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Ich lebe noch

Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Musste ich doch mein Leben total neu gestalten.
Noch immer kann ich nicht begreifen, dass mein geliebter Willi nicht mehr lebt. Geblieben sind de Trauer, die Erinnerungen und das Grab.
Viel musste ich neu lernen, vieles lernen aleine zu schaffen. Jeden Tag treten neue Probleme auf, die zu bewältigen sind. Kaum habe ich das eine gelöst, schwups, kommt schon das Nächste.
Vor drei Wochen bekam ich dann die nächste Scheiß-Nachricht. Ich habe wieder einen Tumor in der Blase. Nun musste auch noch zum 2. Mal die OP verschoben werden, weil ich einen hartnäckigen grippalen Infekt habe. Ich schwöre euch, ich habe diesmal nicht bei der Vergabe von Krankheiten hier geschrien.
Und dann bin ich auch noch innerhalb von ein paar Wochen gestürzt. Würde mein Töchterchen nicht mit im Haus wohnen, ich hätte keine Hilfe beim Aufstehen gehabt. Meinen kaputten Knochen passte das natürlich überhaupt nicht und sie meinten, ich müsste noch mehr Schmerzen haben.
Nun aber das Positive….
Vom Pflegedienst kommt zweimal die Woche eine Haushaltskraft. Sie könnte zwar vom Alter her meine Tochter sein, sie hat mir allerdings über alle Maßen geholfen. Mittlerweile besteht zwischen uns eine große Sympathie. Das mein Töchterchen und Familie mir helfen wo sie können, muss ich wohl nicht erwähnen.
Und dann wäre da noch die neue Bekanntschaft. Wir treffen uns immer auf dem Friedhof. Ihr Mann liegt in dem Grab neben dem meines Willis. Wiir trauern gemeinsam und trösten uns gegenseitig.

Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute vom Neuen beginnen

Natürlich bin ich nicht der Verfasser dieses Spruches, es ist eine buddhistische Weisheit.

Nein, ich werde euch nicht mit Erinnerungen an das letzte Jahr nerven. Es hatte mehr Tiefen als Höhen, also Schwamm drüber.
Da finde ich schon interessanter, dass in Berlin auf der Partymeile schätzungsweise zwei Millionen Menschen gefeiert haben. Um 0.00 Uhr wurden 6000 Raketen abgeschossen.

Kaum zu glauben – In Dubai gab es das weltweit größte Spektakel. Es wurden binnen sechs Minuten 500 000 Raketen und Böller von 4oo verschiedenen Plätzen abgefeuert.

2014 wird übrigens ein Jahr voller Ereignisse mit Fußball-Weltmeisterschaft, Brandenburg-Wahl, 25. Jahrestag des Mauerfalls, Opossums und mein 40. Hochzeitstag, Muckelchens Einschulung und Opossums 70. Geburtstag.

Bleibt mir nur noch, euch ein frohes neues Jahr mit viel Gesundheit zu wünschen. Passt weiterhin gut auf euch auf.


Erinnerungen und noch so einiges

Wir haben den Tag geschafft.
Mich haben die Erinnerungen an den 26. Januar 2011 zutiefst aufgewühlt. Unsere Familie erlebte ohne Vorbereitung den Supergau, erschütterte uns zutiefst.
Es begann eine Zeit zwischen Wissen, Hoffnung, Bangen und Unverständnis. Der Tod meines Bruders veränderte unser Leben, vor allem das meiner doch immerhin jetzt fast 84jährigen Mutter.
Es folgten für mich Trauer gepaart mit Selbstvorwürfen, Alpträumen und das Gefühl versagt zu haben. Das Unwissen darüber ob er noch etwas gefühlt, ob er Schmerzen leiden musste, wird mich den Rest des Lebens begleiten. Fühlte mich von meinem Bruder in Stich gelassen, hätte ihm gerne noch so viel gesagt.
Ich habe mich mit den Gedanken getröstet, es wird in diesem Jahr alles viel besser . Wenn ich schon mal anfange zu denken.
Den Tag an dem mein Bruder Geburtstag gehabt hätte, wäre ich gerne bei meiner Mutter gewesen. Sie musste ihn alleine verbringen, denn ich verweilte im Krankenhaus. Die beste Freundin meiner Mutter (ich kannte sie so lange ich lebe) verstarb vor knapp 3 Wochen und und und …
Es war mir selbst gestern aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ihr zur Seite zu stehen.
Verdammte gequirlte Scheiße!!! Es reicht so langsam. Aber ich will nicht klagen, es gibt viele Menschen denen es noch viel schlechter geht als mir. Denen wünsche ich Gute Besserung und denkt alle daran:

                                   Ich liebe euch doch alle!


