Schlagwort-Archive: Krebs

Warum??? Teil II

Ich muss mich beeilen, denn die Ereignisse überschlagen sich.
Am 20.07.2016 sprach ich in der Frauenklinik der MHH vor. Ich hatte vermehrt Blut und Bakterien ungeklärter Ursache im Urin. Es wurde mir eine HSK plus Abrasio empfohlen. Auf meine Anfrage wurde von einer Ausschabung ohne Narkose abgeraten. Ich müsse spätenstens in 6 Monaten wieder kommen, sonst könne man mir nicht mehr helfen. Anschließend wurde ich zu einem Gespräch mit einem Narkosearzt geschickt. bei einer Abrasio sollte eine Narkose wie bei einer schweren OP gemacht werden, weil befürchtet wurde, dass ich nicht lebend den OP-Tisch verlassen würde. Er rief in unserem Beisein die Frauenärztin an und erkundigte sich eindringlich ob die OP wirklich nötig wäre. Er riet mir dringend mir eine 2. Meinung einzuholen. Da wir durch die vielen Sorgen mit meiner 88jährigen Mutter beschäftigt waren, ging ich erst am 13.102016 in ein anderes Krankenhaus zur ambulanten Untersuchung. Dort wurde nichts festgestellt. Man riet mir beim Urologen zu einer weiteren Abklärung.
Mir war meine kranke, desolate und unglückliche Mutter wichtiger. Nachdem sie am 10.01.2017 überraschend verstorben war, ging ich am 9.02. 2017 wieder in die Frauenklinik der MHH. Wegen des stark erhöhten Narkoserisikos wurde nun doch eine Strichkürettae ohne Narkose gemacht. In einem Gespräch(im Beisein meines Mannes) riet mir die Ärztin zu überlegen, ob ich eine Abrasio machen lassen sollte. Sollte ich Krebs haben, wäre zu überlegen ob ich so eine OP überleben würde. Somit wäre eine Ausschabung sinnlos.
So weit so gut. Denkt ihr…
Irgendwann ging ich dann zum Urologen, der mich sofort in die MHH jagte. Bei einem Vorgespräch mit dem dortigen Urologen fragte ich ob nicht gleich die Ausschabung gemacht werden könne. Ich bekam als klare Antwort ein klares Nein. Weil ich wieder Bakterien im Urin hatte musste eine OP verschoben werden. Die dort zuständige Narkoseärztin sah die Situation bei einer Narkose auch nicht ganz so dramatisch. Um das Risiko zu mindern sollte eine Rückenmarknarkose erfolgen.
Ich wurde zusätzlich vom Urologen darauf hingewiesen, dass es in der MHH 200 Narkoseärzte gab, von denen sie den für mich richtigen schon raussuchen wollten.
Einen Tag vor der OP verplapperte sich dann eine Schwester und ich erfuhr, dass ich bei irgendeiner OP einen Herzstillstand hatte. Wie beruhigend…
Die Narkose und OP verliefen ohne Zwischenfälle. Ich musste noch nicht mal wie vorgesehen auf die Intensivstation. Späterer Befund: 2 Tumore, von dem der eine explosionsartig gewachsen war. Das Risiko, wegen der Größe und weil es 2 Tumore waren, stark erhöht.
Am 18.06. verließ ich das Krankenhaus mit dem Hinweis, wenn es Krebs wäre, müsste die Blase entfernt und der Harnleiter an die Niere angeschlossen werden.
Mein Urologe bestellte mich zum 17.08. zur Blasenspiegelung. Am 15.08. musste ich in die Frauenklinik wegen einer erneuten Ausschabung ohne Betäubung. Ach ja, ein oder zwei Tage davor, sah mein Hausarzt beim Ultraschall neben der Gebärmutter eine 7x10cm große ??????? scheinbar mit Flüssigkeit gefüllt.
Als der Frauenarzt mich in der Klinik sah, wedelte er gleich mit einem Schreiben und fragte, warum ich noch nicht in der Urologie zur Nach-OP war. Na prima, ich wußte natürlich von nix. Zu dem ominösen ?????? im Unterleib äußerte er sich so“Ich sehe nichts, wovon wir aus gynogologischer Sicht noch nichts wußten. Alles klar!?
Er wollte nun dafür sorgen, dass Urologen und Frauenärzte gemeinsam operieren.
Heute kam der Anruf. Leider war ich nicht selbst am Telefon, sonst….
Jetzt soll ich Dienstag in der Frauenklinik aufgenommen werden. Wenn mein Urologe meinen würde, es müsse nicht nachoperiert werden, dann….
Mehrere Anrufe in der MHH brachten mich nicht weiter, mein Urologe ist nicht erreichbar. Als ich in meiner Verzweiflung meinen Hausarzt anrief, kam der Hammer. Er hatte bereits in der Frauenklinik angerufen und ratet nun mal, was ihm dort gesagt wurde…. Eine Frau Tscherkasow war nicht bei uns.
Auf Anraten meines Docs gehe ich Dienstag auf Station und versuche dann dort alles zu regeln. Sein Rat, ich könne ja wieder gehen, wenn mir was nicht passen würde.

Nachtrag:
Meinen Hausarzt hatte ich übrigens monatelang nicht gesehen, weil er bei Terminanfrage entweder im Urlaub nicht in der Praxis oder die Praxis zu voll oder keine Termine frei waren. ich hätte zu einen der fünf anderen Ärzte aus der praxis gehen können, nur leider wussten die nach eigenen Angaben nicht so richtig Bescheid, weil ich ja nicht ihre Patientin bin. Mein Doc kann den Dämlichkeiten ruhig andere Anweisungen geben, an der Anmeldung richtet sich niemand danach.

___________________________________Fortsetzung_________________________


Wie kann es anders sein…

Ich kann scheinbar einfach nicht anders.  Ich muss mich stets bei der Vergabe von Krankheiten in die erste Reihe stellen.  Diesmal habe ich tatsächlich an der falschen Stelle „Hier“ geschrien.
Die Tumore in der Blase gehören zu der ganz fiesen Gattung von dieser so schon miesen Art von Krankheit. Kurz gesagt, der Krebs hat auch mich erwischt.
Die gute Nachricht, die Ärzte scheinen, zumindest im Moment, alles erwischt zu haben. Eventuell muss ich demnächst wieder ins Krankenhaus damit die Doctores nochmal in der Blase rumhobeln können. Näheres erfahre ich in ca. 7 Wochen.
Der Krieg kann also beginnen, denn ich habe noch so viel vor. Nächstes Jahr möchte ich die Lösung eines großen Geheimnisses in der Familie miterleben(leider darf ich noch nichts verraten), in 5 Jahren die Konfirmation meiner Enkelin, Die Schulentlassung, natürlich noch die Hochzeit und wenn möglich die Geburt meines 1. Urenkels. Wenn ich noch ein wenig nachdenke, fallen mir bestimmt noch viele Ziele ein. Ganz wichtig, nicht zu vergessen, ich kann doch Opossum und meine Familie nicht alleine lassen.
Also, es gibt viel zu tun und zu erleben, packen wir es an.

Ich wünsch euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


%d Bloggern gefällt das: