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Geschafft

Um exakt 1.23 Uhr habe ich den letzten Umschlag für die Weihnachtspost zugeklebt. Heute morgen bringt Opossum alles zur Post und wenn die besonders schnell arbeitet, werden die Briefe und Päckchen noch am Montag ausgeliefert.
Unser Wohnzimmer sieht aus wie ein Schlachtfeld. Wie kann eine einzelne Person nur so eine Unordnung machen. 😯
Nicht verraten, ich konnte schon in der Pupertät mit Leichtigkeit in meinem Zimmer Chaos verbreiten. Wie ich als Kind war, kann ich nicht beurteilen, weil ich keine Erinnerung daran habe. Muss mal meine Mutter interviewen, was sie da zu erzählen hat. Es kann aber nicht sehr schlimm gewesen sein, denn mein Vater war sehr streng. Wenn ich in den letzten Jahren meiner Schulzeit Hausaufgaben machte, durften nur die Hefte und Bücher auf dem Tisch liegen, die ich grade brauchte. Also wenn ich für Englisch Vokabeln schrieb oder lernte, durfte nur das Vokabelheft und eventuell das Buch dazu auf dem Tisch liegen. Eigentlich logisch, was hat ein Mathebuch mit Vokabeln zu tun. 😉 Schläge gab es bei uns sehr selten, mein Vater hatte allerdings eine Art einen seelisch fertig zu machen…, vom „Allerfeinsten“…. Warum erzähle ich euch das? Kann mir mal einer sagen, warum man in der Adventszeit so rührselig wird? Oder liegt es daran, dass die Einschläge näher und näher kommen? Paula kusch dich… Sie murmelt jetzt bestimmt: Du wirst nicht alt, du bist alt“. Kinder können sooo grausam sein.
Jedenfalls werde ich mich heute gemütlich zurücklehnen, mir heimlich vor Stolz auf die Schulter klopfen und der Dinge harren, die da noch kommen oder auch nicht. Wer hätte das gedacht!? Da habe ich mich doch selbst überlistet.
Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Nachtgedanken

Leute, so geht es nicht weiter.
Seit mein alter Arzt nicht mehr praktiziert, geht es mit meiner Gesundheit nur noch bergab. Mir reicht’s, ich rebelliere. Sollen die Ärzte doch ihre eigenartigen Medikamente selbst schlucken. Ich mag nicht mehr. Nix hilft, nur die Apotheken reiben sich die Hände und die Krankenhäuser haben, wenn es so weitergeht, einen Dauerpatienten. Ab morgen früh nehme ich meine alten Tabletten. Basta, das Thema ist erstmal durch.
Endlich sitze ich mal nach langer Zeit wieder gemütlich an meinem Flitzi und genieße die Stille der Nacht. Das Sauerstoffgerät habe ich einfach ausgestellt, das Brummen des Gerätes und das Blubbern vom destillierten Wasser störten das Konzert meiner Tinnitus.
Zu nix bin ich in der letzten Zeit gekommen. Über so vieles wollte ich schreiben, wollte endlich einen Laden für Babyartikel in 1:12 machen. Als ich heute in mein Bastelzimmer wollte, hat mich fast der Schlag getroffen. Chaos… Ich habe ganz schnell die Tür wieder zugemacht und musste mich dann erstmal erholen. Na gut, wir nennen unser Haus Chaosbude, aber das muss ich doch nicht wörtlich nehmen.
Ich wollte euch noch unbedingt etwas Unwichtiges erzählen……., aber was? Weg, futsch, es fällt mir nicht ein. Mein Matschehirn muss sich wohl erst wieder an meine nächtlichen Aktivitäten gewöhnen.
Jetzt genüsslich eine schöne Zigarette rauchen. Ooooh, welch ein Genuss!!! Nein, keine Panik, kein hämisches gar schadenfrohes Grinsen, ich bleibe hart. Ihr wisst doch, ein echter Indianer…. oder so ähnlich.
Sooo, genug Schwachsinn palavert, ich muss doch mal auf Suche nach einigen Blogs gehen. In letzter Zeit werden die ja schneller geschlossen, als ich laufen kann. Lacht ruhig, war ja wirklich ein blöder Vergleich. Es ist ja wirklich leicht…  Pst Bbdüm halt den Mund, du wolltest doch nicht mehr….
Ich wünsche euch einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


Ein Chaos der Gefühle

Ich wäre nicht nur gerne einer der drei Affen „Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen“, ich wäre gerne noch ein vierter mit „nichts wissen“. Leider fragt das Leben, das Schicksal nicht, was wir gerne  hätten.

Am Abend des 26. Januar schlug das Schicksal in unserer Familie mal wieder erbarmungslos zu. Ein telefonischer Hilfeschrei meiner Mutter brachte die ganze Familie in Aufruhr.
Ich werde versuchen so emotionslos wie möglich davon zu berichten, befürchte aber es nicht zu schaffen.

