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Ich lebe noch

Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Musste ich doch mein Leben total neu gestalten.
Noch immer kann ich nicht begreifen, dass mein geliebter Willi nicht mehr lebt. Geblieben sind de Trauer, die Erinnerungen und das Grab.
Viel musste ich neu lernen, vieles lernen aleine zu schaffen. Jeden Tag treten neue Probleme auf, die zu bewältigen sind. Kaum habe ich das eine gelöst, schwups, kommt schon das Nächste.
Vor drei Wochen bekam ich dann die nächste Scheiß-Nachricht. Ich habe wieder einen Tumor in der Blase. Nun musste auch noch zum 2. Mal die OP verschoben werden, weil ich einen hartnäckigen grippalen Infekt habe. Ich schwöre euch, ich habe diesmal nicht bei der Vergabe von Krankheiten hier geschrien.
Und dann bin ich auch noch innerhalb von ein paar Wochen gestürzt. Würde mein Töchterchen nicht mit im Haus wohnen, ich hätte keine Hilfe beim Aufstehen gehabt. Meinen kaputten Knochen passte das natürlich überhaupt nicht und sie meinten, ich müsste noch mehr Schmerzen haben.
Nun aber das Positive….
Vom Pflegedienst kommt zweimal die Woche eine Haushaltskraft. Sie könnte zwar vom Alter her meine Tochter sein, sie hat mir allerdings über alle Maßen geholfen. Mittlerweile besteht zwischen uns eine große Sympathie. Das mein Töchterchen und Familie mir helfen wo sie können, muss ich wohl nicht erwähnen.
Und dann wäre da noch die neue Bekanntschaft. Wir treffen uns immer auf dem Friedhof. Ihr Mann liegt in dem Grab neben dem meines Willis. Wiir trauern gemeinsam und trösten uns gegenseitig.

Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Immer wieder sonntags

…… kommt nicht die Erinnerung sondern die Langeweile. Damit ihr es nicht vergeßt, ich mochte den Sonntag noch nie. Was für ein öder Tag. Als Kind wurden wir früher in unser Sonntagsausgehkleid gesteckt, bekamen weiße Kniestrümpfe oder Söckchen an und durften uns bei Androhung härtester Strafen nicht schmutzig machen. Wie öde, wie langweilig. *gähn* Ich kann mich kaum an meine Kindheit erinnern(erwähne ich nur zu eurer Erinnerung), das weiß ich allerdings noch. Der Horror war, wenn es auf den Friedhof ging, meine Größmutter väterlicherseits besuchen. Mein strenger Vater war dann noch strenger als streng. Wir durften nicht laufen, nicht springen, nicht pfeifen oder singen, erst recht nicht lachen. Das macht man doch nicht… Warum? Ich weiß es nicht mehr. Es gehörte sich einfach nicht. Punkt aus, Ende der Durchsage. Wie beneideten wir unsere Mutter, sie blieb regelmäßig zu Hause. Das Essen mußte schließlich pünktlich auf dem Tisch stehen. Am schlimmsten war es immer am 1. Weihnachtstag. Alle anderen Kinder spielten selig mit ihrem neuen Spielzeug, nur wir mußten bei Wind und Wetter vormittags auf den Friedhof. Nicht das ihr nun denkt, er war um die Ecke. Selbstverständlich mußten wir mit der Bahn quer durch Hannover fahren. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Als Jugendliche mußte ich früh zuhause sein, weil ich am nächsten Tag zur Schule mußte, später dann, weil ja am Montag wieder die Arbeit anfing. Wie ätzend… *grummel* Keiner hatte Sonntags, wohl in Erwartung auf den Montag, Lust etwas zu unternehmen. Und heute… !? Hat kein Arzt seine Praxis auf, weil sie sich erholen wollen. Bodenlose Frechheit *lach*. Und wer denkt an mich? Ein Tag an dem ich keine Ärzte und ihr Personal ärgern kann. *g*
Warum habe ich euch das jetzt alles erzählt? Egal, „Lange Rede, kurzer Sinn“, ich könnte auf den Sonntag gut verzichten.

Ich wünsche euch einen schönen Montag und passt gut auf euch auf.


Ein bisschen Stress

…. und schon bin ich tagelang sowas von erledigt. Ich glaube ich werde tatsächlich alt.
Da musste ich doch am Montag bereits nach nur ca, 2 Stunden Schlaf aufstehen. Ich musste.. Genau das war mein Problem. Schlafe ich sonst höchst selten mehr, am Montag hätte ich … Ich musste allerdings schon recht früh bei meinem äußerst „gesprächigen“ Augenarzt sein.
Dieses Mal hat er sich übertroffen. Ich hatte den Termin um 9.15 Uhr. Wir waren um 9.05 Uhr da. Um 9.20 Uhr saßen wir bereits wieder im Auto.
„Guten Morgen“ hat er sich erspart. Ein warmer Händedruck reicht schließlich. Ich gebe hier nur die Worte vom Doc zum Besten.
„Brauchen sie ein Rezept? Das kann ich eintragen. Gucken sie mich an. Die Werte sind wieder besser. Nein! Ich brauche die Adresse von ihrem Neurologen, denn ich muss ihm wohl schreiben. In drei Monaten kommen sie wieder“.
Wartezeit, 2x Hände drücken bei meinem Mann und mir, Untersuchung, Rezept ausdrucken und unterschreiben, Adresse vom Neurologen notieren und Termin an der Anmeldung geben lassen, haben also keine 15 Minuten gedauert. Dieser Mann sollte Ausbilder bei einer Behörde werden. Welch enorme Zeit könnten die Mitarbeiter sparen. 😉 Mein Mann war jedenfalls begeistert. Kein Bla Bla, keine zusätzlichen Untersuchungen.
Von da aus fuhren wir zu meiner Mutter nach Hannover, danach mit ihr auf den Friedhof, anschließend zur Apotheke und zur Post, brachten meine Mutter wieder nach Hause und Opossum kaufte noch schnell bei Edeka ein. Wir waren mittags wieder zu Hause und ich war total fertig.
Ich glaube, es hackt. Was soll dieser unnötige Stress!!! :mrgreen: Mein Körper und ich sind ausnahmsweise einer Meinung. Er meutert ohne Unterbrechung, murrt und verweigert glatt seine Dienste.
Eine bodenlose Frechheit!!! 😉


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