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Und das passierte… !!!

Ich schreibe diesen Beitrag nicht um mich irgendjemanden gegenüber zu rechtfertigen, um Mitleid zu erheischen oder Ratschläge zu erhalten. Auf Kommentare wie, „Meinst du nicht es lag vielleicht an dir, denn  ständig  erlebst du so negative Dinge“ kann und will ich verzichten.

Ich schreibe den Beitrag als Gedächtnisstütze. Um anderen zu zeigen,  wehrt euch, lasst euch nicht alles gefallen. Seht her, nicht nur euch ging es so, auch andere haben schlechte Erfahrungen gemacht. Natürlich auch zur Warnung, zu zeigen wie man mit Pflegebedürftigen und Behinderten in einigen solcher Kliniken umgeht. Und ich schreibe, denn ich muss meine Wut, meine Verzweiflung, meine Trauer, meine Verwirrung und mein Unverständnis in den Griff bekommen.
Verzeiht, wenn ich chaotisch oder unzusammenhängend schreibe. Meine Gefühle und der Blutdruck spielen auch noch heute Achterbahn.
Wie einige von euch wissen, sollte ich eine Reha machen. Auf Anraten meines nun entgültig ehemaligen Hausarztes entschied ich mich für Bad Salz…u…
Am 18.06. machte ich mich in Begleitung meines Mannes auf den Weg. Im Gepäck Sauerstoffgerät, Rollstuhl, Krücken, Laptop, Bastelzeug, Koffer und diverse Taschen.
In der Rehaklinik wurden wir sehr freundlich begrüßt, alles lief wunderbar. Wir hätten hellhörig werden sollen. Es war einfach zuviel des Guten.
Auf Station5 sollte ich die nächsten Wochen verbringen. Eine supernette Krankenschwester, ein ebenso netter Oberarzt. Als sie erfuhren, dass ich Pflegebedürftig bin, dann auch noch StufeII brach das Chaos aus. Die Station war nur bis 16.00Uhr besetzt, am Wochenende gab es im ganzen Haus nur eine Schwester und eine/n Arzt/in.
Während die Schwester ein Zimmer auf einer der Stationen für Pflegefälle suchte untersuchte mich eine etwas eigenartige Ärztin, Bauch abdrücken war bei ihr Bauch streicheln, in meiner Akte blätterte sie nur hilflos hin und her, um dann Essen , Rotlicht gegen meine Verspannungen uznd Krankengymnastik, alles im Zimmer zu verschreiben.
Irgendwann gingen mein Mann und ich auf die andere Station und ich bekam mein Zimmer. Und ab da ging es für mich bergab.
Ene Schwester für eine Station Pflegebedürftiger. Ich bekam nur noch zu hören, wir haben kein Personal um sie ständig hin-und herzuschieben. Ich bot mich also blöd wie ich bin an, gleich am ersten Abend den Versuch zuz starten, zu Fuß in den Speiseraum zu gehen. Sollte ich Probleme bekommen, würde man mich holen. Ich quälte mich also hin, merkte ich komme nicht zurück, man rief an und… die Schwester kam mit einem Rollator. Hielt lauthals vor den anderen Patienten einen Vortrag, bestimmte, dass ich den Weg zurück laufen kann. Ich Idiotin quälte mich unter Protest und wahnsinnigen Schmerzen zurück, damit die anderen Patienten nicht noch größere Augen und Ohren bekamen. Sie hielt mir während des Weges Vorträge bis ich ihr mitteilte, ich würde nicht mit ihr über meine Krankheiten diskutieren. Ein mobiles Sauerstoffgerät bekam ich nicht, denn ich hatte zuhause ja auch keins. Als die Stationsärztin davon erfuhr, war sie entsetzt. 

