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Immer wieder sonntags

…… kommt nicht die Erinnerung sondern die Langeweile. Damit ihr es nicht vergeßt, ich mochte den Sonntag noch nie. Was für ein öder Tag. Als Kind wurden wir früher in unser Sonntagsausgehkleid gesteckt, bekamen weiße Kniestrümpfe oder Söckchen an und durften uns bei Androhung härtester Strafen nicht schmutzig machen. Wie öde, wie langweilig. *gähn* Ich kann mich kaum an meine Kindheit erinnern(erwähne ich nur zu eurer Erinnerung), das weiß ich allerdings noch. Der Horror war, wenn es auf den Friedhof ging, meine Größmutter väterlicherseits besuchen. Mein strenger Vater war dann noch strenger als streng. Wir durften nicht laufen, nicht springen, nicht pfeifen oder singen, erst recht nicht lachen. Das macht man doch nicht… Warum? Ich weiß es nicht mehr. Es gehörte sich einfach nicht. Punkt aus, Ende der Durchsage. Wie beneideten wir unsere Mutter, sie blieb regelmäßig zu Hause. Das Essen mußte schließlich pünktlich auf dem Tisch stehen. Am schlimmsten war es immer am 1. Weihnachtstag. Alle anderen Kinder spielten selig mit ihrem neuen Spielzeug, nur wir mußten bei Wind und Wetter vormittags auf den Friedhof. Nicht das ihr nun denkt, er war um die Ecke. Selbstverständlich mußten wir mit der Bahn quer durch Hannover fahren. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Als Jugendliche mußte ich früh zuhause sein, weil ich am nächsten Tag zur Schule mußte, später dann, weil ja am Montag wieder die Arbeit anfing. Wie ätzend… *grummel* Keiner hatte Sonntags, wohl in Erwartung auf den Montag, Lust etwas zu unternehmen. Und heute… !? Hat kein Arzt seine Praxis auf, weil sie sich erholen wollen. Bodenlose Frechheit *lach*. Und wer denkt an mich? Ein Tag an dem ich keine Ärzte und ihr Personal ärgern kann. *g*
Warum habe ich euch das jetzt alles erzählt? Egal, „Lange Rede, kurzer Sinn“, ich könnte auf den Sonntag gut verzichten.

Ich wünsche euch einen schönen Montag und passt gut auf euch auf.


Eine kleine Stippvisite

Andere gehen Freitagabend  schön Essen, in die Disco oder Kino, machen sich eventuell einen schönen Abend zu Hause mit oder ohne Freunde oder sie fahren in den Wochenendurlaub. Ich Dussel verbringe den Abend in der Notaufnahme des Henriettenstiftes und anschließend im Krankenbett auf der sogenannten Durchgangsstation.    
Meine Lungen hatten mal wieder keinen Bock vernünftig ihren Dienst zu leisten und haben meinen Hausarzt (der mich mal wieder zu Hause besuchen durfte) in leichte Panik versetzt. (Kein Wunder, wenn er noch nicht mal ’ne Spritze und Medikamente in seinem Köfferchen hatte) Also ab ins Krankenhaus, ich gönn mir ja sonst nix… 😉
Ich war begeistert!!! Nette Ärzte, Schwestern und und und…. Ich bin in einem Krankenhaus noch nie so gestreichelt und in den Arm genommen worden. Nein, liebe FB-Fans, 😉 Dr. House war leider nicht da. Ich hätt ihn wirklich gern kennengelernt, er hat sich jedoch nicht blicken lassen.
Na ja, jedenfalls hätte ich fast nix zu nörgeln gefunden, wenn ja wenn das Krankenhaus nicht so „Asbach Uralt“ wäre. Außer dem Personal ist da wirklich alles älter als Methusalem, nur wahrscheinlich nicht so gut im Schuß.
Nachdem ich dann penetrant immer wieder gefragt habe wann ich wieder gehen darf, haben sie mich bereits Freitag entlassen. Laut Patientenbrief habe ich eindringlich darum gebeten. Brave Ärzte, sehr symphatisch. 
Lange Rede kurzer Sinn, wenn nun auch einige von euch gehofft hatten mit mir geht es zu Ende 😉 (wegen Dr. House und so), den Gefallen konnte ich euch leider nicht tun. Ich lebe und habe vor, diesen Zustand noch lange beizubehalten.
Ich werd mich also die nächsten Tage noch schonen, denn so ganz fit bin ich nicht so wirklich.
Ich wünsch euch allen ein wunderschönes, gesundes Wochenende und passt gut auf euch auf, denn:

                                    Ich liebe euch doch alle!


Szenen einer Ehe

Sie: „Na, was hast Du heute bei der Arbeit gegessen?“
Er: „Brötchen.“
Sie (schon leicht amüsiert): „Wie viele denn?“
Er: „Och… so zwei.“
Sie (kurz vor lachen): „Also drei oder vier!“
Er (leicht entrüstet): „Nein, zwei!!!“
(kurze Pause)
Er (etwas kleinlaut): „Naja, pro Pause…“


Ist doch voll klar!

Ich war vorhin mit Papa auf dem Spielplatz, und auf dem Rückweg habe ich mich mit unserer Nachbarin unterhalten. Die war nämlich gerade im Garten.
Als sie mich fragte, ob ich ihr helfen möchte, mußte ich sie leider enttäuschen. Schließlich war ich schwer beschäftigt.
Also habe ich ihr geantwortet, daß ich jetzt keine Zeit habe, weil ich jetzt erstmal etwas essen und danach das Essen verdauen muß. (Und daß ich ihr dafür morgen helfen kann…)

Ich weiß gar nicht, wieso Mama so gelacht hat, als Papa ihr das mit dem Verdauen erzählt hat… 😉

Gute Nacht,
Euer Muckelchen!


95. Geburtstag

Am 27. August diesen Jahres wird Heidi Kabel 95 Jahre. Sie gehört wie das Kölner Urgestein Willy Millowitsch zu den größten Künstlern der deutschsprachigen Volksbühnen. Sie wurde von den deutschen Theater- und Fernsehzuschauern nicht nur respektiert sondern auch geliebt. Als Homage an die Künstlerin Heidi Kabel werde ich in den nächsten Tagen einige Zitate und Aphorismen in unserem Blog bringen.

„Leider wissen viele junge Leute gar nicht ihr Glück zu schätzen. Wenn ich an meine Jugend denke, da gab es keine Zuschüsse, kein Bafög, kein Mutterschutzgesetz. Da waren wir froh, wenn wir etwas zu essen hatten und mal ein paar Kohlen klauen konnten.“


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