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Kaum zu glauben

Heute vor zwei  Jahren, kaum zu glauben aber wahr,  hatte ich meinen ersten Tag ohne Zigaretten.  Ich hatte die Wahl, entweder eine nur noch sehr kurze Lebenszeit oder der Verzicht auf meine heißgeliebten Glimmstengel.  Nach tagelangen Kampf mit meinem inneren Schweinehund, dem Gefühl nun sei alles vorbei, trat ich mich gedanklich in meinen Allerwertesten und nahm den Kampf gegen meine Nikotinsucht auf.  Ich bin ehrlich, ich wäre gerne wieder rückfällig geworden. Nur der Gedanke an die hämischen Gesichter und dem Spruch, „Haben wir doch gewußt, die Bärbel schafft das nicht“,  hat mich durchhalten lassen.  Nur meine Organe haben das nicht verstanden. Sie machten Randale vom Feinsten, schrien nach dem Gift.   Mein damaliger Hausarzt hatte nicht mit meiner Entschlossenheit gerechnet und stand hilflos meinen Herz-und Kreislaufattacken gegenüber.  Alle predigen  „“Sie müssen aufhören mit dem Rauchen“,  keiner kann einem Ratschläge geben oder helfen.  Ich habe jedenfalls alle  meine Sünden  verbüßt.

Auch nach 2 Jahren bin ich im Herzen  noch Raucher.  Wie oft ich aus Versehen nach der vermeintlichen Schachtel greife, wie oft mich die Gier nach  einer Zigarette überkommt, ich kann es nicht zählen. Ich liebe den frischen Rauch, allerdings nur an der frischen Luft.  Durch meine Krankheiten kriege ich in geschlossenen Räumen immer mehr Probleme.

Eins ist gewiss, wenn mein Ende naht werde ich wieder anfangen zu rauchen und ich möchte mit Zigaretten beerdigt werden. „Holzauge sei wachsam“, weiß ich ob es dort, wo ich dann hingehe einen Kiosk oder Zigarettenautomaten gibt.  Nun macht euch keine Gedanken, ich werde alles dafür tun, um nicht wieder zu rauchen.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Tag, fangt nicht an zu rauchen und passt gut auf euch auf.


Wenn ich könnte wie ich wollte

Die Fliege an der Wand

Gedicht von Roman Herberth

Mich stört die Fliege an der Wand.
Sie soll sofort verschwinden.
Sie bringt mich noch um den Verstand.
Das will ich unterbinden.

Ich fordere sie höflich auf,
das Zimmer zu verlassen.
Sonst nimmt mein Ärger seinen Lauf,
dann fliegen Untertassen.

Das Flugobjekt hockt ungerührt.
Ich stelle es zur Rede.
Und meine Faust schlägt ungeniert
die bunte Stofftapete.

Es rumpelt mir im Bauch die Wut.
Der „Treffer“ ging ins Leere.
Ich sehe rot. Es kocht mein Blut.
Gekränkt ist meine Ehre.

Die Fliege hat vor nichts Respekt
und lässt sich nicht verjagen.
Ich werde sie -im Endeffekt-
bis auf weiteres ertragen
(müssen)

Mit freundlicher Genehmigung des Autors

 

Es gibt Tage da bleibt man lieber im Bett. Seid gestern geht es mir so. Wenn ich könnte wie ich wollte, ich würde mir selbst in den Allerwertesten treten.  Was bei mir natürlich nicht klappt. Natürlich…

Mit diesem Ärger im Bauch mache ich dann auch noch mit Muckelchen eine Tour durch die „Welt“.   Sie war lahm wie ein alter „Ackergaul“, blieb andauernd stehen um sich alles anzusehen und wenn sie endlich in Bewegung kam, stolperte sie oder stieß irgendwo gegen.  Meine Nerven…  Bärbel sagte ich mir, bleib ruhig. Das Kind kann nix für deine schlechte Laune.  Also Zähne zusammen beißen, da muss ich durch.

Bei den nicht abgesenkten Straßenecken machte ich dann schon des öfteren meinem Unmut Luft. Rollstuhl-und Scooterfahrer in Ingeln-Oesselse darfst du nicht zu dieser Gruppe gehören.  Wie oft ich umständlich zurückfahren musste, um dann unerlaubterweise auf der Fahrbahn zu fahren, Schwamm drüber.  Jetzt sagt nicht,  du weißt das doch, fahre doch frühzeitig  auf die Straße. Habe ich ein  Elefantenhirn? Nein, mein Matschehirn kann sich bei bestem Willen nicht so viele Straßenecken merken.  Dann kam der nächste  Hammer… Den Weg am Sportplatz  kann ich befahren, aber nur in eine Richtung. Auf einer Seite wird er durch Stangen gesperrt, damit ihn nur Fußgänger benutzen können.  Grrr, können die nicht wenigstens ein Schild aufstellen? Fahrt mal zig Meter rückwärts, wenn ihr euren Kopf nicht richtig drehen könnt.

