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Fast am Ende meiner Kräfte

Wortman hat recht. Es wird Zeit mal wieder einen Beitrag zu schreiben.
Es passierte viel, zu viel.
Ende Juni wurde nach 12 Chemos die Behandlung beendet. Im Moment sieht es gut aus. Ich hoffe also das Beste.
Kaum einmal Luft geholt kam der nächste Schock. Jetzt hat mein Männe Krebs, einen der ganz fiesen Sorte. Leider verträgt er die Chemo nicht und kämpft mit den Nebenwirkungen. Schon zweimal wurden ihm je ca. 4 Liter Wasser aus dem Bauch abgezapft. Er konnte tagelang so gut wie nichts essen, der Blutdruck sackt immer weiter ab und der Pulsschlag steigt zeitweise auf 150, Gewichtsabnahme ungefähr 20kg. Er schläft fast nur noch oder döst nur noch vor sich hin. Vielleicht könnt ihr euch vorstellen in welcher Situation ich bin. Plötzlich muss ich mich um alles kümmern und kann selbst kaum kriechen. Durchhalten ist jetzt die Devise.
Hätte ich nicht immer wiede seit Monaten unseren Hausarzt darauf hingewiesen, dass mit Opossum irgend etwas nicht stimmt, es wäre bis heute noch nichts passiert. Ich will nicht weiter über die Untauglichkeit mancher Ärzte schreiben, es hilft ja eh nichts.
Drückt also alle ganz doll die Daumen und passt gut auf euch auf.


Schlimmer geht immer

Nachdem ich mich wochenlang nicht dazu aufraffen konnte einen  Beitrag zu schreiben, habe ich  mich nun endlich in meinen Allerwertesten getreten.

Seit Februar  werde ich nun mit geringem Erfolg gewickelt,  damit mein Wasser aus dem Körper verschwindet. Meine große Hoffnung auf die Lympfdrainage war ebenfalls der absolute Reinfall.  Die Physiotherapeuten begannen erst mit der Therapie nachdem mein Arzt schriftlich die Verantwortung übernommen hatte,  Diese wurde nach nur vier Terminen dann wieder abgebrochen.  Außer unerträglichen Schmerzen sowie starken Herzproblemen verweigerte mein Körper jede positive Reaktion. Die dann angefertigten flachgestrickten Kompressionsstrümpfe  rutschen gleich beim ersten Tragen bis in die Kniekehle und scheuerten dort die Haut auf.  Also wird jetzt überlegt ob ich sowas erstmal  als Kniestrümpfe bekomme.  Mein Doc hat mir jetzt zusätzlich eine Liste mit Lymphologischen Fachkliniken gegeben damit ich in einer stationär  behandelt werde.

Ach ja,  da wäre ja noch meine anstehende OP in der MHH. Nachdem ich nun endlich das MRT hinter mich gebracht habe, bekam ich zum Gespräch in der MHH erst einen Termin im Juni.

Ihr meint das wäre genug und wir hätten wenigstens ein geruhsames  Pfingstfest. Da kann ich nur noch müde grinsen.  Gestern vor einer Woche legte sich Opossum mit über 39° Grad Fieber aufs Sofa und da liegt er heute noch. Er sieht mittlerweile aus wie ein Boxer der einen schweren Kampf hinter sich hat. Eine Gesichtshälfte ist knallrot, über dem Auge hat er eine dicke Beule und seine Lider sind dick geschwollen. Kurz gesagt, er sieht aus, als wenn er von mir eins aufs Auge bekommen hat.  Viel schlimmer,  mein lieber Göga hat im Auto zu doll die Klimaanlage aufgedreht und hat sich Erfrierungen 1. Grades zugezogen.

Wir sind noch nicht am Ende. Am Freitag hatte ich plötzlich das Gefühl mein Magen platzt.  Minuten später schmerzte die gesamte rechte Seite, ich hatte mit Übelkeit zu kämpfen und die rechte Bauchdecke war (gefühlsmäßig) steinhart.  Nachdem ich mich weigerte ins Krankenhaus zu gehen wurde ich mit einer vorsichtshalber ausgestellten Einweisung für eine Klinik wieder nach Hause geschickt. Stunden später saß ich dann doch im Krankenhaus. Zum Glück bekam ich nur eine Schmerzspritze und wurde dann mit einem Achselzucken nach Hause entlassen. Mein Glück, zum Wochenende geben sich die Ärzte mit solchen „Lappalien“ nicht gerne ab.

