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In der Chaosbude ist der Teufel los

Nachdem nun am Dienstag Opossum Geburtstag hatte, kommt heute unser Muckelchen dran. Sechs Jahre ist das beste Enkelkind von allen geworden. Wie schnell nur die Zeit vergeht.
Heute feiert Muckelchen mit ihren Freundinnen, Freunden und den Patentanten eine große Party, am Sonntag dann mit der Verwandschaft.
Nicht das ihr denkt am Samstag herrscht Ruhe in der Chaosbude. Nix da, Opossum feiert seinen Geburtstag.
Und natürlich putzt und kauft er wie immer in letzter Minute ein. Meine Nerven!!!
Wenigstens kam er diesmal nicht auf die Idee in letzter Minute noch irgendwelche Renovierungsarbeiten durchzuführen. Na wer weiß, man soll ja nicht den Abend vor dem Morgen loben. Er hat ja heute und bis morgen Nachmittag noch Zeit. Ich glaube, dann wandere ich aus.
Auf alle Fälle habe ich im Moment nichts zu lachen. Wenn was nicht klappt, „immer drauf auf die kleinen Dicken und dann auch noch auf den Kopf“.:-) Bedeutet bei uns spaßhaft gemeint, alle lassen an einer bestimmten Person ihren Frust/Nervosität ab.
Ich wünsche euch also genauso viel Spaß wie wir ihn hoffentlich haben werden und passt gut auf euch auf.


Und schon bin ich wieder da!

Montag rein in’s Krankenhaus, heute raus aus dem Krankenhaus. Irgendwie muss ich in einem meiner früheren Leben ein schlechter Mensch gewesen sein. Überlegt euch gut, was ihr jetzt dazu kommentiert….. 😉
Letzte Woche bemerkte ich bereits, wie es mit mir rapide abwärts ging. Warum, weshalb, keine Ahnung. Zum Arzt brauchte ich nicht gehen, der hätte wahrscheinlich verzweifelt mit den Schultern gezuckt und hätte mich wieder nachg Hause geschickt. Was soll der arme Kerl auch mit so einer Patientin noch anfangen? :mrgreen:
Also hieß es warten, Tee trinken und abwarten. Von Freitag bis Sonntag waren unsere Freunde aus E. da. Ich hatte immer öfter das Gefühl, ich breche auf dem Sofa sitzend zusammen. Bereits am Freitag verkündete ich G. hinter vorgehaltener Hand, ich würde wohl bald wieder im Krankenhaus landen. Ich wurde immer schwächer, meine Laune geriet total aus der Kontrolle, ich hätte vor lauter Wut und Frust, wenn es möglich gewesen wäre, mir selbst in meinen Allerwertesten treten können.
Lange Rede kurzer Sinn, bereits am Sonntag litt ich unter extremer Atemnot, die Nase triefte und die Augen tränten. Abends nahm ich Antibiotika, schluckte zusätzlich eine Portion Kortison, inhalierte, um dann mein Sauerstoffgerät anzuschmeißen. Nichts half, ich rasselte und fiepte wie eine alte Dampflok.
Natürlich hatte mein Arzt ab Montag wegen einem Seminar für die ganze Woche die Praxis geschlossen. Was egal war, denn er hätte mich eh in die Klinik überwiesen. Im Krankenhaus waren sie derartig von meinem Besuch begeistert, dass ich genötigt wurde dazubleiben.
Fazit: Nette Ärzte, supernettes Personal, liebe Bettnachbarinnen und Scheißdiagnosen. Ab sofort muss ich 12 bis 16 Stunden am Tag am Sauerstoffgerät hängen. Ich wurde nur entlassen, weil dringend Betten gebraucht werden, mir aber nicht weiter geholfen werden konnte und keine Lebensgefahr bestand.
Jetzt sitze ich hier dumm in der Gegend rum, schreibe dummes Zeug um die Zeit totzuschlagen und euch zu informieren.
Ich wünsche einen schönen Abend und passt gut auf euch auf!!!


Ich habe das Krankenhaus heute auf eigenes Risiko verlassen!!!

Vielen Dank für eure Anteilnahme und guten Wünsche. Sie haben mir Mut und Kraft gegeben!!!

