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Und schon ist alles wieder vorbei

Da werde ich nervös, weil mein Göga vor Weihnachten alles auf die letzte Minute erledigt. Freue mich auf meine Mutter die ich wochenlang nicht gesehen habe, auf die strahlenden Augen von Muckelchen und nun ist schon wieder alles vorbei.
Muckelchen hatte beschlossen in diesem Jahr sich am Heiligabend bis zur Bescherung nicht aus dem Haus zu bewegen, noch nicht einmal zu uns zu kommen. Sie wollte dieses Jahr unbedingt den Weihnachtsmann sehen. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass sie es nicht geschafft hat. Und dann hat er ihr noch nicht mal alle ihre Wünsche erfüllt, ihr sogar Spielzeug gebracht, welches sie sich nicht gewünscht hat. Eine bodenlose Frechheit…
Natürlich hatten wir wieder jede Menge Aufregung. Schon Heiligabend ging es Alpha gesundheitlich richtig miserabel und am 1. Weihnachtstag mussten wir alles verschieben, weil unser Töchterchen mit ihm zur Untersuchung ins Krankenhaus musste. Er hatte durch einen Virus eine Erkältung, welche sich ins Auge gezogen hatte. Also litt er unter furchtbaren Schmerzen im Kopf und hatte ein Klitschauge, „Frankenstein“ ließ grüßen. Wir verschoben unser gemeinsames Weihnachtsessen auf den nächsten Tag und aßen statt Ente mit Beilagen Bockwürstchen vom vorherigen Tag. „Öfter mal was Neues“.
Ach ja, bevor ich es wieder vergesse, vielen Dank an Razortooth. Die Liebe hat mich dieses Jahr wieder mit selbstgebackenen Keksen überrascht. Ich Gierlappen musste mich beherrschen, dass ich nicht alle auf einmal auffutterte. Liebe Melly, ich würde dich gerne verlinken, aber ich weiß nicht wie. Liegt es an mir, an Window8 oder an der angeblich „verbesserten Art, Beiträge zu erstellen“, ich weiß es nicht.

Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


„Dumm gelaufen“

Normalerweise müßte ich über das Hochwasser in einigen unserer Bundesländer, die daraus entstandenen Einzelschicksale, den mittlerweile sieben Toten oder dem Händler mit über 300 000 Euro, den Kriegen, Verbrechen, Unfällen oder zumindest über die heutige adelige Hochzeit, berichten. Aber bei all meinem Mitgefühl, bin ich immer noch der Meinung, andere haben ein fundierteres Wissen und können es hundertmal besser als ich. Ihr dürft es mir glauben, mein Mitgefühl gilt allen Menschen, die um ihr Leben und/oder Hab und Gut bangen müssen.

Wie ihr nun wisst bin ich mit meiner Enkelin, sie auf ihrem neuen Roller, ich auf meinem Scooter durch die Gegend gedüst. Die starken Schmerzen, die ich plötzlich hatte, habe ich mehr oder weniger erfolgreich bekämpft und so hätten wir vorgestern wieder unsere geplanten Fahrten in die Welt machen können. Wenn nicht, ja wenn nicht mein Scooter seinen Geist aufgegeben hätte. Nicht einen Zentimeter ließ er sich bewegen und Opossum war natürlich nicht da. Ein vor Enttäuschung weinendes Muckelchen und eine frustierte Oma warteten sehnlichst auf die Rückkehr von O. Leider konnten weder ein hilfsbereiter Nachbar noch mein Göga den Scooter in Bewegung setzen. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat die Kupplung ihren Geist aufgegeben. Wo wir doch heute zum Schützenfest im Dorf wollten… Da kann ich nur sagen, „Dumm gelaufen“.

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende und passt gut auf euch auf.