Nachdem dann meine 87jährige Mutter einen Hilferuf per Telefon startete, weil sie gestürzt war, ich mit Taxi zu ihr raste, die Feuerwehr rief, weil mein Schwiegersohn und ich sie nicht heben konnten, hatten wir ein einigermaßen ruhiges Pfingstfest.

Habt einen wunderschönen Tag und passt gut auf euch auf.


Ich sage ganz herzlich Danke

Ich bedanke mich bei Ingrid und Heike(Paradalis) für die schönen Geburtstagsbriefe, sowie Attilas dicke, aber auch sehr feuchten Küsse. Dank nochmals an Ingrid für die vielen schriftlichen Genesungswünsche und ihre enorme Geduld. ❤
Natürlich danke ich auch für die vielen Glückwunsche per Mail und bei Facebook zu meinem Geburtstag am 1. August.
Tja und dann war da noch das Blogjubiläum. Vor fünf Jahren habe ich am 1. August meinen ersten Beitrag für unseren Familienblog geschrieben. Zu meinem Erstaunen halten einige die Treue und lesen auch jetzt noch tapfer mein Gelabere. Auch euch sage ich vielen Dank. Haltet mir bitte weiterhin die Treue.
Ich stelle mit Entsetzen fest, ich habe das lockere Schreiben, ohne lange zu Überlegen, verlernt. Was sagt uns das also, ich muss üben, üben. Ihr habt mich also, ob ihr wollt oder nicht, wieder.
Habt einen schönen Feierabend und passt gut auf euch auf.


Verrückt

Die zehn Gebote haben 279 Wörter. Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung hat 300 und die EG-Verordnung über den Import von Karamellbonbons 25911 Wörter.

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 10.08. 1981
Urheber unbekannt

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.

Nachtrag: Auf nix kann man sich mehr verlassen. „Klugscheißerin“ razortooth hat mich liebenswürdigerweise auf den dicken Fehler hingewiesen:
Es gibt keine Verordnung über den Import von Karamellbonbons. Jetzt kann man sich schon nicht mehr auf die Stuttgarter Zeitung verlassen.
Bei Nachforschungen bei Gugel fand ich dann gleich noch den nächsten Fehler. Die Unabhängigskeiterklärung hat nicht nur 300 sondern ohne Unterschriften ca. 1300 Wörter.
Nun bin ich gespannt, ob wenigstens die Anzahl der Wörter bei den 10 Geboten stimmt.

Fakt bleibt, ich hätte vor Veröffentlichung des Beitrages recherchieren sollen. „Asche über mein Haupt.“


Voll beschäftigt

Nicht das ihr denkt ich lasse es mir gutgehen und habe euch vergessen. Nein, nein, ich bin voll damit beschäftigt mit meinen immer stärker werdenden Schmerzen Krieg zu spielen. Als Erstes bin ich mal zur Probe mit meinem stark schmerzenden linken Arm gegen die Türklinke gelaufen. Ergebnis, die Türklinke hat keinen Schaden davon getragen, mein Arm sehr wohl. Ich kann ihn mittlerweile kaum noch bewegen.
Vor ca. einer Woche bekam ich dann in der Steißbeingegend Schmerzen. Erst nur beim Stehen, dann egal in welcher Sellung, jedes noch so kleine Teilchen am Körper schmerzt. Ich komme nicht mehr alleine aus dem Bett, kann nicht alleine vom Sofa aufstehen, usw… Schei… dachte ich, jetzt sagen deine lädierten Bandscheiben entgültig tschüss. Ich sah mich schon auf dem OP-Tisch liegen und das Zeitliche segnen. Also beiße ich die Zähne zusammen, krieche durch die Gegend und jammere vor mich hin. Meine Blogrunde schaffe ich nun erst recht nicht mehr, selbst jede Bewegung mit dem kleinen Finger schmerzt. Ich schreibe keinen Kommentar, selten schaffe ich bei einem „Gefällt mir“ zu klicken, geschweige denn einen Beitrag zu schreiben. Ich habe ernsthaft überlegt mein Ableben zu organisieren. Heute morgen habe ich mir dann gedanklich in den Hintern getreten und bin todesmutig zum Arzt gegangen. Nix Bandscheibe, ich habe irgendwo im Allerwertesten auf der linken Seite eine ominöse Sperre, rechts meint der Ischiasnerv Randale machen zu müssen und der Arm, wie gehabt… Wegen meiner Herzschwäche ist Vorsicht geboten, also wird erstmal nur links eine Therapie mit Spritzen gemacht. Bis Freitag sollen 50% der Schmerzen weg sein. Bis dahin leide ich weiter vor mich hin und nerve den armen Opossum.

Habt einen schönen Tag und passt gut auf euch auf.


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