Und nun muss ich meiner Wut, dem Frust, der menschlichen Enttäuschung und vielem mehr Luft machen. Ich kann weder garantieren objektiv zu bleiben noch die chronologische Reihenfolge einzuhalten.
Im Laufe der Jahre verlor ich immer mehr das Vertrauen in die Ärzte, entwickelte gegen Krankenhäuser eine gewisse Phobie. Nun sitze ich hier an meinem Läppi und frage mich, bin ich noch normal oder sollte ich einen Seelenklempner aufsuchen.
Wie ich geschrieben hatte, ging es mir gesundheitlich beständig schlechter. Ich hatte das Gefühl, jemand saugt das Leben aus mir raus. Nachdem in der Chaosbude die Erkältungswelle ausbrach, erwischte es auch mich. Dachte ich… !?
Da sich mein Gesundheitszustand drastisch verschlechterte, brachte mein Mann mich in einem schweißig, fiebrigen Zustand zu meinem neuen Hausarzt. Ihr könnt euch erinnern? Der, der Alles auf das Rauchen schob. Ich pfiff aus dem letzten Loch und begab mich auf eindringlichen Rat dieses Arztes in ein Krankenhaus, damit man mich dort sofort an einen Tropf mit Antibiotika „hängen“ konnte. Und nun begann für mich das Unfassbare!!!
Ich hatte davon gehört, dass es mittlerweile eine Zweiklassengesellschaft unter den Patienten gibt, die Privatpatienten und die Kassenpatienten. Ihr irrt euch!!! Es gibt die dritte Klasse, den Abschaum die Raucher.
In der Notaufnahme interessierte niemanden wie schlecht es mir ging. Mir wurde erzählt, was für ein schlechter Mensch ich bin, welche meiner Krankheiten durch das Rauchen entstanden sind, das ich auch als Pflegefall mich selbst an-und ausziehen kann usw.. Erst als ich drohte zu gehen, wurde dieses Gesülze beendet.
Auf Station dieser religiösen Einrichtung kamm dann der absolute Hammer. Ich böse Raucherin habe kein Asthma sondern COPD. Eine Krankheit die nur Raucher bekommen. So stand es auf meinem Einweisungsschein, Punkt. Als wurde ich ins Bett gelegt, musste inhalieren und das war es. Ich erfuhr noch von meinen guten Blutwerten, das ich keine Lungenentzündung habe….. und das war es.
Gegen 22.00 Uhr merkte ich dann, das ein derber Asthmaanfall im Anmarsch war, dachte ich…. Treu und brav klingelte ich voller Vertrauen nach der Schwester und bekam dann den nächsten Schock. Ich wäre Lungenkrank vom Rauchen, hätte inhaliert, fertig. Zum ersten Mal in 30 Jahren als Asthmatiker bekam ich etwas Angst. Also begann ich etwas lauter und rebellisch zu werden bis man eine Ärztin holte. Erst als ich dieser drohte das KH zu verlassen, einen Notarzt zu alarmieren, wurde mir geholfen. Allerdings auch dann erst, als ich der Ärztin verraten hatte, wieviel Cortison mir üblicherweise gespritzt wurde.
Von diesem Moment an habe ich bis Sonntag keinen Arzt mehr zu sehen bekommen. Inhalationen wurden mir nur widerwillig und sporadisch verabreicht, sämtliche Medikamente laufend geändert, usw..
Entschuldigt, mein Beitrag wird zu lang und wohl auch zu langweilig, aber ich muss… ich kann nicht anders.
Lange Rede, kurzer Sinn-ich verließ heute dieses Krankenhaus (nach harter Diskussion mit eben dieser Ärztin) um meinen Hausarzt zur Rede zu stellen. Dort verlor ich total den Glauben. Der arme Mann ist gut, scheinbar richtig gut. Er hat diese Diagnose aus einem Patientenbrief von meinem Diabetologen. Ausgerechnet dieser hatte bis heute mein absolutes Vetrauen. Wie kommt dieser Mann nun zu dieser Diagnose?
Jedenfalls hat mein neuer Hausarzt sofort in meinem Beisein am Telefon diese Ärztin zur Rede gestellt und kam zu dem Ergebnis, dass es richtig war, das Krankenhaus zu verlassen.
Ich muss jetzt aufhören, denn ich bin total erledigt. Ich habe noch nette Details, die ich vielleicht morgen folgen lasse. Ich habe nicht viel Zeit, denn ich habe beschlossen in den Krieg zu ziehen. Vielleicht kann ich 1 oder 2 Patienten dieses Schicksal ersparen.


