Schlagwort-Archive: Mann

Es ist einiges passiert…

Da wurde ich vor längerer Zeit von einem Verlag angeschrieben. Sie sind bei einer Internetrecherche über meine Beiträge gestolpert. Ob ich Interesse habe meine Biografie in Buchform zu publizieren. Wenn ja, möchte ich ihnen vorhandene Manuskripte oder Texte zuschicken.
Jetzt stellt sich mir die Frage, „Darf ich mich jetzt Schriftstellerin nennen?“ 😉

Da trete ich vor zwei Tagen in eine seriöse Gruppe bei Facebook ein. Ein männliches Mitglied schreit gleich, „Adde mich“, der nächste warnt mich, „Sei bloß vorsichtig“.
Ich: „Warum? Bist du ängstlich?
Er: „Nachher steht er plötzlich vor deiner Tür“.
Ich: „1. muss … erstmal meine Adresse wissen. 2. Mein Mann würde ihm bestimmt eine Tasse Kaffee anbieten und einen Aschenbecher haben wir auch“.
Und dann passiert es. Ein verbales Gewitter bricht über den Warner herein. „Du Ar…lo.., ich hau dir einen auf die Schna…e“, sind noch die harmlosesten Ausdrücke.
Selbst meine wohlgemeinten Sprüche, „Jungs nun bleibt man ruhig……..“ helfen nicht. Da meint es jemand gut mit mir und will mich einfach nur zur Vorsicht aufrufen und dann das.
Innerhalb von wenigen Minuten wurde der Krakeler aus der Gruppe entfernt und der Admin und einige Mitglieder entschuldigten sich bei mir peinlich berührt.
Da kann ich nur sagen: „Ich muss 61 Jahre werden bis sich, wenn auch nur virtuell, zwei Männer um mich schlagen“. 😉 Die Mitglieder/innen und der Admin waren erleichtert und ich hatte eine interessante halbe Stunde.

Meine Stimme macht weiterhin was sie will. Mal kann ich sprechen, mal krächze ich nur, mal geht nix. Ich bin froh, wenn endlich die Untersuchungen anfangen. Ich kann ja viel ertragen, aber nicht reden ist für mich die Höchststrafe. Ich will nur mal kurz, damit ihr es nicht vergesst, an meine Schmerzen, dass ich kaum noch laufen kann und all die anderen Wehwehchen, kurz erinnern.

Ostern war ganz angenehm. Es gibt bis auf zwei Donnerschläge, die mich bald vor Schreck vom Sofa fielen ließen, nichts weiter zu erzählen.

Habt also einen schönen Tag, passt gut auf euch auf und macht keine Dummheiten.


Rollstuhl unerwünscht

„Sie können/dürfen mit dem Rollstuhl nicht in die Kapelle“, wurden wir in unfreundlichen Ton angesprochen. So erging es mir, als wir am Freitag auf dem St. Nikolai Friedhof in Hannover, der Mutter einer Freundin die letzte Ehre erweisen wollten.
Es gab scheinbar keine andere Möglichkeit, als mich die 12 Stufen hochzuquälen. Als mein Mann allerdings meinen Rolli mit in die Kapelle mitnehmen wollte, wurde der Ton noch unfreundlicher. Wir mussten den Rollstuhl tatsächlich draußen lassen und ich mich auf den sehr unbequemen Stuhl quälen. Wohlgemerkt, es war genügend Platz für mein Gefährt. Jetzt frage ich mich, was hätte man gemacht, wenn ich keinen Schritt mehr laufen könnte? Woher wußte diese Person, ich nehme an es war der Küster, dass ich noch in der Lage bin ein paar Meter zu gehen? Dürfen Rollstühle generell nicht mit in Kirchen oder Kapellen genommen werden, weil man Angst hat sie verursachen ruhestörenden Lärm, oder sie stören die Gläubigen? Ich fühlte mich auf alle Fälle wie ein Mensch dritter Klasse. Beschämend, wenn ein Pastor noch nicht mal ein paar erklärende Worte findet.
Aus Rücksichtnahme auf unsere Freundin und ihre Familie habe ich mich beherrscht und meinen Mund gehalten.

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Schatten, Halluzinationen, Geister, Grauen und oder…..

