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Da bin ich wieder

Auch wenn das Zimmer nicht schlecht war, das Personal nicht nur sehr nett, sondern auch sehr hilfsbereit war, bin ich doch froh wieder zu Hause zu sein.
Zwei Nächte war ich am überall verkabelt, es sah richtig lustig aus. Mein Körper war in der ersten Nacht richtig gut, ich konnte relativ gut schlafen. Erst in der zweiten Hälfte der Nacht bekam ich meinen gewohnten Sauerstoff und schon hatten sie ihre Diagnose. Ich habe eine Schlafapnoe.
Die zweite Nacht war dann nicht mehr so einfach. Die Kabel usw. saßen nicht so gut wie in der ersten Nacht, drückten den Hals ab, an manchen Stellen juckte es oder tat weh. Der Mitarbeiter der die Nacht Dienst hatte, war der Meinung ich hätte zu schlafen und war recht ungehalten, brach allerdings dann frühzeitig den Test ab, weil ich einfach nicht gehorchte. Nein, er sah ein, dass meinen Körper die Untersuchung recht wenig interessierte.
Jedenfalls war ich begeistert und freute mich, weil man sofort die Ursache für meine Schlafstörungen gefunden hatte. Tja, so weit so gut. Ratet mal, was ich dann zu hören bekam. Ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen, meinen Kommentar auch nicht. Wie so oft wissen sie nicht wie sie mich therapieren sollen. Der Hammer, sie wollten das ich entscheide, was gemacht wird. Ich habe denen erklärt, dass sie die Ärzte sind und nicht ich. Nun muss ich in ca. vier Wochen wieder ins Schlaflabor, damit die Maske getestet werden kann. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen.

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Hannover deine Krankenhäuser

Ich bin zum *ichweißnichtwievieltenmal*  geschockt, fassungslos, frustriert, genervt, entnervt, sprachlos.

Seit vielen Wochen kann ich vor starken Schmerzen kaum noch den Oberarm bewegen.  Die Schmerzen zogen mit der Zeit in den Oberkörper, ja sogar die linke Hand und das Bein sind schon betroffen.   Die verschiedensten Körperteile kloppen sich mir darum mir das Leben so schwer wie möglich zu machen.   War ich schon lange von Schmerzen geplagt und in meiner Bewegung immer mehr eingeschränkt, jetzt  habe ich auch im Ruhestand unerträgliche Schmerzen,  kann mit dem linken Arm fast nichts mehr machen.

Die  Diagnose war schnell gestellt, denn mein Hausarzt ist schließlich ein pfiffiges Kerlchen.  Es gab zwei Möglichkeiten, entweder noch mehr  Valoron zun schlucken oder sogar Morphin zu nehmen. Wie ihr wißt  weigere ich mich bis dato standhaft auf Morphin umzusteigen.  Die zweite Möglichkeit wäre es wird an meinem Arm rumgeschnippelt.  Ich sage nur Risikofaktoren, also müßte ich ins Krankenhaus.  Ich entschied mich also für Valoron, aber auch ich bin nur bis zu einem bestimmten Punkt leidensfähig.  Mein Doc stellte rucki zucki einen Einweisungsschein aus und überließ mich dann meinem Schicksal. Und nun kommt’s. Ich würde nicht Bbdüm heißen, wenn nun alles glatt von der Bühne ginge.

Ich rief im Krankenhaus an, erklärte die Sachlage und es wird keinen großartig verwundern, ich wurde gefühlte 98x verbunden, bis ich die vermeintlich  zuständige Dämlichkeit am Telefon hatte.  Um, tja um zu erfahren, dass ich von einem Facharzt eine Überweisung brauche. Mit anderen Worten,  Hausärzte sind wohl zu dämlich.  Ich informierte meinen Doc, der verdrehte die Augen und meinte lapidar, „Typisch Deutschland“, empfahl mir  einen Facharzt und bat ihn auf dem laufenden zu halten.  Nach fast zwei Wochen konnte ich endlich den Orthopäden mit meiner Angelegenheit nerven und bereits nach nur 10 Minuten die Praxis mit einer Überweisung verlassen.

