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Es hat sich gelohnt

Endlich habe ich mit meiner Nichte telefoniert. Die Frage warum meine Halbschwestern sich nicht mehr gemeldet haben, ist geklärt. Viele Jahre haben meine Eltern, mein Bruder und ich darüber gegrübelt. Bei mir sind es jetzt immerhin fast genau 50 Jahre. Leider werden die anderen niemals die Antwort erfahren, denn sie leben nicht mehr.
Das Gespräch muss ich erstmal verarbeiten. Zuviele Informationen, zuviel für mich Unverständliches, zuviele Freude und Trauer muss ich verarbeiten. Wir werden uns treffen. Ich hoffe, es wird bis dahin nicht zu viel Zeit vergehen.

Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.

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Was für eine Aufregung

Fast 50 Jahre habe ich nichts von meinen Halbschwestern, Kinder aus der 1. Ehe meines Vaters, gehört. Warum damals der Kontakt abbrach, wußten selbst meine Eltern nicht. Sporadisch wurden sie von uns gesucht, leider ohne Erfolg.
Vor kurzem hat mein Töchterchen Paula sich also auf die Suche gemacht. Von einem Telefonat mit einer meiner möglichen Schwestern habe ich in dem letzten Beitrag berichtet.
Nun hat Paula gestern meiner Nichte geschrieben, die prompt heute bei uns anrief.
Mein Pech, ich habe geschlafen und mein Mann hat mich einfach nicht geweckt. Die bVereiden haben sich nett unterhalten und abgemacht, dass ich A. heute abend anrufe. So weit so gut. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen wie aufgeregt ich war…und leider noch bin. Trotz mehrmaliger Versuche erreiche ich meine Nichte nicht. Mein Herz kann sich nicht entscheiden, ob es einen Herzkasper kriegen oder lieber mal kurz stehen bleiben soll. Mein Matschehirn, was ja nun wirklich nicht zu Schwerstarbeit neigt, routiert wie verrückt. Tausend Gedanken schwirren mir durch meinen Schädel.
Ganz im Vertrauen, ich könnte meinen Mann… Ihr wisst schon was ich meine. Ich weiß, er hat es gut gemeint. Ich weiß, ich brauche dringend Ruhe. Es gibt im Leben aber Situationen, da pfeift man auf die Vernunft.
Auf jeden Fall werde ich eine aufregende Nacht haben. Drückt mir die Daumen, damit ich A. morgen früh endlich erreiche.
Euch wünsche ich eine angenehme Nacht und passt gut auf euch auf.


Schon in der Grundschule gemobbt werden und plötzlich wird das Opfer zur Täterin gemacht

Da wird Muckelchen seit fast 2,5 Jahren in der Schule gemobbt. Wird ausgegrenzt, geschlagen, bedroht, bestohlen und schickaniert und nun fangen die Lehrer, ja selbst der Direktor M. zur Täterin zu machen. Unserer Tochter und unserem Schwiegersohn wird vorgeworfen sie würden nicht kooperieren.
Ich bin wütend und entsetzt, habe die ganze Nacht vor Aufregung nicht geschlafen.
In was für einer Welt leben wir denn heute!?
Ungezählte Male hat unsere Tochter das Gespräch mit Eltern, Lehrern und auch dem Direktor gesucht, hat irgendwann sogar die Schulbehörde eingeschaltet. Nicht einmal haben meine Tochter und Mann Ersatz für die verschwundenen oder die beschädigten Sachen verlangt. M. hat immer wieder versucht Kontakt zu den Kindern zu bekommen. Statt dessen wurde sie geschlagen, geschupst, ja ein Kind drohte ihr sogar an, sie ümzubringen, ein anderes, dass es sie erwürgt. Ein Kind hat ihr mit dem Bleistift ins Gesicht gestochen, „glücklicherweise“ landete der Stich kurz unterm Auge. Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Aggressionen und Traurigkeit wechseln sich bei M. ab. Wie oft sie nicht zur Schule gehen möchte, können wir schon nicht mehr zählen. Wie oft hat sie keine Lust die Hausaufgaben zu machen. Dem Himmel sei Dank ist sie trotz allem ein noch recht fröhliches und aufgeschlossenes Kind.
Irgendwann haben ihre Eltern und wir ihr beigebracht sich zu wehren, auch körperlich. Das wird ihr jetzt von den Lehrern zum Vorwurf gemacht.
Nun wurde gestern meiner Tochter und unserem Schwiegersohn mitgeteilt, sie würden nicht mitarbeiten, der Direktor wäre dafür, dass unsere Enkelin die Schule verlässt.
Ich kann die bösen Gedanken nicht ganz vermeiden. Will man die eigene Unfähigkeit unter den Teppich kehren, seine Bequemlichkeit haben oder spielen Sympathie für die „Täter“, vielleicht sogar durch Geschenke hervor gerufen, eine Rolle???
Ich bin jedenfalls fassungslos.
Ich wünsche euch allen einen schönen Tag und passt gut auf euch und eure Familie auf.


Gute Besserung, …

Väterchen und Mütterchen :).

Die beiden liegen mit einer fiesen Erkältung flach.
Als kleines Trösterli habe ich den beiden für das heutige Abendessen Sahnemöhren (Man könnte nun meinen, bei uns gäbe es nix anderes zu essen. Das ist mir völlig wumpe :D) angekündigt.

Ich Übertochter, ich :lol:.


