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Ja, sie lebt noch…..

…, sie lebt noch…
Ich durfte gestern abend um 18.45 Uhr endlich das Krankenhaus verlassen.
Nach 2 Tagen Intensivstation, gefühlten 395 Untersuchungen, viel Spaß und Gelächter, aber auch Schmerzen und Aufregung, durfte ich vorläufig nach Hause.
Schon seit längerer Zeit hatte ich Herzstolpern mit Übelkeit und Schwindel. Beim Aufstehen, Druckgefühl auf der Brust und Ausstrahlung in den linken Arm, zusätzlich merkte ich eine immer größer werdende Schwäche. Ich schob es auf meine bekannte Herzschwäche, auf Aufregung, hörte dummerweise auf die Ärzte und dusselig wie ich bin, nicht auf meinen Instinkt.
Irgendwann wurde mir klar, da stimmt was nicht, wartete noch ein paar Tage, um dann endlich zum Arzt zu fahren.
In letzer Sekunde…, kurz vorm Herzinfarkt…
Diesem mir noch neuen Arzt habe ich einiges zu verdanken. Rein in die Praxis, sofort ins Untersuchungszimmer, EKG, Blutuntersuchung auf Herzinfarkt, Krankenwagen anrufen und zack, hinein mit mir.
In der Notaufnahme lief alles gut ab, keine Probleme bis ich auf der Intensivstation lag. Plötzlich jagte mein Blutdruck auf 246/140 und wollte ums verrecken nicht runter. Stundenlang Panik beim Personal, ewig wurde an mir rumgefummelt, gespritzt, untersucht und wieder untersucht. Wenigstens waren ein schicker Kardiologe und ein supernetter Pfleger ständig an meiner Seite. Die Schwestern waren natürlich auch nett, aber … 😉
Irgendwann wurde mir ein Katheter in die Blase verlegt, denn ich sollte eventuell einen Herzkatheter bekommen und hätte dann 24 Stunden ruhig liegen müssen. Die Untersuchung wurde wegen zu hohen Risiko erstmal verschoben. Natürlich wurde bei Legen des Katheters etwas verletzt und ich habe fast drei Tage geblutet, bekam zusätzlich noch eine Harnweginfektion. Man gönnt sich ja sonst nix…
Ich erspare euch mal weitere Details. Auf jeden Fall wurde eine nicht erkannte Herzkrankheit festgestellt und deswegen sollte heute bei mir eine Untersuchung mit dem Herzkatheter gemacht werden. Nach Absprache mit den Ärzten möchte ich diese jedoch, wegen der vielen Risikofaktoren, in der MHH Hannover machen lassen. Ich durfte erstmal nach Hause und tummele mich bald wieder im Krankenhaus rum.
Durch das nette Krankenhauspersonal und meine tollen Zimmergenossinnen hatte ich viel Spaß. Leider wurden sie ständig vor mir entlassen. 🙂

Ich wünsche euch allen einen schönen Tag und passt gut auf euch auf!!!


