht mich nicht falsch, ich bin bestimmt nicht „gierig“ operiert zu werden, aber hier geht es nicht um eine ungefährliche Sache. Wie ein Arzt mal zu mir sagte, wenn der Kopf kaputt ist, dann ist Ende. Sich auflösende Knochen bilden sich nicht wieder neu.
Ich danke euch für euer Daumen drücken. Ihr könnt aufhören. Langsam habe ich das Gefühl, ich bin zum Abschuss freigegeben.
Habt ein schönes Wochenende und passt gut auf euch auf.


Auweia

Natürlich war mir klar, dass mein Geschwafel im Internet jeder lesen kann. Natürlich war mir klar, es werden einige Verwandte und auch Bekannte nachsehen was ich hier so von mir gebe. Natürlich…
Natürlich  machte es mich stutzig, wenn mich plötzlich einige Dorfbewohner so eigenartig anguckten oder andere mich plötzlich grüßten.
Natürlich wunderte ich mich, weil ich von einigen Nachbarn nicht gegrüßt wurde. Mein Matschehirn qualmte des öfteren vor lauter Grübelei. Ich wäre doch nie auf die Idee gekommen…
Natürlich könnten diese besagten Leute mit ihrem Ohr an unserer Hauswand kleben. Ich halte es allerdings eher für unwahrscheinlich. Ich bin zwar schwerhörig, mein Matschehirn streikt auch ab und zu, aber das würde selbst mir auffallen. Ich überlege hin, ich überlege her, es gibt nur diese eine Möglichkeit. Besagte Personen können ihr Wissen nur aus unserem Blog haben. Ich könnte natürlich auch an Verfolgungswahn leiden, wie entsetzlich.
Was mache ich nun? „Pelle ich mir ’nen Ei“ da drauf, kauf ich mir eine Tarnkappe, zeige nur noch Fotos oder so!? Ich könnte natürlich nur noch Passwörter verwenden, einen neuen Blog eröffnen oder aufhören zu bloggen. Die Angelegenheit muss gut überlegt werden. Und da beginnt schon mein Problem! Ich schreibe lieber erst und überlege dann. Wenn ich überhaupt mal überlege… 😉
He Verwandte, Bekannte, Nachbarn und/oder Dorfbewohner outet euch doch wenigstens mal. So heimlich finde ich unheimlich.
Denkt dran:

                             Ich liebe euch doch alle.


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