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Wie kann es anders sein…

Ich kann scheinbar einfach nicht anders.  Ich muss mich stets bei der Vergabe von Krankheiten in die erste Reihe stellen.  Diesmal habe ich tatsächlich an der falschen Stelle „Hier“ geschrien.
Die Tumore in der Blase gehören zu der ganz fiesen Gattung von dieser so schon miesen Art von Krankheit. Kurz gesagt, der Krebs hat auch mich erwischt.
Die gute Nachricht, die Ärzte scheinen, zumindest im Moment, alles erwischt zu haben. Eventuell muss ich demnächst wieder ins Krankenhaus damit die Doctores nochmal in der Blase rumhobeln können. Näheres erfahre ich in ca. 7 Wochen.
Der Krieg kann also beginnen, denn ich habe noch so viel vor. Nächstes Jahr möchte ich die Lösung eines großen Geheimnisses in der Familie miterleben(leider darf ich noch nichts verraten), in 5 Jahren die Konfirmation meiner Enkelin, Die Schulentlassung, natürlich noch die Hochzeit und wenn möglich die Geburt meines 1. Urenkels. Wenn ich noch ein wenig nachdenke, fallen mir bestimmt noch viele Ziele ein. Ganz wichtig, nicht zu vergessen, ich kann doch Opossum und meine Familie nicht alleine lassen.
Also, es gibt viel zu tun und zu erleben, packen wir es an.

Ich wünsch euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Rückblick

Das letzte Jahr begann mit Hoffnung auf ein besseres Jahr und wurde mit einem Paukenschlag zerstört.
Eine mir liebe Blogfreundin verstarb, die an ihrer schweren Krankheit und deren Folgen zerbrach. Ein weiterer Todesfall im Bekanntenkreis ließ das Jahr nicht gut anfangen.
Gessundheitlich hatte ich wie immer meine Probleme, jedoch hatte ich schon schlechtere Zeiten erlebt. Der Hausbau auf dem Grundstück neben uns brachte das ganze Jahr nicht nur Dreck sondern auch jede Menge Unruhe. Im September war für mich der persönliche Höhepunkt die Einschulung meiner Enkelin. Es war ein erlebnisreicher Tag für mich und die ganze Familie. Es gab natürlich noch viele schöne Momente in dem Jahr, allerdings kann ich sie, genau wie die negativen, nicht alle aufzählen
Nach einem Todesfall in der Familie kam dann das für uns Unfassbare. Unser bester Freund verstarb aus unbekannten Gründen. Unsere Freundin, von E. die Frau, erlitt dadurch einen so schweren Schock, dass sie vollkommen verwirrt aufgefunden wurde und jetzt im Pflegeheim lebt. Durch meinen schlechten gesundheitlichen Zustand können wir sie leider nicht besuchen. Wir hoffen wenigstens zur Betattung fahren zu können.
Mitte Dezember zogen dann endlich unsere neuen Nachbarn in ihr neu erbautes Haus und haben Silvester dann mit meiner Mutter, ihnen und anderen Nachbarn in gemütlicher Runde das neue Jahr begonnen.
Nun warte ich auf meinen OP-Termin und hoffe ansonsten auf ein gutes neues Jahr.
Wenn ich dann in den Nachrichten von den Kriegen, Unwettern, Unglücken und dem Elend in der Welt höre, dann geht es mir doch recht gut.
Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Voll beschäftigt

Nicht das ihr denkt ich lasse es mir gutgehen und habe euch vergessen. Nein, nein, ich bin voll damit beschäftigt mit meinen immer stärker werdenden Schmerzen Krieg zu spielen. Als Erstes bin ich mal zur Probe mit meinem stark schmerzenden linken Arm gegen die Türklinke gelaufen. Ergebnis, die Türklinke hat keinen Schaden davon getragen, mein Arm sehr wohl. Ich kann ihn mittlerweile kaum noch bewegen.
Vor ca. einer Woche bekam ich dann in der Steißbeingegend Schmerzen. Erst nur beim Stehen, dann egal in welcher Sellung, jedes noch so kleine Teilchen am Körper schmerzt. Ich komme nicht mehr alleine aus dem Bett, kann nicht alleine vom Sofa aufstehen, usw… Schei… dachte ich, jetzt sagen deine lädierten Bandscheiben entgültig tschüss. Ich sah mich schon auf dem OP-Tisch liegen und das Zeitliche segnen. Also beiße ich die Zähne zusammen, krieche durch die Gegend und jammere vor mich hin. Meine Blogrunde schaffe ich nun erst recht nicht mehr, selbst jede Bewegung mit dem kleinen Finger schmerzt. Ich schreibe keinen Kommentar, selten schaffe ich bei einem „Gefällt mir“ zu klicken, geschweige denn einen Beitrag zu schreiben. Ich habe ernsthaft überlegt mein Ableben zu organisieren. Heute morgen habe ich mir dann gedanklich in den Hintern getreten und bin todesmutig zum Arzt gegangen. Nix Bandscheibe, ich habe irgendwo im Allerwertesten auf der linken Seite eine ominöse Sperre, rechts meint der Ischiasnerv Randale machen zu müssen und der Arm, wie gehabt… Wegen meiner Herzschwäche ist Vorsicht geboten, also wird erstmal nur links eine Therapie mit Spritzen gemacht. Bis Freitag sollen 50% der Schmerzen weg sein. Bis dahin leide ich weiter vor mich hin und nerve den armen Opossum.

