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Rollstuhl unerwünscht

„Sie können/dürfen mit dem Rollstuhl nicht in die Kapelle“, wurden wir in unfreundlichen Ton angesprochen. So erging es mir, als wir am Freitag auf dem St. Nikolai Friedhof in Hannover, der Mutter einer Freundin die letzte Ehre erweisen wollten.
Es gab scheinbar keine andere Möglichkeit, als mich die 12 Stufen hochzuquälen. Als mein Mann allerdings meinen Rolli mit in die Kapelle mitnehmen wollte, wurde der Ton noch unfreundlicher. Wir mussten den Rollstuhl tatsächlich draußen lassen und ich mich auf den sehr unbequemen Stuhl quälen. Wohlgemerkt, es war genügend Platz für mein Gefährt. Jetzt frage ich mich, was hätte man gemacht, wenn ich keinen Schritt mehr laufen könnte? Woher wußte diese Person, ich nehme an es war der Küster, dass ich noch in der Lage bin ein paar Meter zu gehen? Dürfen Rollstühle generell nicht mit in Kirchen oder Kapellen genommen werden, weil man Angst hat sie verursachen ruhestörenden Lärm, oder sie stören die Gläubigen? Ich fühlte mich auf alle Fälle wie ein Mensch dritter Klasse. Beschämend, wenn ein Pastor noch nicht mal ein paar erklärende Worte findet.
Aus Rücksichtnahme auf unsere Freundin und ihre Familie habe ich mich beherrscht und meinen Mund gehalten.

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Ein paar Worte

Heute sollen es bei uns tatsächlich 11° Grad werden. Ich werde Opossum mal fragen, ob wir nicht schon mal die Grillsaison eröffnen können. So ein lecker gegrilltes mageres Stück Fleisch oder eine Bratwurst mit einem schönen Salat wäre doch nicht schlecht.
Nachdem Göga und ich uns nun ungefähr vier Tage fast die Finger wund gewählt haben, hörte ich gestern endlich bei meinem Neurologen und Schmerztherapeuten das Freizeichen und bekam endlch einen Termin. Ihr werdet staunen, schon heute in einer Woche. Für die Zeit beiße ich doch läßig noch mal die Zähne zusammen und ertrage die Schmerzen. Es geschehen doch noch klitzekleine Wunder.
Es wird langsam Zeit, dass die Liste unserer „Lieblingsnachbarn“(Blogroll) aufgefrischt wird. Einige sind unbekannt verzogen, oder haben einen anderen Namen angenommen, einige sind hinzugezogen und ein oder zwei sind leider verstorben.
Am Wochenende will ich versuchen, ob ich meine Mutter besuchen kann. Sie wohnt leider in der 2. Etage. Für mich, mit meinen Krankheiten, eine kaum einnehmbare Hürde. Drückt die Daumen.

Ich wünsche euch einen wundervollen Freitag und passt gut auf euch auf.


Heiligabend in der Chaosbude

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Natürlich absolut chaotisch.

Da muss Opossum wie jedes Jahr Heiligabend noch Einkäufe tätigen.

Muckelchen will nicht in die Kirche gehen, schließlich will sie endlich den Weihnachtsmann sehen und sich mit ihm unterhalten. Nein, baden will sie auch nicht. Hat sie doch das eine Jahr dadurch den Weihnachtsmann verpasst. So ein Pech für uns, sie hat sich alle Ablenkungsmanöver, die die letzten Jahre angewandt wurden, gemerkt.

Da steht unsere Enkelin plötzlich ohne Vorwarnung im Wohnzimmer. Wo ich doch dabei war ihre Geschenke einzupacken. Gut das Omas immer Ausreden parat haben.

Muckelchen rennt wie verrückt die Treppe hoch, weil der Weihnachtsmann da ist. Mist, als sie oben ankommt ist er schon wieder weg.

Wie immer entsteht bei der Bescherung das absolute Chaos.
Meine Mutter weiß nicht, ob jeder von ihr Süßigkeiten bekam. Sie hat eine Tüte voll über. „Ach, dann habe ich wohl meine mitgebracht“.

Opossum rast wie ein „aufgescheuchtes Huhn“ um den Tisch rum und sammelt die Abfälle von den Verpackungen ein.

Ich amüsiere mich köstlich.

Wir haben noch nicht alles ausgepackt, da kommt Göga schon mit Kaffee und Kuchen angerannt.

Bei meiner Mutter spielen plötzlich Magen und Darm verrückt.

Ähm, macht man nicht normalerweise abends die Bescherung? 😯 Egal, wir machen es immer nachmittags. Der Vorteil, bei uns herrscht 10 Minuten Chaos und dann kehrt gemütliche Ruhe in der Chaosbude ein. Heiligabend kann beginnen.