Ich rief also wieder im Krankenhaus an, verlangte die vorhin erwähnte Dämlichkeit, die eigenartigerweise keiner kannte. Also verband man mich wieder gefühlte…, ich erklärte der nächsten Dämlichkeit alles, bekam für Mitte September einen Termin. Wies auf meine starken Schmerzen hin,  worauf der Vorschlag kam, ich soll in der Ambulanz vorstellig werden.   Um alles abzukürzen, werde ich jetzt wohl im Telegrammstil schreiben, sonst  verliert ihr nicht nur die Lust weiterzulesen, ihr bekommt  zusätzlich  entzündete Augen.

Vereinbarung getroffen wann ich in der Ambulanz aufschlage oder doch den Termin in Anspruch nehme. Eine Stunde später wieder ein Anruf von der Dämlichkeit, sie würden  die OP in dem Umfang nicht machen, ich müsste in ein bestimmtes Krankenhaus.   Bei Gugel erfuhr ich, die für mich zuständige Abteilung sei mittlerweile in der MHH. Rief die dortige Auskunft an, die mir erklärte dass das nicht stimmt. Also rief ich in dem Krankenhaus an.  Nein, die für mich zuständige Abteilung sei in der MHH.  Gugel hatte recht, der Vollpfosten in der Auskunft sollte seinen Beruf wechseln.   Ich rief daraufhin  auf der zuständigen Station wegen eines Termins an. Ratet mal, habe ich jetzt einen… ? Natürlich nicht. Nun brauche ich eine Überweisung von einem anderen Facharzt oder der Orthopäde soll  mit dem  Oberarzt die Sache besprechen.

Eine kurz vor dem Herzinfarkt stehende Bbüm rief bei ihrem Orth… an, erzählte mit Fusseln vor dem Mund zum bestimmt 10. Mal die Sache. Der Arzt war natürlich im Moment nicht zu sprechen, ich sollte nachmittags wieder anrufen. Sie würde mit dem Arzt sprechen. Nachmittags war natürlich, welch Wunder, die Arzthelferin nicht da, die Ärzte erst recht nicht. Wieder erklären, zur nächsten Arzthelferin verbunden werden, wieder erklären, um dann zu hören, so etwas hätte sie noch nie gehört, dass erste Krankenhaus hätte mich kommen lassen müssen und ein Arzt hätte entscheiden müssen. .. So schlau bin ich auch noch. Ich sollte doch das und das machen, denn es wäre für den Arzt ein viel zu großer Zeitaufwand, bla bla bla.  Ich sollte doch mich nochmal mit dem ersten Krankenhaus in Verbindung setzen oder in ein anderes Krankenhaus gehen.  Da ein KH auf der Überweisung steht, müsste ich wohl eine neue haben.

Ich sehe euch die Augen verdrehen.  Ihr denkt jetzt, warum hat sie nicht dieses und jenes gesagt, getan.  Habe ich!!! Nur wenn ich das auch noch alles geschrieben hätte, dann…   Zum Schluß sage ich nur noch eins,  „ICH BIN ENTNERVT“ und überlege ob ich nicht lieber den Rest meines Lebens, mit der Gewißheit, dass die Schmerzen davon nicht ganz verschwinden,  Morphin schlucke.

Ich wünsche euch ein sonniges Wochenende und passt gut auf euch auf.

 


Ich habe das Krankenhaus heute auf eigenes Risiko verlassen!!!

Vielen Dank für eure Anteilnahme und guten Wünsche. Sie haben mir Mut und Kraft gegeben!!!