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Lebens(un)wichtige Fragen

In der Nacht knackt es in meinem Läppi. Hat Flitzi nur Hunger oder will er etwa frech werden?  😉
Seit zwei Tagen hat mir FB scheinbar den Krieg erklärt. Ich kann weder auf meine Farm, die mittlerweile einen Wert von über 100000000 hat, noch kann ich auf der Startseite agieren, noch… *schluchz*heul*jaul* 😉
Seit ich regelmäßig Sauerstoff inhaliere, geht es mir etwas besser, aber nur etwas. 🙂
Wie können vier Ärzte fünf verschiedene Meinungen haben!? *grübel* Auflösung demnächst hier!!!
Warum sind manche Menschen so hinterhältig? 😦
„Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten. Zitat von Theodor Heuss.
Nein, den kann man nicht essen!!! Herr Heuss wurde am 31.1.1884 in Brackenheim geboren und starb am 12.12.1963 in Stuttgart. Von 1949-bis 1959 war er immerhin der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.
Nun frage ich mich, streikt mein Matschehirn immer, weil ich stets die Wahrheit sage oder schämt es sich für mich? 😆
Wecke ich jetzt Opossum, weil ich Hunger habe, oder lasse ich meinen Magen weiter knurren? Guckt nicht so empört, ich lasse ihn weiter knurren.
Schreibe ich jetzt weiter geistigen Müll oder erlöse ich euch und mich?
Ich erlöse uns und wünsche allen einen herrlichen Tag.


Ich habe das Krankenhaus heute auf eigenes Risiko verlassen!!!

Vielen Dank für eure Anteilnahme und guten Wünsche. Sie haben mir Mut und Kraft gegeben!!!

Und nun muss ich meiner Wut, dem Frust, der menschlichen Enttäuschung und vielem mehr Luft machen. Ich kann weder garantieren objektiv zu bleiben noch die chronologische Reihenfolge einzuhalten.
Im Laufe der Jahre verlor ich immer mehr das Vertrauen in die Ärzte, entwickelte gegen Krankenhäuser eine gewisse Phobie. Nun sitze ich hier an meinem Läppi und frage mich, bin ich noch normal oder sollte ich einen Seelenklempner aufsuchen.
Wie ich geschrieben hatte, ging es mir gesundheitlich beständig schlechter. Ich hatte das Gefühl, jemand saugt das Leben aus mir raus. Nachdem in der Chaosbude die Erkältungswelle ausbrach, erwischte es auch mich. Dachte ich… !?
Da sich mein Gesundheitszustand drastisch verschlechterte, brachte mein Mann mich in einem schweißig, fiebrigen Zustand zu meinem neuen Hausarzt. Ihr könnt euch erinnern? Der, der Alles auf das Rauchen schob. Ich pfiff aus dem letzten Loch und begab mich auf eindringlichen Rat dieses Arztes in ein Krankenhaus, damit man mich dort sofort an einen Tropf mit Antibiotika „hängen“ konnte. Und nun begann für mich das Unfassbare!!!
Ich hatte davon gehört, dass es mittlerweile eine Zweiklassengesellschaft unter den Patienten gibt, die Privatpatienten und die Kassenpatienten. Ihr irrt euch!!! Es gibt die dritte Klasse, den Abschaum die Raucher.
In der Notaufnahme interessierte niemanden wie schlecht es mir ging. Mir wurde erzählt, was für ein schlechter Mensch ich bin, welche meiner Krankheiten durch das Rauchen entstanden sind, das ich auch als Pflegefall mich selbst an-und ausziehen kann usw.. Erst als ich drohte zu gehen, wurde dieses Gesülze beendet.
Auf Station dieser religiösen Einrichtung kamm dann der absolute Hammer. Ich böse Raucherin habe kein Asthma sondern COPD. Eine Krankheit die nur Raucher bekommen. So stand es auf meinem Einweisungsschein, Punkt. Als wurde ich ins Bett gelegt, musste inhalieren und das war es. Ich erfuhr noch von meinen guten Blutwerten, das ich keine Lungenentzündung habe….. und das war es.
Gegen 22.00 Uhr merkte ich dann, das ein derber Asthmaanfall im Anmarsch war, dachte ich…. Treu und brav klingelte ich voller Vertrauen nach der Schwester und bekam dann den nächsten Schock. Ich wäre Lungenkrank vom Rauchen, hätte inhaliert, fertig. Zum ersten Mal in 30 Jahren als Asthmatiker bekam ich etwas Angst. Also begann ich etwas lauter und rebellisch zu werden bis man eine Ärztin holte. Erst als ich dieser drohte das KH zu verlassen, einen Notarzt zu alarmieren, wurde mir geholfen. Allerdings auch dann erst, als ich der Ärztin verraten hatte, wieviel Cortison mir üblicherweise gespritzt wurde.
Von diesem Moment an habe ich bis Sonntag keinen Arzt mehr zu sehen bekommen. Inhalationen wurden mir nur widerwillig und sporadisch verabreicht, sämtliche Medikamente laufend geändert, usw..
Entschuldigt, mein Beitrag wird zu lang und wohl auch zu langweilig, aber ich muss… ich kann nicht anders.
Lange Rede, kurzer Sinn-ich verließ heute dieses Krankenhaus (nach harter Diskussion mit eben dieser Ärztin) um meinen Hausarzt zur Rede zu stellen. Dort verlor ich total den Glauben. Der arme Mann ist gut, scheinbar richtig gut. Er hat diese Diagnose aus einem Patientenbrief von meinem Diabetologen. Ausgerechnet dieser hatte bis heute mein absolutes Vetrauen. Wie kommt dieser Mann nun zu dieser Diagnose?
Jedenfalls hat mein neuer Hausarzt sofort in meinem Beisein am Telefon diese Ärztin zur Rede gestellt und kam zu dem Ergebnis, dass es richtig war, das Krankenhaus zu verlassen.
Ich muss jetzt aufhören, denn ich bin total erledigt. Ich habe noch nette Details, die ich vielleicht morgen folgen lasse. Ich habe nicht viel Zeit, denn ich habe beschlossen in den Krieg zu ziehen. Vielleicht kann ich 1 oder 2 Patienten dieses Schicksal ersparen.


