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Es hat sich gelohnt

Endlich habe ich mit meiner Nichte telefoniert. Die Frage warum meine Halbschwestern sich nicht mehr gemeldet haben, ist geklärt. Viele Jahre haben meine Eltern, mein Bruder und ich darüber gegrübelt. Bei mir sind es jetzt immerhin fast genau 50 Jahre. Leider werden die anderen niemals die Antwort erfahren, denn sie leben nicht mehr.
Das Gespräch muss ich erstmal verarbeiten. Zuviele Informationen, zuviel für mich Unverständliches, zuviele Freude und Trauer muss ich verarbeiten. Wir werden uns treffen. Ich hoffe, es wird bis dahin nicht zu viel Zeit vergehen.

Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.

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Schon in der Grundschule gemobbt werden und plötzlich wird das Opfer zur Täterin gemacht

Da wird Muckelchen seit fast 2,5 Jahren in der Schule gemobbt. Wird ausgegrenzt, geschlagen, bedroht, bestohlen und schickaniert und nun fangen die Lehrer, ja selbst der Direktor M. zur Täterin zu machen. Unserer Tochter und unserem Schwiegersohn wird vorgeworfen sie würden nicht kooperieren.
Ich bin wütend und entsetzt, habe die ganze Nacht vor Aufregung nicht geschlafen.
In was für einer Welt leben wir denn heute!?
Ungezählte Male hat unsere Tochter das Gespräch mit Eltern, Lehrern und auch dem Direktor gesucht, hat irgendwann sogar die Schulbehörde eingeschaltet. Nicht einmal haben meine Tochter und Mann Ersatz für die verschwundenen oder die beschädigten Sachen verlangt. M. hat immer wieder versucht Kontakt zu den Kindern zu bekommen. Statt dessen wurde sie geschlagen, geschupst, ja ein Kind drohte ihr sogar an, sie ümzubringen, ein anderes, dass es sie erwürgt. Ein Kind hat ihr mit dem Bleistift ins Gesicht gestochen, „glücklicherweise“ landete der Stich kurz unterm Auge. Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Aggressionen und Traurigkeit wechseln sich bei M. ab. Wie oft sie nicht zur Schule gehen möchte, können wir schon nicht mehr zählen. Wie oft hat sie keine Lust die Hausaufgaben zu machen. Dem Himmel sei Dank ist sie trotz allem ein noch recht fröhliches und aufgeschlossenes Kind.
Irgendwann haben ihre Eltern und wir ihr beigebracht sich zu wehren, auch körperlich. Das wird ihr jetzt von den Lehrern zum Vorwurf gemacht.
Nun wurde gestern meiner Tochter und unserem Schwiegersohn mitgeteilt, sie würden nicht mitarbeiten, der Direktor wäre dafür, dass unsere Enkelin die Schule verlässt.
Ich kann die bösen Gedanken nicht ganz vermeiden. Will man die eigene Unfähigkeit unter den Teppich kehren, seine Bequemlichkeit haben oder spielen Sympathie für die „Täter“, vielleicht sogar durch Geschenke hervor gerufen, eine Rolle???
Ich bin jedenfalls fassungslos.
Ich wünsche euch allen einen schönen Tag und passt gut auf euch und eure Familie auf.


Unglaublich aber wahr/ Fortsetzung

Ich will nicht mehr. ich mag nicht mehr. Ich habe die Schnauze von Krankenhäusern und Ärzten für *ichweißnichtwielange* gestrichen voll.
Nachdem die Wut bei mir verraucht ist, macht sich bei mir Hoffnungslosigkeit und eine große innere Leere breit. Genug ist genug…
Am Montag hatte ich meinen Termin im Krankenhaus um die OP am linken Oberarm zu besprechen, vorzubereiten, *ichweißselbstnichtmehrsogenau*.
Da waren sich nun endlich mal drei Ärzte einig, mein Hausarzt hatte für mich einen Termin im KH gemacht, alles schien diesmal zu klappen. Wenn da nicht so eine Oberknalltüte von Arzt in der plastischen Chirugie gewesen wäre. Die Schmerzen könnten nicht davon kommen, die Ärzte wollten mir nur helfen obwohl mir nicht zu helfen sei, bei meinen vielen Krankheiten könnte man die genaue Ursache für die wahnsinnigen Schmerzen nicht mehr feststellen, ob ich mit meinen Krankheiten überhaupt eine OP noch durchstehen würde. Bla Bla Bla Blablabla…. Keiner konnte sich an den Anruf meines Hausarztes erinnern, mein Doc war natürlich nicht in der Praxis zu erreichen, der Chefarzt der Klinik konnte sich auch nicht erinnern. Über zwei Stunden Wartezeit, keine zehn Minuten Gespräch und die blöde Bbdüm und Opossum standen ziemlich fassungslos auf der Straße.
Langsam frage ich mich, mache ich etwas falsch, wenn ja was. Komme ich vom Mars, rede ich so undeutlich oder weht in Deutschland für chronisch Kranke ein immer rauerer Wind? Ich weiß es nicht, es interessiert mich auch recht wenig. Ich habe einen Anspruch auf eine vernünftige Behandlung. Grrrrrrrrrr, ich glaube ich platze gleich vor Wut. Bloß nicht nachdenken…

