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Wie kann es anders sein…

Ich kann scheinbar einfach nicht anders.  Ich muss mich stets bei der Vergabe von Krankheiten in die erste Reihe stellen.  Diesmal habe ich tatsächlich an der falschen Stelle „Hier“ geschrien.
Die Tumore in der Blase gehören zu der ganz fiesen Gattung von dieser so schon miesen Art von Krankheit. Kurz gesagt, der Krebs hat auch mich erwischt.
Die gute Nachricht, die Ärzte scheinen, zumindest im Moment, alles erwischt zu haben. Eventuell muss ich demnächst wieder ins Krankenhaus damit die Doctores nochmal in der Blase rumhobeln können. Näheres erfahre ich in ca. 7 Wochen.
Der Krieg kann also beginnen, denn ich habe noch so viel vor. Nächstes Jahr möchte ich die Lösung eines großen Geheimnisses in der Familie miterleben(leider darf ich noch nichts verraten), in 5 Jahren die Konfirmation meiner Enkelin, Die Schulentlassung, natürlich noch die Hochzeit und wenn möglich die Geburt meines 1. Urenkels. Wenn ich noch ein wenig nachdenke, fallen mir bestimmt noch viele Ziele ein. Ganz wichtig, nicht zu vergessen, ich kann doch Opossum und meine Familie nicht alleine lassen.
Also, es gibt viel zu tun und zu erleben, packen wir es an.

Ich wünsch euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Rollstuhl unerwünscht

„Sie können/dürfen mit dem Rollstuhl nicht in die Kapelle“, wurden wir in unfreundlichen Ton angesprochen. So erging es mir, als wir am Freitag auf dem St. Nikolai Friedhof in Hannover, der Mutter einer Freundin die letzte Ehre erweisen wollten.
Es gab scheinbar keine andere Möglichkeit, als mich die 12 Stufen hochzuquälen. Als mein Mann allerdings meinen Rolli mit in die Kapelle mitnehmen wollte, wurde der Ton noch unfreundlicher. Wir mussten den Rollstuhl tatsächlich draußen lassen und ich mich auf den sehr unbequemen Stuhl quälen. Wohlgemerkt, es war genügend Platz für mein Gefährt. Jetzt frage ich mich, was hätte man gemacht, wenn ich keinen Schritt mehr laufen könnte? Woher wußte diese Person, ich nehme an es war der Küster, dass ich noch in der Lage bin ein paar Meter zu gehen? Dürfen Rollstühle generell nicht mit in Kirchen oder Kapellen genommen werden, weil man Angst hat sie verursachen ruhestörenden Lärm, oder sie stören die Gläubigen? Ich fühlte mich auf alle Fälle wie ein Mensch dritter Klasse. Beschämend, wenn ein Pastor noch nicht mal ein paar erklärende Worte findet.
Aus Rücksichtnahme auf unsere Freundin und ihre Familie habe ich mich beherrscht und meinen Mund gehalten.

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Ne me quitte pas/Bitte geh nicht fort

Jaques Brel, geb. 6. April 1929 – gestorben 9. Oktober 1978, ein belgischer Chansonnier und Schauspieler, sang seine Lieder in französischer Sprache. Er galt als einer der größten Chansonsänger seiner Zeit.
Anfang der 50er Jahre, verheiratet mit Therese Michielsen, mit der er 3 Kinder hat, wandert er nach Paris aus und läßt seine Familie in Flandern zurück. Er tritt bis zu seinem Durchbruch Ende der 50er Jahre auf kleinen Variete-Bühnen und Bars auf.
1967 trat er von der Bühne ab, spielte unter anderem in zehn Spielfilmen mit und frönte später seinen Hobbys.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und passt gut auf euch auf.


Erinnerungen und noch so einiges

Wir haben den Tag geschafft.
Mich haben die Erinnerungen an den 26. Januar 2011 zutiefst aufgewühlt. Unsere Familie erlebte ohne Vorbereitung den Supergau, erschütterte uns zutiefst.
Es begann eine Zeit zwischen Wissen, Hoffnung, Bangen und Unverständnis. Der Tod meines Bruders veränderte unser Leben, vor allem das meiner doch immerhin jetzt fast 84jährigen Mutter.
Es folgten für mich Trauer gepaart mit Selbstvorwürfen, Alpträumen und das Gefühl versagt zu haben. Das Unwissen darüber ob er noch etwas gefühlt, ob er Schmerzen leiden musste, wird mich den Rest des Lebens begleiten. Fühlte mich von meinem Bruder in Stich gelassen, hätte ihm gerne noch so viel gesagt.
Ich habe mich mit den Gedanken getröstet, es wird in diesem Jahr alles viel besser . Wenn ich schon mal anfange zu denken.
Den Tag an dem mein Bruder Geburtstag gehabt hätte, wäre ich gerne bei meiner Mutter gewesen. Sie musste ihn alleine verbringen, denn ich verweilte im Krankenhaus. Die beste Freundin meiner Mutter (ich kannte sie so lange ich lebe) verstarb vor knapp 3 Wochen und und und …
Es war mir selbst gestern aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ihr zur Seite zu stehen.
Verdammte gequirlte Scheiße!!! Es reicht so langsam. Aber ich will nicht klagen, es gibt viele Menschen denen es noch viel schlechter geht als mir. Denen wünsche ich Gute Besserung und denkt alle daran:

                                   Ich liebe euch doch alle!