Und nun kommt der absolute Oberhammer.  Okay, dass Autos dicht an dicht am Straßenrand stehen, muss ich hinnehmen, auch wenn es im Dorf schon seltsam ist.  Aber das einer sein Auto in der Einfahrt parkt und gleich den ganzen Fußweg mangels Platz versperrt…  Der Fußweg war selbstverständlich auch prima schmal.  GRRRRRRRRRRRRR!!!!!!   Ich bin ja wirklich sowas von, ihr wißt schon was ich meine. Wenn Muckelchen nicht dabei gewesen wäre, ich hätte die Polizei geholt, gegen das Auto getreten an der Haustür Sturm geklingelt,  Die/den Autobesitzer/in ein paar unfreundliche Takte erzählt. Aber wie gesagt…  Also habe ich mich murrend  zum gefühlten 195. Mal daran gemacht wieder rückwärts zu fahren. Wie befürchtet  habe ich eine Mauer gerammt. Natürlich die Mauer von der Knalltüte, versteht sich wohl.  Meinem Scooter ist nichts passiert, was interessiert mich da die Mauer.

Von da an bin ich fast nur noch auf dem Fahrweg gefahren. Eigentlich schade,  es hat mich keiner deswegen angesprochen. Dem hätte ich doch… Natürlich nur gedanklich, schlißlich muss ich für meine Enkelin ein Vorbild sein.

Jetzt gehe ich ins Bett und grummele in meine Decke, auf das Ende dieses blöden Sonntags wartend. Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Alles Scheiße

…, dieses Wort wird langsam zu meinem Lieblingsbegriff. Bei Google werden ungefähr 3o900000 Ergebnisse angezeigt. Ich befinde mich also in mehr oder weniger guter Gesellschaft.
War das Wochenende noch gut, wir hatten Besuch von unseren Freunden aus Emden, begann der Montag absolut…, ihr wisst schon. Opossum klagte über wahnsinnige Schmerzen im Fuß, konnte kaum laufen. Er schwoll immer mehr an, der Fuß natürlich, der große Zeh wurde knallrot und die kleinen bekamen eine komisch lila Farbe. Seine Laune verschlechterte sich von Minute zu Minute. Wer zu Hause schon mal einen kranken Mann sein eigen nannte, weiß wovon ich rede. Erschwerend kam hinzu, dass ich unter schwerer Atemnot litt. Standhaft weigerte sich mein GöGa vor dem Nachmittag den Arzt aufzusuchen. Wir hatten erst um 16.30Uhr einen Termin. Also quälte ich mich, machte Essen und und und. Ergebnis, ich japste wie ein Fisch an Land nach Luft, die Knochen knackten und knirschten, meine Bandscheiben jubilierten, ich hatte das Gefühl ich breche an mehreren Stellen durch. Natürlich war die Sorge um Opossum das Schlimmste. Nachmittags quälten wir uns zum Arzt und da kam es dann Dicke. O. hat einen schweren Gichtanfall, für ca. 1 Woche kann er kaum laufen, einen viel zu hohen Blutdruck, eine Herzklappe ist verkalkt(wurde durch Ultraschall in einem Krankenhaus festgestellt) und er muss nun auf Dauer Medikamente nehmen, zusätzlich alle zwei Jahre sein Herz untersuchen lassen. Da der Arzt nicht viel Zeit hatte, wurde dies alles in einem rasanten Tempo besprochen. Mein Matschehirn fing schon nach kurzer Zeit an zu qualmen. Dann kam ich dran. Er hätte noch nie einen so ausführlichen Bericht von einem Krankenhaus über einen Patienten gesehen. Ich wurde in meinem Rollstuhl immer kleiner, mein Matschehirn setzte für einen kurzen Zeitraum aus, um dann zu qualmen wie noch nie, ein Schweißausbruch jagte den nächsten. Ich habe mir nicht alles gemerkt, habe nicht alles verstanden, nur eins-ich muss oder soll innerhalb der nächsten 14 Tage im Hals operiert werden. Vorher soll ich zu meinem HNO-Arzt in Lehrte gehen und mir eine 2. Meinung einholen. Nur wie soll ich dahin kommen? Mein Mann kann nicht laufen und als „Bonbon“ hat er letzte Woche sein Auto verkauft und hat noch kein anderes. Nebenbei müssen von der Krankenkasse die Unterlagen für die Reha angefordert werden. Ihr meint es reicht? Falsch gedacht!!! Zur Abwechslung ging meine Mutter mal wieder nicht ans Telefon. Nachdem ich seit gestern bis heute zum späten Nachmittag erfolglos versucht hatte sie anzurufen, alarmierte ich eine Bekannte meines verstorbenen Bruders. Angeblich funktionierte ihr Telefon zeitweise nicht, wenn sie versuchte uns anzurufen kam „Kein Anschluß unter dieser Nummer“. *Grrr* Sie würde uns anrufen… Hat sie, aber erst nachdem sie seelenruhig ihre Serie im Fernsehen angesehen hat.
Nun wird sie am Freitag 84 Jahre und schon haben wir das nächste Problem. Fußlahmen Mann, kein Auto, ich habe immer mehr Probleme mit der Luft, müsste aber bei meiner Mutter in die 2. Etage steigen. In dieser Situation wäre es vielleicht sinnvoller, wenn sie mit ihrer Bekannten zu uns kommen würde!? Kommentar: „Nein, das klappt nicht, wir müssten dann alles zu euch schleppen, da muss ich eben meinen Geburtstag alleine feiern“. Danke Mama, kein Kommentar.
Versteht ihr nun, warum Scheiße für mich das „Wort des Jahres“ wird?