Und schon folgt der nächste Teil…

Ich schwöre, ich erzähle keine Märchen, übertreibe nicht, alle Ähnlichkeiten mit Personen und Ereignissen sind gewollt.
Ich war am Donnerstag beim Physiotherapeuten. Hatte mir vorgenommen nichts darüber zu schreiben, keinen Ton davon von mir zu geben.
Doch ich platze vor Wut, Frust und Schmerzen, wenn ich euch nicht von diesem Horror erzähle. Andere, die in meiner Situation sind warne. Sie informiere, daß sie nicht alleine sooo etwas erleben, erdulden.

Opossum fährt mich also zu diesem Monster von Physiotherapeuten. Hätte ich doch nur auf mein Gefühl gehört. Mein Körper inclusive aller Sinne weigerten sich mit aller Kraft. Sämtliche Körperteile schrien-neein mach es nicht, wir wollen nicht. Selbst Opossum hat mir abgeraten, jedoch ich Schlauberger wollte beweisen…. Ja, was eigentlich..? Ich wollte aus irgendeinem kühlen Grunde zeigen-die Bärbel bemüht sich, läßt sich helfen.
Ich quäle mich also die Stufen hoch(eine Schnecke wäre schneller), komme außer Atem bei dem Typen an, muß sofort in die Folterkammer und es geht los. Auch hier keine Fragen nach Krankheten, außer die oft gehörte: „Warum sitzen sie denn überhaupt im Rollstuhl“? Na weil ich keine Lust zum Laufen habe. Wie ich diese doofe Frage hasse!!!
Dieser Sadist hat mich so mißhandelt, ich halte heute nur noch die Schmerzen mit Tabletten aus.
Alle Sünden habe ich gebüßt. Vor lauter Verzweiflung habe ich gelacht, was anderes konnte ich nicht mehr. Der Typ hat aus Unwissen auch noch meine linke Kopfseite, die durch mehrere OPs lädiert ist, bearbeitet. Da war der Zeitpunkt gekommen, wo dieser Hirni mit seinem Leben spielte. Hätte ich noch die Kraft gehabt, ich hätte….
Ich will hier nicht noch deutlicher werden. Als der Horror zuende war, die Schmerzen nicht weniger wurden, die blauen Flecken immer mehr schillerten, mein Gleichgewichtssinn rebellierte, ich endlich wieder zu Sinnen kam, brachte mein Mann mich zu meinem Doc.
Da bekam ich erstmal einen netten Asthmaanfall, nun schillert meine Hand auch in verschiedenen Farben.
Als mein Mann von dem Sadisten erzählte, sah der Arzt sich das Werk an und schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Kommentar(O-Ton): „Wenn er nicht wüßte, daß mein Mann ein ganz Lieber wäre, würde er annehmen….“
Lange Rede, kurzer Sinn-die Behandlung ist ersatzlos gestrichen.
Jetzt habe ich nicht nur Schmerzen, meine Diabetes spielt durch die Kortisonspritze auch noch verrückt. Ich gönne mir ja sonst nichts.

Warnung also an alle-laßt euch lieber als Querulant abstempeln, als sowas mitzumachen. Hört auf eure innere Stimme und euren Körper. Ihr erspart euch unter Umständen viel Quälerei, viel Schlaflosigkeit und viele unerträgliche Schmerzen.
Ich bin gerne bereit, euch mit Tips und Tricks zu helfen.
Eins ist jedoch gewiß, ich lasse mich nicht unterkriegen. Morgen werde ich erstmal etwas basteln und dann werde ich meinen Arzt nerven. Irgendwer, irgendwo muß mir doch jemand helfen.

                              „Ich liebe euch doch alle“.


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