Die andere Seite III

Nun begann auch schon mehr oder weniger die heiße Phase. Allerdings nicht nur bei meinen „Projekten“, sondern auch bei den „direkten“ Vorbereitungen für die Silberhochzeit. Zusätzlich zu meinen geheimen Aufgaben war ich also noch für Aufgaben zuständig, die meine Eltern mir „zuteilten“. Ich sorgte für die Einladungen, organisierte im Freundeskreis Leute, die bei der Feier als Thekenkräfte, Bedienungen und allgemeine Helfer fungierten, half hier und da, und zu guter Letzt erstellte ich eine Tischordnung. An dieser Stelle rächte es sich, daß ich Einzelkind 😉 bin. Ich kann mich noch gut erinnern, wie oft ich entrüstete Blicke etc. erntete, weil ich gerade Kleinigkeit X nicht für meine Eltern erledigen konnte, sondern stattdessen unbedingt 😉 zu Freundin Y fahren mußte… Natürlich fuhr ich nicht wirklich zu Freundin Y, sondern erledigte etwas für die Überraschungen :D.

Frau K. aus I. und ich fuhren wirklich ziemlich viel durch die Gegend, um das Video zu drehen.
Interessant war, wie unterschiedlich sich alle auf ihren „Part“ vorbereitet hatten. Einige hatten den Termin schon fast vergessen, andere waren einfach total aufgeregt, wieder andere hatten sich quasi richtige Showeinlagen ausgedacht :D. Eins hatten aber alle mehr oder weniger gemeinsam: Sie waren mit dem Herzen dabei.

Auch die Gesangsproben liefen weiter, ich werkelte weiter an der Hochzeitszeitung, machte anhand der Rückmeldungen erste Entwürfe für die Sitzordnung, erledigte all meine anderen Aufgaben, …

… und dann machte das Mütterchen „schlapp“.


Die andere Seite II

Und dann ging es auch fast schon los.
Als erstes „mußte“ ich mit dem Video starten, da ich ohnehin demnächst einen Urlaub in Franken 😀 einlegen wollte. Mein bester Freund lieh sich also bei einem seiner Verwandten eine Videokamera und nahm diese mit, so daß wir einerseits für das Video einige schöne „landschaftliche“ Aufnahmen machen konnten, andererseits aber auch schon die ersten Glückwünsche aufnehmen konnten.
Schon vor dem Urlaub war klar, daß die Version „bester Freund leiht sich eine Kamera und dreht dann“ für die noch anstehenden Aufnahmen keine Lösung sein konnte, da das einfach viel zu umständlich gewesen wäre.
Zum Glück gab es aber Frau K. aus I. (die damals noch Frau P. aus L. war :D). Auch sie engagierte sich ehrenamtlich in der Kirchengemeinde und war dort sozusagen die Filmerin vom Dienst *lach*. Es lag also doch recht nahe, daß ich sie um Hilfe bat, sie sagte dankenswerterweise auch sofort zu.
Dann schrieb ich erstmal ehemalige Nachbarn und alte Bekannte an, das Video sollte schließlich mit Glückwünschen gefüllt werden.
Nicht ganz so einfach war es, die Rückmeldungen der Angeschriebenen so zu koordinieren, daß meine Eltern nichts davon mitbekamen. Aber auch das klappte dann im Endeffekt alles :D, die verschiedenen Termine mit allen möglichen und unmöglichen 😉 Leuten standen.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt begannen auch die Proben für die beiden Gesangseinlagen während des Gottesdienstes und der Gesangseinlage während der Feier. Ich muß dazu sagen, daß es nicht viel gibt, das ich mehr hasse, als vor Leuten, die ich kenne, zu singen (Ich kann aber singen, daran liegt es nicht…), weswegen meine Eltern mich so gut wie nie singen hören. Ich konnte mir also sicher sein, daß sie sich über diese Überraschung auch freuen würden… Viele Freunde und Bekannte sangen auch gleich mit :D, so daß auch hier für die Proben die Termine koordiniert werden mußten.


Die andere Seite I

Erinnerungen I, II, III und IV – die andere Seite ;).

Hach ja, da schwelgt das Mütterchen also in Erinnerungen… Da mache ich doch mal mit :D.

Schon lange, lange vor der Silbernen Hochzeit (über ein Jahr vorher) meiner Eltern zerbrach ich mir den Kopf, was ich Ihnen schenken könnte. Mir stand der Sinn nach etwas, das vor allem auf persönlicher Ebener wertvoll war.
Irgendwann kam ich darauf, daß ein Video mit Glückwünschen von alten Bekannten und ehemaligen Nachbarn nett sein könnte. Und als Überleitungen etc. sollten bestimmte Orte usw. gefilmt werden.
Außerdem fand ich, daß es nun endlich an der Zeit wäre, in die Fußstapfen meiner Mutter zu treten… Sie hatte schon bei vielen Hochzeiten eine Zeitung erstellt und bei Ihrer eigenen Hochzeit wollte ich das nun übernehmen.
Auch was den Traugottesdienst betraf, plante und werkelte ich vor mich hin.
Hinzu kamen noch kleinere Nettigkeiten hier und da.
Ich machte mir also für jedes „Projekt“ eine To-do-Liste (An dieser Stelle war mir mein ehrenamtliches Engagement ungemein nützlich :D) und noch eine übergeordnete Liste, ich wollte schließlich nicht den Überblick verlieren.
Außerdem suchte ich mir Helfer und Verbündete. Manches wollte ich nicht alleine erledigen, und manches konnte ich auch gar nicht alleine erledigen.


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