Da bin ich wieder

Nachdem mein Krankenhausaufenthalt bereits von Dienstag auf Mittwoch verschoben wurde, ich eine schlaflose Nacht hinter mich gebracht hatte, holte Opossum heute morgen von meinem Hausarzt den Einweisungsschein für die MHH ab.
Hatte ich erwähnt, dass ich schon seit Tagen ein ungutes Gefühl hatte, nächtelang von dem bevorstehenden Aufenthalt in der MHH träumte, ein ungutes Gefühl in der Magengrube wühlte? Wenn nicht, dann schreib‘ ich es jetzt.
Als ich den Einweisungsschein sah, beschlich mich ein noch eigenartigeres Gefühl. Ich sage es hier, wie schon so oft, mal wieder klar und deutlich, auch mein neuer Hausarzt gehört zu den Knalltüten, jedoch zu denen der größten der Nation.
War doch nicht der Grund der Einweisung klar und deutlich beschrieben, nein es standen nur irgendwelche Zahlen da.
Ich bin schon über 30x von verschiedenen Ärzten ins Krankenhaus geschickt worden, so etwas habe ich noch nicht gesehen.
Als wir nach einer Fahrt von gefühlten 3 Stunden, tatsächlich waren es ca. 20 Minuten, endlich bei der MHH ankamen, wurde mein mulmiges Gefühl stärker. Bereits vor den Schranken zum Klinikum stauten sich die Autos, mehrere Krankenwagen standen vor dem Eingang zur Notaufnahme, der Rettungsflieger startete.
Na gut, man soll die Hoffnung nicht aufgeben, also enterten wir die „Hallen“. Und schon ging es los, von Mitarbeiter am Aufnahmeschalter bis diverse Krankenschwestern und Ärzte, alles schüttelte ratlos über diese eigenartigen Zahlen den Kopf. Wenn in der Notaufnahme dieses riesigen Klinikums keiner damit etwas anfangen kann, wer dann?
Nachdem ich Auskunft über meine Krankheiten gegeben hatte, die Unterlagen von meinem letzten Krankenhausaufenthalt abgeliefert, mit meinem Hausarzt telefoniert, eine von meinen Klarsichthüllen spurlos verschwand, kurz gesagt etliche Leute kontaktiert worden waren, durfte ich wieder gehen. Jawoll, ihr lest richtig, ich bin wieder nach Hause geschickt worden. In den nächsten 2 bis 3 Wochen hat man für mich kein Bett. „Wir rufen sie an, sie können aber auch in das oder das Krankenhaus gehen“. Ein Lächeln, ein liebevolles Schulter streicheln, ein Hände schütteln und das war es mit meinem Krankenhausaufenthalt.
Ergebnis der ganzen Aufregung – Mein Arzt gehört doch zu den Knalltüten. Ich hätte im Bett bleiben sollen!!! Meine Nerven liegen blanker denn je.  Ich wurde noch nie so nett in der MHH behandelt. Morgen früh telefoniere ich hinter einem Bett her und quatsche mir die Lippen wund.
Übrigens:

                                 Ich liebe euch immer noch! 🙂


Eine kleine Stippvisite

Andere gehen Freitagabend  schön Essen, in die Disco oder Kino, machen sich eventuell einen schönen Abend zu Hause mit oder ohne Freunde oder sie fahren in den Wochenendurlaub. Ich Dussel verbringe den Abend in der Notaufnahme des Henriettenstiftes und anschließend im Krankenbett auf der sogenannten Durchgangsstation.    
Meine Lungen hatten mal wieder keinen Bock vernünftig ihren Dienst zu leisten und haben meinen Hausarzt (der mich mal wieder zu Hause besuchen durfte) in leichte Panik versetzt. (Kein Wunder, wenn er noch nicht mal ’ne Spritze und Medikamente in seinem Köfferchen hatte) Also ab ins Krankenhaus, ich gönn mir ja sonst nix… 😉
Ich war begeistert!!! Nette Ärzte, Schwestern und und und…. Ich bin in einem Krankenhaus noch nie so gestreichelt und in den Arm genommen worden. Nein, liebe FB-Fans, 😉 Dr. House war leider nicht da. Ich hätt ihn wirklich gern kennengelernt, er hat sich jedoch nicht blicken lassen.
Na ja, jedenfalls hätte ich fast nix zu nörgeln gefunden, wenn ja wenn das Krankenhaus nicht so „Asbach Uralt“ wäre. Außer dem Personal ist da wirklich alles älter als Methusalem, nur wahrscheinlich nicht so gut im Schuß.
Nachdem ich dann penetrant immer wieder gefragt habe wann ich wieder gehen darf, haben sie mich bereits Freitag entlassen. Laut Patientenbrief habe ich eindringlich darum gebeten. Brave Ärzte, sehr symphatisch. 
Lange Rede kurzer Sinn, wenn nun auch einige von euch gehofft hatten mit mir geht es zu Ende 😉 (wegen Dr. House und so), den Gefallen konnte ich euch leider nicht tun. Ich lebe und habe vor, diesen Zustand noch lange beizubehalten.
Ich werd mich also die nächsten Tage noch schonen, denn so ganz fit bin ich nicht so wirklich.
Ich wünsch euch allen ein wunderschönes, gesundes Wochenende und passt gut auf euch auf, denn:

                                    Ich liebe euch doch alle!


Ich habe das Krankenhaus heute auf eigenes Risiko verlassen!!!

Vielen Dank für eure Anteilnahme und guten Wünsche. Sie haben mir Mut und Kraft gegeben!!!