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Der Schock sitzt tief..

Bis heute habe ich mich noch nicht von dem Besuch bei der Pneumologin in Hildesheim erholt.  Noch nie in meinem nun fast 60jährigen Leben bin ich so beleidigt worden. Noch nie fühlte ich mich so erniedrigt, aber auch so hilflos und einsam. Noch nie wurde ich in meinen Grundfesten derartig erschüttert!!!!!
Auch heute bin ich noch nicht in der Lage über dieses Gespräch vollständig zu berichten, geschweige denn eine Beschwerde bei der Ärztekammer einzureichen, selbst Opossum und Paula kennen den vollständigen Inhalt nicht.
Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Wochenanfang und passt gut auf euch auf.


Und wieder eine Nacht…

… in der ich an meinem Laptop sitze und die Zeit totschlage. Mein Sauerstoffgerät brummt und blubbert, die Uhr tickt und in meinen Ohren pfeift mein Orchester einen undefinierbaren Song.
Ich drehe meine Blogrunde, nur habe ich keine richtige Lust Kommentare zu schreiben. Dann lasse ich es eben, wird schon keiner merken.
Ich könnte ja bei FB ein Spielchen , einen Schnack mit einer „Freundin“ oder „Nachbarin“ wagen, mir fehlt nur der richtige Antrieb.
Ich lasse die Gedanken schweifen, schwelge in Urlaubserinnerungen, überlege was ich machen könnte, frage mich, was der Tag so bringt.
Gestern Abend haben wir erfahren, dass unsere nette, circa 82jährige, sehr kranke Nachbarin vor ein paar Tagen verstarb. Komisch, wenn ich in den letzten Tagen auf das Haus sah, wirkte es unbewohnt, irgendwie einsam, ohne Seele. Ich hoffe ihr wißt, was ich meine. Sie winkte stets freundlich, machte jedoch jedesmal einen großen Bogen, wenn sie mich sah. Kein Wunder, denn ein Gespräch vom Gartenzaun aus war wegen meiner Schwerhörigkeit nicht möglich. Opossum hat sich gerne und oft mit mir unterhalten. Mir fällt bei der Gelegenheit auf, ich kenne alle Nachbarn nur vom Sehen. Würde ich sie irgendwo treffen, ich würde sie nicht erkennen. Es wird glaube ich Zeit, sie mal ein wenig zu nerven, mit meinem palavere zu erschrecken. He, die Idee der Nacht!!! Ich habe eventuell endlich eine neue Beschäftigung gefunden.
Von meinem Arztbesuch gibt es übrigens nichts weiter zu erzählen, das übliche Blablabla Blubb.
Und was mache ich nun? Ich könnte euch mit noch weiteren 246 Wörtern Geseiche nerven, aber ich will mal nicht so sein. Nur weil mir langweilig ist, sollt ihr nicht unnötig lange leiden.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und passt gut auf euch auf.


