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Wie das alte Jahr endete begann das neue…

Nachdem ich die 2.OP erfolgreich überstanden und kein weiterer Tumor gefunden wurde, bekam ich nach langer Wartezeit das Ergebnis von der Zweitmeinung. Ein Professor von der Uniklinik in Erlangen hatte die Unterlagen durchgesehen und riet mir zu einer Chemotherapie. Was mir niemand gesagt hatte, ich hatte einen sehr aggressiven Krebs und musste mit 60% bis 70% mit einem Rückfall rechnen. Es vergingen Wochen bis ich bei meinem Urologen einen Termin bekam. Dieser riet zu der empfohlenen Art von Chemo ab, weil ich sie nicht überleben würde. Mein Immunsystem ist zu sehr geschädigt. Erster Termin sollte Anfang Januar sein. Wenn, wenn ich nicht ich wäre.
Anfang Dezember, lacht bitte nicht zu laut, bin ich von der Toilette gefallen. Nein, ich habe nicht auf ihr gestanden, ich habe gesessen. Als ich meinem Hausarzt von dem Sturz erzählte fiel er bald vor lachen vom Stuhl. Haha… Ich war auf meine kaputten Knie gefallen und hatte mich mit meinen ebenso kaputten Händen abgestützt. Die Folge davon, ich konnte mich kaum noch bewegen. Der Doc sah keinen Handlungsbedarf. Jedenfalls kam keinerlei Reaktion. Zwei Tage vor Silvester musste dann doch ein Arzt kommen, weil ich bei jeder größeren Bewegung das ganze Haus zusammen geschrien habe. Der schickte mich wenigstens zum Röntgen ins Krankenhaus, Verdacht auf Beinbruch. Endlich durfte ich mal wieder im Krankenwagen durch die Gegend gefahren werden. Dem Himmel sei Dank wurde kein Bruch festgestellt. Ich wurde ohne Schmerzspritze oder Schmerztabletten wieder nach Hause geschickt. Begründung, ich würde ja schon Opiate nehmen. Man riet mir zu Hausmittelchen. Auf meine Frage wie ich wieder nach Hause kommen sollte, kam die Antwort, dafür wäre das Krankenhaus nicht zuständig.
Fragt mich nicht wie ich in unser Auto gekommen bin, ich weiß es selbst nicht mehr. Am 2.Januar, nach gefühlten 100 schmerzhaften Tagen kam dann aus der Hausarztpraxis der Sportmediziner und gab mir eine Spritze. Jetzt schreie ich wenigstens nicht mehr bei jeder Bewegung. Meine Chemo musste aus diesem Grunde verschoben werden. Heute nun wäre es endlich so weit gewesen. Wenn, wenn mein Urologe nicht vergessen hätte auf dem Rezept die Stärke des Medikamentes aufzuschreiben. Als die Apotheke beim Arzt nachfragen wollte war dieser ein paar Tage nicht zu erreichen und nun kommt das Medikament heute erst im Laufe des Tages. Zu spät… Der Termin wurde auf Mittwoch nächster Woche verschoben.
Ihr seht, das neue Jahr beginnt genauso bescheuert wie das alte endete. Ich bin begeistert.
Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Große Ereignisse werfen ihre Schatten

Zu Opossums 70. Geburtstag haben wir mit Paula und Muckelchen zusammen Kaffee getrunken. Am Samstag, also morgen, feiern wir nun im größeren Kreis den 70. nach und nun haltet euch fest, Muckelchens 7. Geburtstag. So schnell vergeht die Zeit. Meine 86jährige Mutter holen wir dann auf ihren eigenen Wunsch am Sonntag zu uns.
Das war’s für mich dann schon mit den angenehmen Ereignissen. Heute habe ich der MHH in Hannover einen Besuch abgestattet. Ergebnis, auf gut deutsch gesagt, (entschuldigt bitte diesen Ausdruck) absolute Scheiße. Ich muss schnellstens unter’s Messer, ganz schnell. Montag morgen ist es also vorbei mit lustig. Ich werde am Dienstag operiert. Da es sich um eine schwere Operation handelt, gibt es wegen meinem gesundheitlichen Zustand nicht nur umfangreiche sondern auch sehr unangenehme Vorbereitungen für die OP. Die letzte liegt mittlerweile 6 Jahre zurück. Heute habe ich nun endlich mal erfahren, dass es beim Intubieren schwere Probleme gab. Nun endlich weiß ich, warum ich seit damals mit dem Sprechen Schwierigkeiten habe. ich bin mal wieder hellauf begeistert. „Lange Rede kurzer Sinn“, wegen dieser Probleme werden mir vorher durch Nase und Hals Kameras geschoben, damit sie sehen, ob und wie… Tja und zusätzlich werden mir Zugänge am Hals und Hand gelegt. Falls es Probleme gibt, ihr wisst schon… ASS muss ich morgen absetzen, Wasserentzugstabletten dann am Morgen der Schnippelei, die anderen kann ich noch statt Frühstück schlucken. Halleluja!!!!! Und und und… Den Hinweis, dass die Narkoseärzte nicht begeistert sind, mich auf dem Tisch zu sehen, den konnte sich der Anästhisist natürlich nicht verkneifen.
Im Gegenzug habe ich verlangt, sie sollen sich ja Mühe geben. Nun sitze ich hier (sinnbildlich) mit voller Hose und würde mich am liebsten irgendwo verkriechen und hoffen, dass der Kelch an mir vorbei geht.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und passt gut auf euch auf.