Im Leine-Center einkaufen, der Horror nimmt nicht nur für Behinderte kein Ende

Gestern gab mein Göga sich nun einen Ruck und fuhr mit mir, um Weihnachtseinkäufe zu erledigen, ins Leine-Center Laatzen. Ich habe mich gefreut wie Bolle, wußte ich doch nicht was auf uns zukam.
Als wir auf dem Parkplatz ankamen, waren wir über die vielen Behinderten-Parkplätze angenehm überrascht. Natürlich parkten dort wie immer Autos von Leuten die ganz offensichtlich nicht behindert waren. Von der T.r.o Bank parkte ein Firmenwagen auf einem dieser Parkplätze. Ist ja auch bequem, aus dem Wagen springen und quasi in die Bank fallen. Das sich Stunden später allerdings der Fahrer eines Behindertentransporters von diesen Bänkern unfreundliche Worte anhören musste, weil er Anspruch auf diesen Platz erhob, finde ich schon hammerhart. Unfassbar, dass die Menschen wie in vielen Dingen kein Unrechtsbewußtsein mehr haben.
Das die Türen am Haupteingang sich nicht automatisch öffnen, wen interessiert das schon, außer uns Behinderte und nicht zu vergessen, die Mütter mit Kinderwagen oder -karren, Rentner und Kinder. Fällt euch was auf, alles Randgruppen. Mütter und Kinder kann ich beruhigt in diesem Zusammenhang erwähnen.
Dann kam der nächste Schock… Die meisten Geschäfte sind für Menschen wie mich wie eine Tür mit einem dicken Schloss. In viele kommt man mit Rollstuhl nicht rein und die meisten anderen haben zu enge Gänge oder sind derartig mit Ware zugestellt, dass kein Durchkommen möglich ist. Wie oft Göga Umwege machen oder Gegenstände zur Seite schieben musste, ich kann und will es nicht mehr zählen.
Hinzu kommen die entsetzten, geschockten, angewiderten und entnervten Blicke mancher Verkäuferinnen und Mitbürger.
Als ich bei der Parfümerie Do.g.as einen Gutschein einlösen wollte, fühlte ich mich wie eine Aussätzige. Mit Erfolg wurden wir davon abgehalten in die Nähe der Regale zu kommen. Dachten die Angestellten ich würde die Ware aus den Regalen reißen, die Kunden belästigen, vielleicht sogar mit einer ominösen Krankheit anstecken oder anfangen zu randalieren? Ich weiß es nicht, ehrlich gesagt finde ich es auch unwichtig… Diesen Laden werde ich nicht mehr betreten. Bei Rossmann und DM wird man netter bedient.
Wäre Opossum nicht gewesen, ich hätte oft lauthals gemosert. Wir sollten viel mehr und viel lautstarker unser Recht einfordern. Wir müssen uns wehren, denn auch als Behinderte haben wir einen Anspruch auf höfliche Behandlung.
Natürlich möchte ich nicht die zuvorkommenden Verkäuferinnen sowie die netten und hilfsbereiten Menschen unerwähnt lassen. Sie verschönern einem das Leben.


Überraschung

Gestern war der Beste aller Ehemänner mal wieder unterwegs, somit saß ich alleine rum und hielt „Maulaffen feil“.
Na ja, sagte ich mir irgendwann, ruf deine alte kranke Mutter an, dann hast du dein tägliches Telefongespräch mit ihr erledigt.
Als wir nun so über dies und das sprachen, warum müssen alte Menschen eigentlich nur ständig rumnörgeln? klingelte es plötzlich an der Tür.So ein Mist, dachte ich, jetzt bekommt Töchterchen schon wieder ein Paket, kann die nicht selbst die Tür aufmachen?
Ich sause also so schnell ich kann zur Tür und…. nicht für Töchterchen hatte der Postbote ein Paket, es war für mich.
Die liebe Heike (paradalis) hat mir wie letztes Jahr ein Päckchen geschickt. Vielen Dank, Heike, ich habe mich riesig gefreut.
Schnell habe ich das Telefongespräch mit meiner Mutter beendet, um das Päckchen aufzumachen.
Leckere Kekse, eine Karte mit dem Konterfei von meinem Freund Attila, ein Winterhäuschen für Teelichter und kleine Schokoladentäfelchen kamen zum Vorschein.
Als mein Göga nach Hause kam, wollte er sich sofort die Schokoladentäfelchen schnappen. Ich konnte ihn in letzter Minute davon abhalten, will Paula mir doch endlich nächste Woche nochmal zeigen, wie ich Fotos einstelle.

Ich wünsche euch einen gruhsamen 2. Advent. Fahrt bitte vorsichtig oder noch besser, bleibt zu Hause. Für morgen wurde in der Wettervorhersage Schneefall mit Glatteis angesagt, denn

                            „Ich liebe euch doch alle“.


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