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Was ich erzählen wollte

Gestern vor 2 Monaten habe ich meine letzte Zigarette geraucht. Seitdem klopfe ich mir andauernd stolz auf die Schultern und mein Sparschwein wird immer fetter.
Seit ein paar Tagen habe ich nun richtig Probleme!!!! Träume ich doch,
ich rauche genüsslich eine Zigarette, um dann entsetzt aus dem Bett zu springen. Nach dem Essen überfällt mich die mir verständliche Gier nach einer von mir geliebten Fluppe. Wenn das so weiter geht, ich kann für nichts garantieren….
Nein, ich lüge! Die Blöße gebe ich mir nicht. Ich stelle mir die hämischen Gesichter von einigen Leuten vor. Höre sie sagen-„Haben wir doch gleich gewußt, Bärbel schafft es nicht, keinerlei Beherrschung“. Ich pfeif euch eins, nix is, ich rauche vorläufig nicht. Ätsch! :mrgreen: Für die nächsten 5 Jahre habe ich das Geld bereits verplant, außerdem will ich doch noch die erstaunten Gesichter von ein paar Leuten sehen. Viele wissen noch nicht, dass ich mittlerweile zu der Garde der Nichtraucher gehöre. Ein bisschen Spaß muss unbedingt sein.
Ansonsten versetzen die Ärzte mir weiterhin einen Schock nach dem anderen. Schwamm drüber, irgendwann weiß ich genaueres. Vielleicht bin ich die Knalltüte und hab es nur noch nicht gemerkt. He Ruhe da hinten auf den letzten Plätzen, warum grinst ihr so dämlich und nickt so wissend!? Überlegt gut was ihr jetzt antwortet……
Und nun komme ich zu meinem Aufreger der letzten Woche.
Vor ein paar Tagen kam Muammar el Gaddafi ums Leben. Darüber möchte ich mich nicht weiter äußern, da die Art und Weise seines Ablebens noch nicht geklärt sein soll.
Ich rege mich über die Schaustellung seines Leichnams in den Medien auf. Ist unsere Gesellschaft schon so verroht, dass sie sich an solchen Bildern ergötzen kann. Reicht nicht die Berichterstattung? Ich finde auch ein Monster hat nach dem Tod ein Recht auf etwas Würde.

Ich wünsche euch einen friedlichen Tag. Passt gut auf euch auf!


Ach nö, ne!

Da sitze ich nun fast die ganze Nacht vor meiner Emma, erfreue mich starker Schmerzen und denke mir nix Böses….
Eben noch grummele ich vor mich hin, weil meine Leselust bei einigen Blogs durch diese von mir ungeliebten Passwörter, gestoppt wird. Amüsiere mich köstlich über die „Ameisenbeiträge“, kommentiere sie mit meinem berühmt-berüchtigten geistigen Müll, will eben zu einem anderen Blog wechseln, da ………
Ein dickes fettes Monster mit gefühlten drei Metern Durchmesser lässt sich an einem Faden direkt vor meinen Augen die Decke runter. Erst als die Spinne sich mit mir in Augenhöhe befindet, sehe ich sie, sie aber auch mich!!! 😯
Mein Pulsschlag jagt auf 150 hoch, ich vergesse fast zu atmen und überlege gleichzeitig, ob ich einen Herzinfarkt kriegen oder schreiend weglaufen soll. Mehr panisch als mutig springe ich auf, schnappe mir eine Serviette, um unter Einsatz meines Lebens und  ohne an meine kaputten Bandscheiben zu denken, blitzschnell zur Mörderin zu werden.
Liebe skriptum, liebe Emily, was sind eure Ameisen gegen dieses Monster? Harmlose, niedliche Haustierchen, die man einfach liebhaben muss. 😉
Nun sitze ich hier und warte bis mein Göttergatte endlich wach wird, denn nach meiner heldenhaften Tat kann ich nicht mehr aufstehen, weil die  Bandscheiben streiken.   Späte Rache eines getöteten Monsters.


Und schon folgt der nächste Teil…

Ich schwöre, ich erzähle keine Märchen, übertreibe nicht, alle Ähnlichkeiten mit Personen und Ereignissen sind gewollt.
Ich war am Donnerstag beim Physiotherapeuten. Hatte mir vorgenommen nichts darüber zu schreiben, keinen Ton davon von mir zu geben.
Doch ich platze vor Wut, Frust und Schmerzen, wenn ich euch nicht von diesem Horror erzähle. Andere, die in meiner Situation sind warne. Sie informiere, daß sie nicht alleine sooo etwas erleben, erdulden.

Opossum fährt mich also zu diesem Monster von Physiotherapeuten. Hätte ich doch nur auf mein Gefühl gehört. Mein Körper inclusive aller Sinne weigerten sich mit aller Kraft. Sämtliche Körperteile schrien-neein mach es nicht, wir wollen nicht. Selbst Opossum hat mir abgeraten, jedoch ich Schlauberger wollte beweisen…. Ja, was eigentlich..? Ich wollte aus irgendeinem kühlen Grunde zeigen-die Bärbel bemüht sich, läßt sich helfen.
Ich quäle mich also die Stufen hoch(eine Schnecke wäre schneller), komme außer Atem bei dem Typen an, muß sofort in die Folterkammer und es geht los. Auch hier keine Fragen nach Krankheten, außer die oft gehörte: „Warum sitzen sie denn überhaupt im Rollstuhl“? Na weil ich keine Lust zum Laufen habe. Wie ich diese doofe Frage hasse!!!
Dieser Sadist hat mich so mißhandelt, ich halte heute nur noch die Schmerzen mit Tabletten aus.
Alle Sünden habe ich gebüßt. Vor lauter Verzweiflung habe ich gelacht, was anderes konnte ich nicht mehr. Der Typ hat aus Unwissen auch noch meine linke Kopfseite, die durch mehrere OPs lädiert ist, bearbeitet. Da war der Zeitpunkt gekommen, wo dieser Hirni mit seinem Leben spielte. Hätte ich noch die Kraft gehabt, ich hätte….
Ich will hier nicht noch deutlicher werden. Als der Horror zuende war, die Schmerzen nicht weniger wurden, die blauen Flecken immer mehr schillerten, mein Gleichgewichtssinn rebellierte, ich endlich wieder zu Sinnen kam, brachte mein Mann mich zu meinem Doc.
Da bekam ich erstmal einen netten Asthmaanfall, nun schillert meine Hand auch in verschiedenen Farben.
Als mein Mann von dem Sadisten erzählte, sah der Arzt sich das Werk an und schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Kommentar(O-Ton): „Wenn er nicht wüßte, daß mein Mann ein ganz Lieber wäre, würde er annehmen….“
Lange Rede, kurzer Sinn-die Behandlung ist ersatzlos gestrichen.
Jetzt habe ich nicht nur Schmerzen, meine Diabetes spielt durch die Kortisonspritze auch noch verrückt. Ich gönne mir ja sonst nichts.

Warnung also an alle-laßt euch lieber als Querulant abstempeln, als sowas mitzumachen. Hört auf eure innere Stimme und euren Körper. Ihr erspart euch unter Umständen viel Quälerei, viel Schlaflosigkeit und viele unerträgliche Schmerzen.
Ich bin gerne bereit, euch mit Tips und Tricks zu helfen.
Eins ist jedoch gewiß, ich lasse mich nicht unterkriegen. Morgen werde ich erstmal etwas basteln und dann werde ich meinen Arzt nerven. Irgendwer, irgendwo muß mir doch jemand helfen.

                              „Ich liebe euch doch alle“.


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