Ich kam Montagmittag an, am Dienstagabend wurden mir die Füße, Beine und der Rücken gewaschen, das war’s. Hätte mich mein Mann nicht am Mittwoch vor der Abfahrt gewaschen, ich wäre stinkend nach Hause gekommen.
Dienstagmorgen musste ich um 9.00Uhr im Erdgeschoss zum Lungenfunktionstest, um 11.00Uhr zum EKG. Zähneknirschend wurde ich dorthin gebracht. Dort waren sehr nette Mitarbeiterinnen, nur man fuhr mich sofort von da zum EKG. Warum wohl??? Richtig, man kann mich nicht ständig durch die Gegend fahren. Zu meinem Glück kam ich schon nach ca. 50 Minuten dran, hätte man mich nicht zwischendurch untersucht, ich hätte 1,5Stunden warten müssen. Auch dort waren alle nett, bis… bis es hieß ziehen sie bitte ihr Oberteil aus. „Entschuldigen sie, das kann ich nicht mehr“. Ein böser Blick und mein Oberteil wurde mir auf gröbste vom Körper gezogen und auf die Art auch wieder angezogen. Mein Jammern wegen der Schmerzen wurde einfach überhört.
Ich bekam bis auf das Mittagessen am Abreisetag ständig Essen mit Lebensmitteln gegen die ich allergisch bin. Als ich abends reklamierte, dass ich kein Vollkorn-und auch kein Korbbrot essen darf, ließ mir die Schwester ausrichten, ich soll in den Speiseraum gehen und mir welches holen. Wäre nich der junge, immer nette und fröhliche Pfleger gewesen, ich hätte nix zu essen gehabt.
Ich bekam den 1. Abend keine Zwischenmahlzeit. Ich hätte sie mir aus dem Speisesaal mitnehmen sollen. Hätte mir die Nachtschwester nicht Zwieback gegeben, wer weiß… Jeder wußte von meiner Diabetes.
Die Ärztin entschuldigte sich bei mir mit der Begründung, ich sähe gut aus, sie hätten nicht gedacht es mit einer so Kranken zu tun zu haben. Die Listen mit Allergien und meinen Krankheiten war angeblich verschwunden.
Da ich einen schweren Harnweginfekt hatte und noch habe, musste ich Antibiotika nehmen. Praktisch, ich hatte meine Notfallration  mit, denn sie wußte nicht, welche ich wegen meiner Allergie gegen Antibiotika nehmen kann. 😦
Tja, und dann kam es. Ich sollte zum Essen in den Speiseraum gehen. Nicht weil ich eine Wunderheilung hatte. Nein, man kann mich doch nicht hin-und herfahren. Es befände sich auf jeder Sation nur eine Schwester, die Nachtschwester muss sogar 4Stationen bewältigen.
Sie verordnete mir Gehschule, Krankengymnastik und fahren auf dem elektrischen Fahrrad. Plötzlich waren meine Knochen nicht kaputt, weil ich krank bin und … Ich bin krank, weil ich mich nicht bewege. Warum hat mir denn dann, damit meine Knochen nicht brechen, der Chirug eine Orthese verschrieben? Ich sollte auf dem Zimmer frühstücken und die anderen beiden Mahlzeiten im Speiseraum einnehmen. Sie könnten mich doch nicht ständig hin-und herschieben. 😦 Kotz, ich kann diesen Satz nicht mehr hören.
Ich frage mich nur, warum werden andere mit einer Harnwegserkrankung krankgeschrieben und ich muss anfangen zu ackern.
Mein Mann hatte am Dienstag bereits die Krankenkasse informiert, die mir die Genehmigung erteilte, die Reha sofort abzubrechen. Ich harrte allerdings noch bis Mittwoch aus, die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt, zudem ja das meiste Personal nett war. Sie können schließlich nichts dafür, wenn die Personalpolitik der Klinik nicht stimmt.
Nach einer Nacht mit unerträglichen Schmerzen,(Als Antwort der Ärztin „Warum sind sie denn nicht gekommen, sie wußten doch, mein Dienst fing erst um 14.00Uhr an, also war ich nachts im Haus“, auf dem Frühstückstablett ein Roggenbrötchen lag, teilte ich meine Abreise mit. Ich muss sagen, sie bemühten sich mit aller Kraft mich zu halten, aber mir reichte es.
Heute bekam ich von der Krankenkasse das Angebot, mir eine andere Rehaklinik zu suchen. Leichter gesagt, als getan!!! Die meisten Kliniken nehmen keine Pflegefälle auf. Warum? Na sie haben kein Personal für die nötige Pflege und …. sie können mich doch nicht immer hin-und herfahren. Ich liebe Ehrlichkeit!!!

Bevor ich euch endlich erlöse, eine Frage zum Nachdenken… Warum braucht ein so kranker Mensch wie ich noch eine Reha? Eine schöne Kur zum erholen würde vollkommen reichen.

Nachtrag:

Bei Ankunft bekam ich eine Flasche Wasser, mein Mann und eine Lernschwester besorgten mir je einen halben Liter vom hauseigenen Brunnen, das war es. Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch trank ich Leitungswasser!!! 😦

Ich wünsche euch alles Gute und passt gut auf euch auf!!!