Und nun muss ich meiner Wut, dem Frust, der menschlichen Enttäuschung und vielem mehr Luft machen. Ich kann weder garantieren objektiv zu bleiben noch die chronologische Reihenfolge einzuhalten.
Im Laufe der Jahre verlor ich immer mehr das Vertrauen in die Ärzte, entwickelte gegen Krankenhäuser eine gewisse Phobie. Nun sitze ich hier an meinem Läppi und frage mich, bin ich noch normal oder sollte ich einen Seelenklempner aufsuchen.
Wie ich geschrieben hatte, ging es mir gesundheitlich beständig schlechter. Ich hatte das Gefühl, jemand saugt das Leben aus mir raus. Nachdem in der Chaosbude die Erkältungswelle ausbrach, erwischte es auch mich. Dachte ich… !?
Da sich mein Gesundheitszustand drastisch verschlechterte, brachte mein Mann mich in einem schweißig, fiebrigen Zustand zu meinem neuen Hausarzt. Ihr könnt euch erinnern? Der, der Alles auf das Rauchen schob. Ich pfiff aus dem letzten Loch und begab mich auf eindringlichen Rat dieses Arztes in ein Krankenhaus, damit man mich dort sofort an einen Tropf mit Antibiotika „hängen“ konnte. Und nun begann für mich das Unfassbare!!!
Ich hatte davon gehört, dass es mittlerweile eine Zweiklassengesellschaft unter den Patienten gibt, die Privatpatienten und die Kassenpatienten. Ihr irrt euch!!! Es gibt die dritte Klasse, den Abschaum die Raucher.
In der Notaufnahme interessierte niemanden wie schlecht es mir ging. Mir wurde erzählt, was für ein schlechter Mensch ich bin, welche meiner Krankheiten durch das Rauchen entstanden sind, das ich auch als Pflegefall mich selbst an-und ausziehen kann usw.. Erst als ich drohte zu gehen, wurde dieses Gesülze beendet.
Auf Station dieser religiösen Einrichtung kamm dann der absolute Hammer. Ich böse Raucherin habe kein Asthma sondern COPD. Eine Krankheit die nur Raucher bekommen. So stand es auf meinem Einweisungsschein, Punkt. Als wurde ich ins Bett gelegt, musste inhalieren und das war es. Ich erfuhr noch von meinen guten Blutwerten, das ich keine Lungenentzündung habe….. und das war es.
Gegen 22.00 Uhr merkte ich dann, das ein derber Asthmaanfall im Anmarsch war, dachte ich…. Treu und brav klingelte ich voller Vertrauen nach der Schwester und bekam dann den nächsten Schock. Ich wäre Lungenkrank vom Rauchen, hätte inhaliert, fertig. Zum ersten Mal in 30 Jahren als Asthmatiker bekam ich etwas Angst. Also begann ich etwas lauter und rebellisch zu werden bis man eine Ärztin holte. Erst als ich dieser drohte das KH zu verlassen, einen Notarzt zu alarmieren, wurde mir geholfen. Allerdings auch dann erst, als ich der Ärztin verraten hatte, wieviel Cortison mir üblicherweise gespritzt wurde.
Von diesem Moment an habe ich bis Sonntag keinen Arzt mehr zu sehen bekommen. Inhalationen wurden mir nur widerwillig und sporadisch verabreicht, sämtliche Medikamente laufend geändert, usw..
Entschuldigt, mein Beitrag wird zu lang und wohl auch zu langweilig, aber ich muss… ich kann nicht anders.
Lange Rede, kurzer Sinn-ich verließ heute dieses Krankenhaus (nach harter Diskussion mit eben dieser Ärztin) um meinen Hausarzt zur Rede zu stellen. Dort verlor ich total den Glauben. Der arme Mann ist gut, scheinbar richtig gut. Er hat diese Diagnose aus einem Patientenbrief von meinem Diabetologen. Ausgerechnet dieser hatte bis heute mein absolutes Vetrauen. Wie kommt dieser Mann nun zu dieser Diagnose?
Jedenfalls hat mein neuer Hausarzt sofort in meinem Beisein am Telefon diese Ärztin zur Rede gestellt und kam zu dem Ergebnis, dass es richtig war, das Krankenhaus zu verlassen.
Ich muss jetzt aufhören, denn ich bin total erledigt. Ich habe noch nette Details, die ich vielleicht morgen folgen lasse. Ich habe nicht viel Zeit, denn ich habe beschlossen in den Krieg zu ziehen. Vielleicht kann ich 1 oder 2 Patienten dieses Schicksal ersparen.


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