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Ich werde noch zum Meckerer der Nation

Mein lieber Göga Opossum erbarmt sich seit einiger Zeit und nimmt mich ab und an zum Einkaufen mit. Für mich an und für sich ein Highlight (An dieser Stelle erwarte ich von euch ein mitleidig verständnisvolles Nicken).
Natürlich wird aus verschiedenen Gründen hauptsächlich der ortsansässige E Markt, in dem die Filiale einer großen Bäckerei aus Lehrte existiert, mit meiner Anwesenheit beehrt. Allerdings können die Angestellten sich freuen, dass ich dort selten erscheine…, oder sollte ich froh sein!?
Es scheint dort Sitte zu sein, die Regale während der Öffnungszeiten zu füllen. Habt ihr schon mal versucht, mit zwei Krücken(ich weiß, es heißt Unterarmgehhilfen) euch durch enge Gänge gefüllt mit Paletten und Kisten zu zwängen? Versucht es mal, ihr werdet „begeistert“ sein. Wenn ihr besonders vergnügungssüchtig seid, stört die Knalltüten beim Einräumen der Ware, indem ihr eben an dieses Regal wollt. Wenn Blicke töten könnten…
Vor einiger Zeit landete eben durch eine meiner Krücken unsanft ein Glas auf dem Boden. Opossum suchte sich sofort eine Verkäuferin, meldete das „Unglück“, bot an den Schaden selbst zu beheben und bekam als Dank böse Blicke. Ich als Urheberin des Schadens wurde unfreundlich darauf aufmerksam gemacht, ich soll das nächste Mal besser aufpassen und oh Schande, welche Arbeit man durch mich doch nun hätte. Leider hielt mich mein Mann zurück, sonst gäbe es heute eine Angestellte weniger.
Gestern abend nun habe ich lauthals gemeckert, diesmal musste ich meinem Ärger Luft machen. Bitte versteht mich nicht falsch, ich verstehe das jeder pünktlich Feierabend haben möchte, die Verkäufer/innen einen langen anstrengenden Tag haben, aber irgendwo hört der Spaß mal auf (bei mir jedenfalls).
Um 20.00Uhr schließt offiziell der Supermarkt. Ab 19.45Uhr wird im Markt schon alles mit Ware von draußen zugebaut, Wurst-, Fleisch- und Käseregale sind bereits fast leergeräumt und werden bereits gesäubert, beim Bäcker machte die Verkäuferin bereits die Kasse. Eigenlich fehlen nur noch die Schilder „Bitte nicht stören“.
Das kann es doch wohl nicht sein!!! Der Kunde sollte der König sein, nicht die Angestellten und erst recht nicht die Chefs. Eigenartig, außer mir hat sich niemand aufgeregt. Im Gegenteil, ich erntete von den anderen Kunden nur erstaunte Gesichter.

Ich wünsche euch einen schönen Dienstag, passt gut auf euch auf…


Schatten, Halluzinationen, Geister, Grauen und oder…..

Sie sitzt alleine im dunklen Wohnzimmer. Ihre Familie schläft. Wie so oft in den letzten Jahren kann sie nicht schlafen, weil ihre Krankheiten und die Medikamente sie nicht zur Ruhe kommen lassen.
Nur das flackernde Licht des dröhnenden Fernsehers erhellt hier und da das Wohnzimmer. Tusnelda steht auf, schaltet den Lichtschalter an, setzt sich wieder und träumt vor sich hin.
Doch plötzlich schreckt sie hoch. Sie hatte etwas kleines schwarzes…  gesehen. Bei dem Gedanken an diese ekligen dicken Spinnen bekam sie eine Gänsehaut, saß minutenlang stocksteif, die Umgebung beobachtend auf dem Sofa, aber es war nichts mehr zu sehen. Erleichtert lehnte Tusnelda sich irgendwann zurück und träumte wieder vor sich hin.
Tage vergingen, ohne dass etwas geschah. Doch eines abends sah T. wieder dieses undefinierbare Etwas. Diesmal weckte sie ihren Mann und bat ihn die vermeintliche Spinne zu suchen. Nichts, absolut nichts war zu finden. Kaum lag ihr Mann im Bett huschte wieder etwas über den Fußboden. Wieder saß sie stocksteif auf dem Sofa das Zimmer beobachtend, aber wieder geschah nichts.
In der folgenden Zeit tauchten diese unheimlichen Schatten immer öfter auf, wurden immer größer. Sie nahmen im Laufe der Zeit die Größe einer Maus, dann einer Ratte an. Es waren nur Schemen, nichts konkretes, dafür um so unheimlicher.
Tusnelda traute sich bald niemanden mehr davon zu erzählen. Das spöttische Grinsen der Mitmenschen, die zweifelnden Blicke konnte sie bald nicht mehr ertragen. Sie schämte sich. In ihrer Verzweiflung vertraute sie sich ihrem Arzt an und bekam die beruhigende Antwort, sie habe durch die vielen starken Medikamente Halluzinationen. Also kein Grund zur Besorgnis. Tusnelda ging erleichtert nach Hause und machte sich keine Sorgen mehr um die ständig größer werdenden Schatten.
Wochen später kam sie zu sich und war…, ja wo war sie denn? Sie stand verwirrt in einem dunklen Raum, nicht wissend wie sie dahin gekommen war, geschweige denn wo sie war. Es war stockdunkel, das Einzige was sie sehen konnte waren die Schatten, die um sie herum tanzten. Sie geriet in Panik, der kalte Schweiß ließ sie anfangen zu frieren, ihr Herz hämmerte schmerzhaft im Körper. Sie fing an zu schreien!!! Schrie, bis ihr Mann ins Zimmer stürmte und das Licht anschaltete. Sie befanden sich im Wohnzimmer. Tusnelda umklammerte ihr Kopfkissen und zitterte am ganzen Körper. Wie war sie vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer gekommen und warum war sie da…? Was wollten diese Schatten von ihr? Tusnelda wusste es nicht….
Das Grauen begann…

                                             Fortsetzung folgt!


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