Und nun muss ich meiner Wut, dem Frust, der menschlichen Enttäuschung und vielem mehr Luft machen. Ich kann weder garantieren objektiv zu bleiben noch die chronologische Reihenfolge einzuhalten.
Im Laufe der Jahre verlor ich immer mehr das Vertrauen in die Ärzte, entwickelte gegen Krankenhäuser eine gewisse Phobie. Nun sitze ich hier an meinem Läppi und frage mich, bin ich noch normal oder sollte ich einen Seelenklempner aufsuchen.
Wie ich geschrieben hatte, ging es mir gesundheitlich beständig schlechter. Ich hatte das Gefühl, jemand saugt das Leben aus mir raus. Nachdem in der Chaosbude die Erkältungswelle ausbrach, erwischte es auch mich. Dachte ich… !?
Da sich mein Gesundheitszustand drastisch verschlechterte, brachte mein Mann mich in einem schweißig, fiebrigen Zustand zu meinem neuen Hausarzt. Ihr könnt euch erinnern? Der, der Alles auf das Rauchen schob. Ich pfiff aus dem letzten Loch und begab mich auf eindringlichen Rat dieses Arztes in ein Krankenhaus, damit man mich dort sofort an einen Tropf mit Antibiotika „hängen“ konnte. Und nun begann für mich das Unfassbare!!!
Ich hatte davon gehört, dass es mittlerweile eine Zweiklassengesellschaft unter den Patienten gibt, die Privatpatienten und die Kassenpatienten. Ihr irrt euch!!! Es gibt die dritte Klasse, den Abschaum die Raucher.
In der Notaufnahme interessierte niemanden wie schlecht es mir ging. Mir wurde erzählt, was für ein schlechter Mensch ich bin, welche meiner Krankheiten durch das Rauchen entstanden sind, das ich auch als Pflegefall mich selbst an-und ausziehen kann usw.. Erst als ich drohte zu gehen, wurde dieses Gesülze beendet.
Auf Station dieser religiösen Einrichtung kamm dann der absolute Hammer. Ich böse Raucherin habe kein Asthma sondern COPD. Eine Krankheit die nur Raucher bekommen. So stand es auf meinem Einweisungsschein, Punkt. Als wurde ich ins Bett gelegt, musste inhalieren und das war es. Ich erfuhr noch von meinen guten Blutwerten, das ich keine Lungenentzündung habe….. und das war es.
Gegen 22.00 Uhr merkte ich dann, das ein derber Asthmaanfall im Anmarsch war, dachte ich…. Treu und brav klingelte ich voller Vertrauen nach der Schwester und bekam dann den nächsten Schock. Ich wäre Lungenkrank vom Rauchen, hätte inhaliert, fertig. Zum ersten Mal in 30 Jahren als Asthmatiker bekam ich etwas Angst. Also begann ich etwas lauter und rebellisch zu werden bis man eine Ärztin holte. Erst als ich dieser drohte das KH zu verlassen, einen Notarzt zu alarmieren, wurde mir geholfen. Allerdings auch dann erst, als ich der Ärztin verraten hatte, wieviel Cortison mir üblicherweise gespritzt wurde.
Von diesem Moment an habe ich bis Sonntag keinen Arzt mehr zu sehen bekommen. Inhalationen wurden mir nur widerwillig und sporadisch verabreicht, sämtliche Medikamente laufend geändert, usw..
Entschuldigt, mein Beitrag wird zu lang und wohl auch zu langweilig, aber ich muss… ich kann nicht anders.
Lange Rede, kurzer Sinn-ich verließ heute dieses Krankenhaus (nach harter Diskussion mit eben dieser Ärztin) um meinen Hausarzt zur Rede zu stellen. Dort verlor ich total den Glauben. Der arme Mann ist gut, scheinbar richtig gut. Er hat diese Diagnose aus einem Patientenbrief von meinem Diabetologen. Ausgerechnet dieser hatte bis heute mein absolutes Vetrauen. Wie kommt dieser Mann nun zu dieser Diagnose?
Jedenfalls hat mein neuer Hausarzt sofort in meinem Beisein am Telefon diese Ärztin zur Rede gestellt und kam zu dem Ergebnis, dass es richtig war, das Krankenhaus zu verlassen.
Ich muss jetzt aufhören, denn ich bin total erledigt. Ich habe noch nette Details, die ich vielleicht morgen folgen lasse. Ich habe nicht viel Zeit, denn ich habe beschlossen in den Krieg zu ziehen. Vielleicht kann ich 1 oder 2 Patienten dieses Schicksal ersparen.


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