Was soll ich schreiben…

…, es gibt nicht viel zu erzählen.
Ich habe mich noch nicht von den zwei Tagen in der Reha-Klinik erholt. Schlafphasen von Schmerzattacken unterbrochen, prägen die letzten Wochen. Das Brummen und Blubbern des Sauerstoffgerätes zerrt an den Nerven von Opossum und mir. Selbst Paula und Familie, die eine Etage höher wohnen, hören dieses Brummgeräusch. Stelle ich das Gerät an, ertönen drei laute Pieptöne, die durch Mark und Bein gehen und Tote erwecken könnten. Wer diese Geräte erfunden hat und der Hersteller, müssen noch schwerhöriger als ich sein. Dieses Brummen höre ich selbst ohne Hörgerät, sogar die Tinnituskonzerte in meinen Ohren werden manchmal davon übertönt. Man gönnt sich ja sonst nix…
Von Donnerstag bis Sonntag waren unsere Freunde aus E. wieder zu Besuch, eine willkommene Abwechslung. Ich glaube sie waren froh, als sie nach Hause fahren konnten, denn auch sie nervte dieser Ton.
Gestern hatte ich dann das Highlight des Jahres. Ich war beim Zahnarzt. Tagelang habe ich gezittert, wilde Träume plagten mich.
Pünktlich erschienen wir in einer supermodernen, toll eingerichteten Praxis. Da ich zur Gattung der Schisshasen-AG gehöre, hatte ich die Wahl-entweder erst ein Gespräch mit dem Arzt, um zu sehen ob ich ihn mag, undsoweiterundsofort, oder gleich auf den Behandlungsstuhl. Da ich übles ahnte, wählte ich den Stuhl und ich sollte recht behalten.
Ein sehr netter, junger, gutaussehender Arzt sah in meinen Mund, erfuhr von meinen Krankheiten und dann kam das große Abwinken…
Wieder ein Zahnarzt der nicht das Risiko eingehen möchte… „Bitte gehen sie in die MHH Hannover. Super, Klasse, Danke schön, ich und die Zahnklinik der MHH, irgendwann mal vielleicht…
Links neben dir stöhnt einer vor Schmerzen, rechts surrt der Bohrer, gegenüber … Hauptsächlich Studenten behandeln die Patienten. Und auch dort haben sie mich schnell abgewimmelt. „Kommen sie Anfang der Woche wieder…“ Na klar, dann hat derjenige garantiert keinen Dienst. Die fiesere Variante-„Wir müssen alle Zähne ziehen, gehen sie bitte mal da und da hin“… Klar war Schisshase schneller draußen, als ihr denken könnt. Weitere Details lasse ich mal weg, nicht das ein Sensibelchen unter euch Schweißausbrüche und das große Zittern bekommt.
Heute muss ich nun zu meinem neuen Hausarzt. Mal sehen, was der so für mich auf Lager hat.
Euch wünsche ich einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Eine anstrengende Woche

… voller Aufregungen liegt hinter mir.
Der Versuch ein klärendes Gespräch mit meinem Noch-Hausarzt zu führen endete wie erwartet sehr unbefriedigend.
Zu meiner großen Freude muss ich nicht nur meinen Rollstuhl, sondern darf ich auch meinen Shoprider zur Rehaklinik mitbringen. Eine für mich überaus angenehme Überraschung.
Am Donnerstag kam endlich unsere neue Sitzgarnitur. Vorher wurde ausgeräumt, geputzt, umgeräumt, aussortiert und eingeräumt. Und weil es so schön war, fiel das Büro auch gleich der Säuberungs-und Umräumaktion zum Opfer. Natürlich habe ich wie immer Opossum mit meiner Nervosität und meinen guten Ratschlägen fast in den Wahnsinn getrieben. Ich konnte mich außerdem hinsetzen oder hinstellen wo ich wollte, ich war ständig im Weg. Helfen durfte ich auch nicht, also habe ich ein wenig rumgenörgelt. Mir hat’s Spaß gemacht, ratet mal wem nicht. 😉
Seit Tagen schlucke ich wegen starker Schmerzen Tabletten und gehe ab Dienstag zur Krankengymnastik.
Indikation: BWS-Syndrom. Spezifizierung der Therapieziele: Schmerzlinderung, CAVE Osteoporose. Nun googelt mal schön, warum soll es euch besser gehen als mir. 🙂
Am Freitag reisten dann mal wieder unsere Freunde aus E. an, um Opossum hilfreich zur Seite zu stehen. Dank ihrer Hilfe war das Thema ruckizuck erledigt. Zur Erholung genossen wir dann Samstagabend einen von Paula gemixten alkoholfreien Cocktail. Ich sag euch, der kann süchtig machen.
Nachdem unsere Freunde am Sonntagmorgen abgefahren waren, fiel ich wie tot ins Bett und rührte mich erstmal nicht mehr.

Ich wünsche euch einen wunderbaren Wochenanfang und… passt gut auf euch auf.


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