Gefühle, Gesprächsfetzen und …

Wie ich in dem Beitrag „Ich habe heute das Krankenhaus auf eigenes Risiko verlassen“ geschrieben habe, tauchte plötzlich die Diagnose COPD(Lungenkrankheit, die zu 90% Raucher bekommen) auf. Nun versuche ich verzweifelt, aber auch vergeblich zu erfahren, wer diese Diagnose als erstes gestellt hat. Ich hoffe, ihr könnt diesen Gesprächsfetzen gedanklich folgen. 😉

„Herr Doktor(Diabetologe), warum haben sie in diesem Patientenbrief die Diagnose COLD(Chronic obstructive lung disease) eingetragen und wie kommen sie zu dieser Diagnose“?
„Sie sind Raucherin und alle Raucher haben das“!
„Und warum haben sie mich nicht darüber informiert“?
„Ähm…., wir sind für die hauptsächlich für die Diabetes zuständig….“
Ach so!? 😯

„Frau Doktor(Pneumologin), ich denke ich habe seit über 30 Jahren Asthma!? In einer der führenden Asthmakliniken, in einer Lungenfachklinik und mehrere Lungenfachärzte, unter anderem auch sie, haben die gleiche Diagnose gestellt. In mehreren Krankenhäusern wurden meine akuten Asthmaanfälle behandelt, nun heißt es plötzlich ich habe COPD!? Ich war doch erst letztes Jahr zur Untersuchung bei ihnen“?
„Da habe ich das ja auch diagnostiziert…“
„Warum haben sie mir denn Nichts davon gesagt“?
„Sie sind doch nicht wieder gekommen“.
Ich habe sie doch gefragt. Wenn sie gesagt hätten kommen sie wieder, dann….
„Hätte doch keinen Sinn gemacht, ihr Hausarzt war etwas eigen. Er hätte sowieso gemacht was er will“.
Ach so!? 😯
Sie hätten mir doch aber etwas sagen können, dann wäre ich doch gekommen.
„Sie hätten ja den Brief lesen können, den ich Doktor…. geschrieben habe“.
„Wenn er mir davon nicht erzählt, kann ich es doch nicht wissen!?“
„Und die Medikamente die sie nehmen taugen auch nicht viel. Die müssen sie nach und nach absetzen“.
„Ach so“! 😯

Diese Knalltüte von Ärztin wollte mir nach einem schweren Asthmaanfall, der übrigens von ihr behandelt wurde, ein Sauerstoffgerät verschreiben.
Übrigens soll ich nun, weil ich immer wieder nachfragte beide Krankheiten haben.
Und… nun kommt der Hammer!!!! Sie hat selbstverständlich bis zur letzten Untersuchung Asthma bronchiale diagnostiziert. Schon Mist, wenn man seine eigenen Diagnosen nicht lesen kann und nicht mehr weiß..

Mittlerweile bin ich jetzt 3 Wochen Nichtraucherin. Ich bin ein ganz klein wenig stolz auf mich.


Einen Monat und….

Einen Monat und einen Tag existiert jetzt unser Familienblog. Waaas, so lange schon? Wo ist nur die Zeit geblieben? 😉 Futsch, weg, nicht mehr auffindbar.  Opossum kann sich mit dem Bloggen immer noch nicht anfreunden, Alpha entwickelt sich erstaunlicherweise immer mehr (wenn auch langsam) zum  Blogger, Paula ist ja ein alter Hase (durch ihren eigenen Blog), Muckelchen gibt sich Mühe und ich? Ich habe Unterhaltung und Spaß. Langsam lerne ich (sehr langsam), ein bißchen die Technik, aber was für mich viel wichtiger ist: Das schreiben und das lesen von Beiträgen und Kommentaren, lerne Menschen aller Art und auch Rassen kennen, wenn auch nur schriftlich. Lache, freue mich und leide mit. Wer hätte das gedacht? Ich nicht, auf keinen Fall. Ich, die sich noch bis vor  ein paar Monaten vehement gegen einen PC oder ein Laptop gewehrt hat, sitze  jetzt jeden Tag vor dem Bildschirm und freue mich über jeden Kommentar. Ich, die nichts mit diesem neumodischen Kram zu tun haben wollte. Heute bedaure ich, nicht eher angefangen zu haben. Mich erstaunt aber am meisten, was ich hier so von mir preisgebe, für mich ein komisches Gefühl. Noch eigenartiger finde ich, daß fremde Menschen sich scheinbar dafür interessieren, eine schöne Erfahrung.

                                                                          Ich liebe euch doch alle.


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