Und es geht munter so weiter…..

Das mein Gesundheitszustand sich nicht mehr verbessern sondern verschlechtern würde…. OK, wenn ich ehrlich bin, wenn ich es auch nicht wahrhaben wollte, so habe ich es gewußt. Das Leben ist nun mal kein Ponyhof… Pech gehabt.
Das die Schmerzen ständig schlimmer werden würden, ich hab es gewußt… Selbst schuld, warum musste ich so oft „Hier“ schreien.
Das meine Aktivitäten auf ein Minimum zurückgeschraubt sind… Anderen Kranken geht es noch viel schlimmer… Auch wenn ich murre, nörgele und ab und zu meine Familie nerve… Warum haben sie mich als Tochter, Ehefrau, Mutter, Schwiegermonster oder Großmutter ausgesucht… 🙂
Krankheiten fordern ihr Tribut, fast jeder weiß das, wenn ich nicht wer dann!?
Sicherlich flirte ich gerne mit dem männlichen Pflegepersonal im Krankenhaus.. Nur so toll sehen sie dann doch nicht aus und wer mag schon andauernd das Gleiche Gericht. Ich jedenfalls nicht.
Lange Rede, kurzer Sinn-schon wieder droht mir ein Aufenthalt im Krankenhaus, allerdings nicht nur für ein paar Tage.
Ich gebe mein Bestes um das zu verhindern, ob das reicht kann ich jetzt noch nicht beurteilen.
Ich wünsche allen denen es aus irgendeinem Grund schlecht geht „Alles Gute“ „Gute Besserung“ „Haltet die Ohren steif“ und lasst euch nicht „unterkriegen“.
Passt alle gut auf euch auf und… 

                                    Ich liebe euch doch alle!!!


Schatten, Halluzinationen, Geister, Grauen und oder…..

Sie sitzt alleine im dunklen Wohnzimmer. Ihre Familie schläft. Wie so oft in den letzten Jahren kann sie nicht schlafen, weil ihre Krankheiten und die Medikamente sie nicht zur Ruhe kommen lassen.
Nur das flackernde Licht des dröhnenden Fernsehers erhellt hier und da das Wohnzimmer. Tusnelda steht auf, schaltet den Lichtschalter an, setzt sich wieder und träumt vor sich hin.
Doch plötzlich schreckt sie hoch. Sie hatte etwas kleines schwarzes…  gesehen. Bei dem Gedanken an diese ekligen dicken Spinnen bekam sie eine Gänsehaut, saß minutenlang stocksteif, die Umgebung beobachtend auf dem Sofa, aber es war nichts mehr zu sehen. Erleichtert lehnte Tusnelda sich irgendwann zurück und träumte wieder vor sich hin.
Tage vergingen, ohne dass etwas geschah. Doch eines abends sah T. wieder dieses undefinierbare Etwas. Diesmal weckte sie ihren Mann und bat ihn die vermeintliche Spinne zu suchen. Nichts, absolut nichts war zu finden. Kaum lag ihr Mann im Bett huschte wieder etwas über den Fußboden. Wieder saß sie stocksteif auf dem Sofa das Zimmer beobachtend, aber wieder geschah nichts.
In der folgenden Zeit tauchten diese unheimlichen Schatten immer öfter auf, wurden immer größer. Sie nahmen im Laufe der Zeit die Größe einer Maus, dann einer Ratte an. Es waren nur Schemen, nichts konkretes, dafür um so unheimlicher.
Tusnelda traute sich bald niemanden mehr davon zu erzählen. Das spöttische Grinsen der Mitmenschen, die zweifelnden Blicke konnte sie bald nicht mehr ertragen. Sie schämte sich. In ihrer Verzweiflung vertraute sie sich ihrem Arzt an und bekam die beruhigende Antwort, sie habe durch die vielen starken Medikamente Halluzinationen. Also kein Grund zur Besorgnis. Tusnelda ging erleichtert nach Hause und machte sich keine Sorgen mehr um die ständig größer werdenden Schatten.
Wochen später kam sie zu sich und war…, ja wo war sie denn? Sie stand verwirrt in einem dunklen Raum, nicht wissend wie sie dahin gekommen war, geschweige denn wo sie war. Es war stockdunkel, das Einzige was sie sehen konnte waren die Schatten, die um sie herum tanzten. Sie geriet in Panik, der kalte Schweiß ließ sie anfangen zu frieren, ihr Herz hämmerte schmerzhaft im Körper. Sie fing an zu schreien!!! Schrie, bis ihr Mann ins Zimmer stürmte und das Licht anschaltete. Sie befanden sich im Wohnzimmer. Tusnelda umklammerte ihr Kopfkissen und zitterte am ganzen Körper. Wie war sie vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer gekommen und warum war sie da…? Was wollten diese Schatten von ihr? Tusnelda wusste es nicht….
Das Grauen begann…

                                             Fortsetzung folgt!


Guckt mal

Wie einige von euch wissen bin ich in einem Puppenhausforum angemeldet.
Nun kam dort jemand auf die Idee aus einem Teil eines leeren Duplokartons eine
Kommode zu basteln und anschließend einen Workshop per Internet zu geben.
Hier nun meine 1. Kommode:

Leider stockt jetzt meine Produktion. Meine Familie kann nicht so schnell Essen wie ich gerne basteln würde. 🙂


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