Sie sitzt alleine im dunklen Wohnzimmer. Ihre Familie schläft. Wie so oft in den letzten Jahren kann sie nicht schlafen, weil ihre Krankheiten und die Medikamente sie nicht zur Ruhe kommen lassen.
Nur das flackernde Licht des dröhnenden Fernsehers erhellt hier und da das Wohnzimmer. Tusnelda steht auf, schaltet den Lichtschalter an, setzt sich wieder und träumt vor sich hin.
Doch plötzlich schreckt sie hoch. Sie hatte etwas kleines schwarzes…  gesehen. Bei dem Gedanken an diese ekligen dicken Spinnen bekam sie eine Gänsehaut, saß minutenlang stocksteif, die Umgebung beobachtend auf dem Sofa, aber es war nichts mehr zu sehen. Erleichtert lehnte Tusnelda sich irgendwann zurück und träumte wieder vor sich hin.
Tage vergingen, ohne dass etwas geschah. Doch eines abends sah T. wieder dieses undefinierbare Etwas. Diesmal weckte sie ihren Mann und bat ihn die vermeintliche Spinne zu suchen. Nichts, absolut nichts war zu finden. Kaum lag ihr Mann im Bett huschte wieder etwas über den Fußboden. Wieder saß sie stocksteif auf dem Sofa das Zimmer beobachtend, aber wieder geschah nichts.
In der folgenden Zeit tauchten diese unheimlichen Schatten immer öfter auf, wurden immer größer. Sie nahmen im Laufe der Zeit die Größe einer Maus, dann einer Ratte an. Es waren nur Schemen, nichts konkretes, dafür um so unheimlicher.
Tusnelda traute sich bald niemanden mehr davon zu erzählen. Das spöttische Grinsen der Mitmenschen, die zweifelnden Blicke konnte sie bald nicht mehr ertragen. Sie schämte sich. In ihrer Verzweiflung vertraute sie sich ihrem Arzt an und bekam die beruhigende Antwort, sie habe durch die vielen starken Medikamente Halluzinationen. Also kein Grund zur Besorgnis. Tusnelda ging erleichtert nach Hause und machte sich keine Sorgen mehr um die ständig größer werdenden Schatten.
Wochen später kam sie zu sich und war…, ja wo war sie denn? Sie stand verwirrt in einem dunklen Raum, nicht wissend wie sie dahin gekommen war, geschweige denn wo sie war. Es war stockdunkel, das Einzige was sie sehen konnte waren die Schatten, die um sie herum tanzten. Sie geriet in Panik, der kalte Schweiß ließ sie anfangen zu frieren, ihr Herz hämmerte schmerzhaft im Körper. Sie fing an zu schreien!!! Schrie, bis ihr Mann ins Zimmer stürmte und das Licht anschaltete. Sie befanden sich im Wohnzimmer. Tusnelda umklammerte ihr Kopfkissen und zitterte am ganzen Körper. Wie war sie vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer gekommen und warum war sie da…? Was wollten diese Schatten von ihr? Tusnelda wusste es nicht….
Das Grauen begann…

                                             Fortsetzung folgt!


Nachts um 2.30 Uhr

Ihr habt euch nicht verlesen. Um diese Zeit habe ich mit meiner Bloggerrunde begonnen. Ich bin jedoch nicht sehr weit damit gekommen. Ich bin bei einigen Beiträgen stark ins Grübeln gekommen.
In einem Blog der nicht mehr weiter geführt wird, wurde mir gedankt, daß die/derjenige(ich werde wohl nie erfahren, ob Weiblein oder Männlein) mich kennenlernen durfte. Nun grübele ich, warum mir diese/r dankt. Ich habe doch nur wie alle anderen meinen Senf zu den jeweiligen Beiträgen gegeben. Schade, ich kann nun noch nicht mal anfragen warum. Ich werde nicht mehr erfahren, wie es der/diejenigem im weiteren Leben ergeht.
Auch nach über einem Jahr kann ich mich nicht daran gewöhnen, daß Menschen einfach sang-und klanglos verschwinden.

Mein Körper spielt übrigens weiterhin beleidigt. Ihm hat mein Ausflug in die große weite Welt scheinbar nicht gefallen. Versteh ich nicht, ich fand es gut. Da kann er mucken sooo viel er will, ich werde es wiederholen.

Heute habe ich nun endlich meinen Parkausweis für Behinderte bekommen. Drei Jahre darf mein Mann nun in meiner Begleitung wie „wildgewordene Sau“ parken. Meinen die, ich kann nach drei Jahren wieder durch die Gegend hüpfen oder warum… ?
Verstehe einer die deutsche Bürokratie, ich jedenfalls nicht.

Dann wäre da noch…. Ätsch, da müßt ihr warten. Ich gehe jetzt ins Bett und versuche endlich zu schlafen.
Ich wünsche euch einen schönen Mittwoch mit viel Spaß, guter Laune und:

                            „Ich liebe euch doch alle“.


Der Montag

Schlafen, meine Emma(Laptop) quälen, frühstücken, in verschiedenen Blogs blöde Kommentare schreiben, bei Facebook so dies und jenes machen(natürlich nix Gescheites), kranken Mann nerven, essen, schlafen ……. Zwischendurch habe ich mit Petrus über das blöde Wetter gestritten, um mich später über die Sonne zu freuen. Zum Abendessen gab es dann selbstaufgetaute Schlupfnudeln mit Sauerkraut und undefinierbaren Fleischstückchen. Hört sich vielleicht etwas pervers an, schmeckt aber gut.
Jetzt sitze ich wieder vor meiner Emma, habe ein paar Mails beantwortet, einige ehemalige Klassenkameradinnen wegen des Klassentreffens genervt, grübele wann das nächste Treffen der Puppenhausfreunde sein könnte und warte…. Auf was? Ich weiß es auch nicht sooo genau.
Das etwas Besonderes passiert, ich endlich wieder müde werde, mich jemand anruft, mir irgendein witziger, intelligenter Beitrag einfällt oder eine Batterie für mein Hörgerät vom Himmel fällt.
Ihr seht, ich habe es wirklich sehr schwer! 😉
Ich wünsche mir jetzt eine Bude voller Gäste, Stress, eine Menge Haus-und Gartenarbeit, Termine über Termine, eine Weltreise oder….
Nein, ihr braucht nicht die Männer mit den langen weißen Kitteln schicken, mich plagt nur ein bißchen die Langeweile.
Gleich gebe ich mir einen Ruck um diesen bescheuerten eigenartigen Beitrag zu beenden, einen Spaziergang durch die Wohnung zu machen, meinen Mann ein wenig zu ärgern.
Und wie war es bei euch heute so???

                            „Ich liebe euch doch alle“.


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