Frohe Weihnachten und passt gut auf euch auf.


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In die Chaosbude ist wieder Ruhe eingekehrt, die Feiern sind vorbei. Wir haben noch jede Menge Schlachteplatte und Fisch abzugeben, denn von Opossums Gästen haben einige wegen Krankheit abgesagt. Was ihr wollt nicht? 😉 Na gut, dann frieren wir eben alles ein. Bei aller Liebe, ein-bis zweimal esse ich das fettige Zeug ganz gerne, aber dann reicht es. Und Fisch… *igittigitt*. Wenn ich den nur rieche schüttelt es mich schon, ich bekomme eine Gänsehaut und mir wird übel. Okay, so zweimal im Jahr mal so ein kleines Scheibchen Lachs, oder Fischstäbchen oder gebratenes Rotbarschfilet, aber wehe es schmeckt nach Fisch… *igittigitt*. Ich schüttele mich schon bei dem Gedanken. Genau so widerlich finde ich Milchsuppen, Grießbrei und Graupensuppe. Als ich Kind war hatte zum Glück unser Hausarzt Erbarmen mit mir. Er verbot mir sämtliche Gerichte mit Milch, warum weiß ich allerdings nicht mehr. Ich bin ihm noch heute dankbar dafür.
Und dann ist da noch die Graupensuppe*würg*. Meine Mutter mußte die dicken, von uns „Ochsenaugen“ genannt, nehmen, weil mein Vater die so gerne aß. Wenn die gekocht wurden, platzten sie und wurden schleimig. So was von eklig, widerlich. Mein Bruder und ich stritten uns jedesmal um den Ketchup. Wir schütteten jeder eine halbe Flasche in die Suppe damit wir sie überhaupt essen konnten. Leider waren früher die Flaschen nicht so groß wie heute und meine Mutter gab uns immer nur eine. Da die Suppe im Mund immer mehr wurde, brauchten wir gefühlte vier Stunden für einen Teller mit diesem wiederlichen Essen.. Irgendwie bekommt mir die fettige Wurst nicht, oder warum fällt mir das jetzt ein.
Egal, zwingt niemanden etwas zu essen, was er nicht mag und passt gut auf euch auf.


Immer wieder sonntags

…… kommt nicht die Erinnerung sondern die Langeweile. Damit ihr es nicht vergeßt, ich mochte den Sonntag noch nie. Was für ein öder Tag. Als Kind wurden wir früher in unser Sonntagsausgehkleid gesteckt, bekamen weiße Kniestrümpfe oder Söckchen an und durften uns bei Androhung härtester Strafen nicht schmutzig machen. Wie öde, wie langweilig. *gähn* Ich kann mich kaum an meine Kindheit erinnern(erwähne ich nur zu eurer Erinnerung), das weiß ich allerdings noch. Der Horror war, wenn es auf den Friedhof ging, meine Größmutter väterlicherseits besuchen. Mein strenger Vater war dann noch strenger als streng. Wir durften nicht laufen, nicht springen, nicht pfeifen oder singen, erst recht nicht lachen. Das macht man doch nicht… Warum? Ich weiß es nicht mehr. Es gehörte sich einfach nicht. Punkt aus, Ende der Durchsage. Wie beneideten wir unsere Mutter, sie blieb regelmäßig zu Hause. Das Essen mußte schließlich pünktlich auf dem Tisch stehen. Am schlimmsten war es immer am 1. Weihnachtstag. Alle anderen Kinder spielten selig mit ihrem neuen Spielzeug, nur wir mußten bei Wind und Wetter vormittags auf den Friedhof. Nicht das ihr nun denkt, er war um die Ecke. Selbstverständlich mußten wir mit der Bahn quer durch Hannover fahren. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Als Jugendliche mußte ich früh zuhause sein, weil ich am nächsten Tag zur Schule mußte, später dann, weil ja am Montag wieder die Arbeit anfing. Wie ätzend… *grummel* Keiner hatte Sonntags, wohl in Erwartung auf den Montag, Lust etwas zu unternehmen. Und heute… !? Hat kein Arzt seine Praxis auf, weil sie sich erholen wollen. Bodenlose Frechheit *lach*. Und wer denkt an mich? Ein Tag an dem ich keine Ärzte und ihr Personal ärgern kann. *g*
Warum habe ich euch das jetzt alles erzählt? Egal, „Lange Rede, kurzer Sinn“, ich könnte auf den Sonntag gut verzichten.

Ich wünsche euch einen schönen Montag und passt gut auf euch auf.


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