Hannover deine Krankenhäuser Fortsetzung

Ihr werdet es nicht glauben, ich bin immer noch nicht im Krankenhaus.

Ich bin geschafft!!!  Mittlerweile bin ich nicht mehr in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen, geschweige denn, mich um einen OP-Termin zu kümmern.   mein Matschehirn hat auf Durchzug geschaltet,  Herz und Kreislauf  spielen verrückt, ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Dem Himmel sei Dank  versuchte Opossum mir zu helfen und telefonierte mit weiteren drei Krankenhäusern und bekam für mich einen Untersuchungstermin am 23. September in einer Abteilung für Plastische Chirugie.    Das würde heißen, mindestens vier Wochen  Warterei, vier Wochen unerträgliche Schmerzen.   In meiner Verzweiflung rief ich heute meinen Hausarzt an.  Er versprach mir zu helfen.  Mir fiel ein Stein von Herzen.  Nun harre ich der Dinge die da kommen oder auch nicht  und hoffe auf ein  schnelles  Ergebnis.

Ich wünsche euch einen schönen  Freitag und passt gut auf euch auf.

 

 

 

 

 

 

 


Im Grunde genommen gibt es nix Neues, denn das Alte haben wir noch nicht aufgebraucht.

Da quäle ich mich in den Garten, weil Muckelchen unbedingt Kartoffeln „pflanzen“ will und schon versucht sich so eine widerliche Zecke in meinen Fuß zu bohren. Dösig wie ich bin, gucke ich mir ca. einen Tag die Stelle an, bis ich merke wer sich da bei mir häuslich eingerichtet hat. Einen kleinen Trost habe ich, irgendwie scheint ihr mein von Medikamenten verseuchtes Blut nicht bekommen zu sein. So richtig vollgesaugt sah sie nicht aus. Bei dem Gedanken an dieses eklige Vieh juckt es gleich wieder am ganzen Körper.
Bei Opossum finden nun endlich wegen seiner monatelangen Schmerzen im Bein und Hinterteil diverse Untersuchungen statt.
Ansonsten ärgere ich mich mehr oder weniger mit den Ärzten und mit meinen Krankheiten rum.
Vor einer Woche war ich beim Kardiologen. Ich sage euch, wer den als Arzt und vor allem als Chef hat, der braucht keinen Herzinfarkt mehr. Kanzelt der doch vor mir seine Praktikantin runter. Medizinisch ein Ass, als Mensch ein … Ich habe natürlich auch mein Fett abgekriegt. „Sie müssen sich mehr bewegen“, wurde ich angemotzt. Ich blöde Kuh ziehe vor Schreck den Kopf ein, statt ihm eine zu „scheuern“. Die Pflegeversicherung hatte zu viel Geld, darum hat sie mir den Rollstuhl und den Scooter spendiert, oder wie… Die Knalltüte soll mir doch mal zeigen, wie ich mit meinen kaputten Knochen und den Schmerzen das bewerkstelligen soll. Was ich zu Fuß gehen kann, gehe ich auch und ich mache was möglich auch jeden Tag Gymnastik. Grrr…
Dann wäre da noch mein wirklich netter Hausarzt. Gestern hat er mir mit einem warmen Lächeln mitgeteilt, dass mir die Ärzte nicht mehr helfen können. Natürlich hat er es netter ausgedrückt, es ändert allerdings nix am Ergebnis. Ganz im Vertrauen, so genau wollte ich es auch nicht hören. Ich weiß es doch schon lange, da muss ich es doch nicht auch noch zu hören bekommen. Da bewahrheitet sich das Sprichwort, „Wer dumm fragt, bekommt dumme Antworten“. Aber weil er so nett ist, verzeihe ich ihm noch einmal. 😉

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Ergebnis

Heute morgen war ich nun endlich wieder beim Arzt. Ergebnis: Ich habe einen Infekt. Muß nun nochmal 10 Tage Antibiotika, in doppelter Dosierung und zwei andere Medikamente, einnehmen. Jetzt kommt der Witz des Tages, ich soll spazieren gehen.
Wie bitte schön, wenn man kaum laufen kann. Man merkt, daß dieser Arzt zur Vertretung da ist, mich nicht kennt. Mein Doc treibt sich immer noch in der Reha rum. Die nächste Blutuntersuchung wird erst nächste Woche gemacht. Also wieder um 6.30 Uhr aufstehen, um nüchtern um acht Uhr da zu sein. Mein Doc hätte das alles in einem Abwasch erledigt.
Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, außer Ärzten und Haus habe ich die letzte Woche nichts gesehen oder was besonderes erlebt. 

                                                                 „Ich liebe euch doch alle“.


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