Erinnerungen

Die Uhr zeigt 2.17 Uhr, als ich anfange zu schreiben. Im Fernsehen läuft die „ZDF Kultnacht“. Im Haus herrscht Totenstille, nur in meinem linken Ohr spielt der Tinnitus verrückt. Im Fernsehen Musik, im Ohr verschiedene Pfeif-und Brummtöne. Nur keinen Neid, so ein Orchester kann sich eben nicht jeder leisten. Das Orchester im rechten Ohr hat durch das Gehörgerät Pause.

Ich schweife wie immer , wenn ich in der Nacht am Laptop sitze, vom eigentlichen Thema ab.
Ilja Richter war für uns damals ein Muttersöhnchen, doch seine Musiksendung hat damals wohl fast jeder gesehen. „Licht an, Spot aus“, wer kennt ihn nicht, seinen Ruf.
Durch die Musik kommen die Erinnerungen:
Meine erste Auslandsreise nach Portugal im Jahre 1971, wie ich Opossum kennenlernte, meine Beamtenprüfung, Hochzeit und Geburt unserer Tochter.
Erinnere mich, daß ich mit 19 Jahren Freitags und Sonntags um 19.00 Uhr, Samstags um 22.00Uhr zu Hause sein mußte. Mich heimlich im Treppenhaus schminkte, auf dem Nachhauseweg Kaugummi kaute, damit mein strenger Vater nicht merkte, daß ich geraucht und Alkohol getrunken hatte. Wie wir nach dieser Musik in der Disco rumhopsten, ach wie war damals alles aufregend.
Ich fast jedes Wochenende von Hannover nach Nienburg zu meiner Freundin fuhr und dort die „Sau“ rausließ. In der Schauburg den ersten Apfelkorn trank-mich standhaft weigerte Hasch zu rauchen. Ich von meinen Kolleginnen beneidet wurde, als ich 1972 für 4 Wochen, allerdings mit meinen Eltern, nach Griechenland fuhr. Ich dort jeden Abend heimlich verschwand, um zu feiern.
Ich könnte noch stundenlang schreiben, aber ich will euch nicht länger mit meinen Erinnerungen ermüden, vieles würde ich hier auch nicht schreiben.

                           „Ich liebe euch doch alle“:


Die andere Seite III

Nun begann auch schon mehr oder weniger die heiße Phase. Allerdings nicht nur bei meinen „Projekten“, sondern auch bei den „direkten“ Vorbereitungen für die Silberhochzeit. Zusätzlich zu meinen geheimen Aufgaben war ich also noch für Aufgaben zuständig, die meine Eltern mir „zuteilten“. Ich sorgte für die Einladungen, organisierte im Freundeskreis Leute, die bei der Feier als Thekenkräfte, Bedienungen und allgemeine Helfer fungierten, half hier und da, und zu guter Letzt erstellte ich eine Tischordnung. An dieser Stelle rächte es sich, daß ich Einzelkind 😉 bin. Ich kann mich noch gut erinnern, wie oft ich entrüstete Blicke etc. erntete, weil ich gerade Kleinigkeit X nicht für meine Eltern erledigen konnte, sondern stattdessen unbedingt 😉 zu Freundin Y fahren mußte… Natürlich fuhr ich nicht wirklich zu Freundin Y, sondern erledigte etwas für die Überraschungen :D.

Frau K. aus I. und ich fuhren wirklich ziemlich viel durch die Gegend, um das Video zu drehen.
Interessant war, wie unterschiedlich sich alle auf ihren „Part“ vorbereitet hatten. Einige hatten den Termin schon fast vergessen, andere waren einfach total aufgeregt, wieder andere hatten sich quasi richtige Showeinlagen ausgedacht :D. Eins hatten aber alle mehr oder weniger gemeinsam: Sie waren mit dem Herzen dabei.

Auch die Gesangsproben liefen weiter, ich werkelte weiter an der Hochzeitszeitung, machte anhand der Rückmeldungen erste Entwürfe für die Sitzordnung, erledigte all meine anderen Aufgaben, …

… und dann machte das Mütterchen „schlapp“.


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