Stimmung, Konfetti, Senf an die Decke….

In der Chaosbude boxt der Papst; ein Besucher gibt dem anderen die Türklinke in die Hand. Von Ruhe kann bei uns seit Wochen keine Rede sein.
Kaum hatten wir erfolgreich Paulas Geburtstag überstanden, feierte sie mit Alpha ihren gemeinsamen 75.. Zu diesem Anlass reiste der liebe Theomix an und beehrte uns mit seiner Anwesenheit. Wir hatten viel Spaß und hoffen auf ein Wiedersehen in ……!? 😉
Und schon wurde, kaum hatte ich etwas Luft geschnappt, die Geburtstagsfeier von Opossum gefeiert. Nicht zu vergessen meine Jammerei über Ohrenschmerzen. Nachdem ich die Erkältung erfolgreich abgeschüttelt hatte, zog ich mir mal zur Abwechslung eine schwere Mittelohr-und Kieferhöhlenentzündung zu, an denen ich heute noch rumdoktere.
Tja, ich verrate nichts Neues, am Dienstag feierte dann Muckelchen ihren 4. Geburtstag mit ihren Freundinnen und Freunden.
Gestern reisten dann unsere Freunde aus E. an. Sie bleiben bis Samstag und am Sonntag wird dann Muckelchens Geburtstag mit der Verwandtschaft gefeiert.
Ich müßte ein lang versprochenes Päckchen packen und abschicken, eine jetzt schon viel zu verspätete Geburtstagskarte abschicken. 😳 Peinlich, peinlich…. 😳
Und dann kommt noch vollkommen überraschend Nikolaus und vor allem—- Hülfe!!!! Da hab ich überhaupt nicht dran gedacht—– Weihnachten 😯 Das habe ich vollkommen vergessen. Macht es gut, ich bin in Eile!!! Hülfe!!! In 24 Tagen haben wir Weihnachten. Warum hat mir denn nur keiner Bescheid gesagt!? *grrr* Woher sollte ich das denn wissen!? Wie soll ich denn nun wieder alles schaffen? Oh Jott oh Jott…..


Ich doch nicht!!!!!

Da behauptet doch meine Familie tatsächlich ich wäre nervös und aggressiv!
IIICH!!!!!!! IIICH DOOOCH NIIICHT!!!!!!!
Obwohl ich heute den 8. Tag nicht rauche bin ich die Ruhe in Person. Gelassen ertrage ich das Herzflattern, die Kreislaufstörungen, das Zittern der Hände und die Schweißausbrüche.
Was kann ich dafür wenn sich so eine dämliche Fliege an der Wand niederläßt!? Da musste ich mich einfach aufregen. Nur was hat das mit dem Nikotinentzug zu tun?
Na gut, ich hätte meine Mutter nicht so anmotzen brauchen, aber schließlich hat sie mich zum 185. Mal aufgeregt. Da darf man doch mal in die Luft gehen, oder?
Das der Arzt mir Tabletten gegen die Entzugserscheinungen verschrieben hat, reine Vorsichtsmaßnahme. Ich hab noch keine geschluckt, ährlich.
Ich weiß auch nicht warum Paula heute morgen beleidigt abrauschte! Reiner Zufall!!! Morgens hab ich nun mal nicht so gute Laune. Töchterchen soll sich doch nicht so anstellen.
Ich versteh eh nicht, was die Alle von mir wollen. Die gehen mir alle sowas von auf den ….
Ewig dieses „Bleib ruhig“. „Reg dich doch nicht gleich so auf“. „Boah, bist du heute aggressiv“. „Dir darf man aber auch Nichts mehr sagen“.
Leute ich bin die Ruhe selbst!!!
Verdammt noch mal!!!!!!!! Oooposssum!!!! Steh sofort auf und räum die Zeitung weg. OOOposssummmm!!!!!!! Sofort!!!! Zack Zack!


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