Es ist an der Zeit

…. den Tatsachen ins Auge zu sehen.
Seit Jahren führe ich einen erbitterten Krieg gegen meine Krankheiten. Jetzt muß ich endlich einmal ehrlich gegenüber mir selbst sein. Ich schreibe diesen Beitrag damit ich, wenn ich mal wieder mich selbst belügen will, hier nachlesen kann, auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werde.
Immer öfter muß ich kapitulieren, immer mehr Gebiete meines Lebens dem Feind überlassen, mein Umfeld mehr und mehr einschränken. Mein Gegner kennt kein Erbarmen, kämpft mit allen, auch unlauteren Mitteln, versucht mit allen Tricks den Sieg über mich zu erlangen.
Mein Scooter steht fast nur noch in der Garage, ich sitze fast nur noch in der Wohnung. Ich bin nicht mehr in der Lage, Informationen aufzunehmen, geschweige denn sie zu speichern. Selbst das schreiben dieses Artikels verursacht mir große Schwierigkeiten. Es ist abzusehen, wann ich nicht mehr am Treffen der Puppenhausfreunde teilnehmen kann.
Stop!!!!! Nun denkt ja nicht, ich will um Mitleid heischen, dies liegt mir wirklich fern. Ich werde kämpfen, kämpfen……
I C H gebe nicht auf!!!
Ich muß nur erstmal neue Strategien entwickeln, meine Gedanken neu ordnen. Wie heißt es so schön-„Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

Nun möchte ich mich an dieser Stelle für Tonaris lieben Brief bedanken. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich näher darauf eingehen. Ihr seht, nicht nur Paula kann geheimnisvoll sein. Ich kann das auch!!! :-)))

                             „Ich liebe euch doch alle“


Ein paar Worte

Heute hat der Postbote die von mir heiß ersehnten Karten von Tonaris Wichtelpost gebracht. Ich möchte mich recht herzlich dafür bedanken. Morgen werde ich sie hier im Blog zeigen, heute hatte ich leider keine Zeit dafür.
Wie immer scheint unsere „Schneckenpost“ ihrem Spitznamen alle Ehre machen zu wollen. Alle von mir geschriebenen Karten sind mal wieder noch nicht angekommen. Ich kriege bald die Krise oder hat mich vielleicht doch ein Elch geknutscht!? So langsam kriegt diese Trödelei System. Was ist nur aus unserer guten alten Post geworden?

Ich möchte mich an dieser Stelle für eure Treue, die netten Kommentare, die lieben Worte, Mails und den Zuspruch bedanken.
Leider läßt es mein Gesundheitszustand immer noch nicht zu, am Bloggerleben, so wie ich es gewohnt bin, teilzunehmen.
Immer noch übermannt mich der Schlaf, das Hirn scheint matschig und der Körper … Schwamm drüber, fragt mich lieber nicht.
Der Krieg ist also noch nicht beendet, aber ich bin sicher ich werde siegen. Irgendwann werde ich mich wie Phönix aus der Asche erheben und euch wieder mit meinen lauen Gedanken „beglücken“.

                           „Ich liebe euch doch alle“


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