An diesem besagten Abend hatte mein Bruder Herzkammerflimmern mit Herzstillstand, Kreislauf-und Organversagen.
Als ich bei meiner Mutter eintraf,  hatten die Notärzte meinen Bruder nach erfolgreicher Reanimation bereits in ein Krankenhaus gebracht.
Dort wurde er in ein künstliches Koma versetzt, in dem er sich bis zum heutigen Tag befindet.
Bis heute kann niemand uns sagen, ob mein Bruder je wieder das Bewußtsein erlangt und wenn ja, ob er nicht ins Wachkoma fällt oder ein schwerer Pflegefall wird. Nur eins ist gewiss, sollte mein Bruder weiterleben, wird er als schwerkranker Mann das Krankenhaus verlassen. Er muss nach Aussage der Ärzte schon lange schwer herzkrank sein.
Jeden Tag  fahren wir ins Krankenhaus, jeden Tag heißt es „Ab morgen versuchen wir ihren Bruder aus dem Koma zu holen“. Jeden Tag wird dieser Versuch verschoben. Jeden Tag erleben wir eine Achterbahn der Gefühle.
Wie gerne würde ich noch einmal mit meinem Bruder reden, streiten, lachen. All die kleinen Dinge erleben, die man mit einem geliebten Menschen erlebt, ihm sagen wie sehr ich ihn liebe. Ich befürchte mein Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen.
Ihr werdet sicher verstehen, dass ich in dieser Situation nicht wie gewohnt blogge.

                              „Ich liebe euch doch alle“.


Ich komme zu nix

Ich arme alte kranke Frau im Vorruhestand *schluchz*heul*jammer*grins* bin doch wieder zu nichts gekommen.
Ein Geburtstag  jagte den nächsten, eine Bastelei die andere.
Erst hatte unsere Freundin G. aus Emden Geburtstag. Sie „nistete“ sich aus diesem Grund mit E. ihrem Göttergatten für drei Tage bei uns ein. Sie verbrachte ihren Geburtstag mit ihrem Mann…ja wo denn nun eigentlich? Egal, jedenfalls machten sie auf der Rückreise einen  Umweg und besuchten uns für drei Tage. Es können auch vier gewesen sein, so genau weiß ich das nicht mehr. Mein Matschehirn verkraftet den ganzen Trubel nicht, hat sich gesagt: „Nix da, ich habe keinen Bock mir alles zu merken, ich schalte mal kurz auf  „Durchzug“. Dieser Durchzug fing *wasweißichdenn* an, aufgehört hat er noch nicht, das weiß ich zufällig genau.
Am 26. wurde dann mein Lieblingsehemann, Aufpasser, Pflegeperson, Sklave(hoffentlich liest er das nicht) und Sekretär 66 Jahre alt. Am Samstag kamen dann Verwandte und Bekannte, um mit ihm zu feiern. Wie immer brach am Donnerstag bei uns das gesteigerte Chaos aus, weil der „Beste aller Ehemänner“ natürlich wieder alles auf die letzte Minute erledigen wollte.
Dem „Himmel sei Dank“ hat er dieses Jahr nicht kurz vorher seine, bei solchen Gelegenheiten, üblichen Renovierungsarbeiten begonnen. Als Ersatz hat er am Haus mindestens, wenn nicht noch mehr Lichterketten und Deko verteilt. Na gut, lange Rede kurzer Sinn, kaum hatte ich mich von diesem Chaos erholt, feierte unsere Lieblingsenkelin ihren 3. Geburtstag.
Ach ja, zwischendurch mußte ich noch für das Nikolauswichteln vom Minifreunde-Forum basteln, nebenbei habe ich auch noch Weihnachtskarten angefertigt. Na, und einige Ärzte mußt ich auch noch mit meiner Anwesenheit beglücken, die hätten sonst noch gedacht, ich wäre „abgenippelt*. 😉
Nun beende ich mein dummbatziges Geschreibsel, wünsche euch einen schönen Wochenanfang, ein wenig Schnee und sage wie immer:

                            „Ich liebe euch doch alle“.

Nachtrag:  Lieber theomix, das mach mir mal nach, 307 Wörter über Nichts schreiben. :mrgreen:


Chaos

Nein, nicht in der Chaosbude. Bei uns kann man ausnahmsweise die Flöhe husten hören. Bei uns ist nix, aber auch reineweg nix los. Entweder wird gekränkelt, auf dem Sofa rumgegammelt oder die Tastatur der PCs gequält. Chaos herrschte bei Nachbarn, die in Urlaub gefahren sind. Sie werden, wenn sie wiederkommen, gleich wieder Urlaub nötig haben.
Der Wasserstop vom Geschirrspüler hat seinen Geist aufgegeben. Alle Wohn-und Kellerräume standen unter Wasser. Drei Firmen waren über drei Tage damit beschäftigt, den ganzen Schlamassel wieder in Ordnung zu bringen. Wenn ich die Nachbarn wäre, ich würde gleich wieder kehrt machen und den nächsten Urlaub antreten. Hoffentlich haben die Möbel nicht auch noch Schaden genommen.
Gestern ist Opossum, nach was weiß ich wieviel Jahren, mal wieder mit dem Zug gefahren. Kauft sich extra ein Ticket 1. Klasse, und natürlich gab es die nicht. Das Geld haben sie ja vorher Wochenende,  kassiert. Jetzt bin ich mal gespannt, ob die DB die Differenz ersetzt. Ich befürchte das Schlimmste.
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und:

                           „Ich liebe euch doch alle“.


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