Archiv der Kategorie: Hausflur

Rüdiger Nehberg ist verstorben

Am Mittwoch verstarb im Alter von  84 Jahren der Survival-Pionier,, Menschenrechtler, Überlebenskünstler, gelernter Bäcker und Konditor aus Hamburg

Trotz mehrerer Ladengeschäfte befasste er sich seit Ende der 60er Jahre mit dem Thema Überlebenstraining und wurde so zum Survival- Pionier  in Deutschland.

Die mediale  Aufmersamkeit  nutzte er um auf bedrohte Völker aufmerksam zu machen.

So setzte se sich seit Anfang der 80er Jahre  für das indogene Volk der Yanomami  im brasilianischen Urwald ein.

Später gründete er den Verein  „Target“ und kämpfte mit seiner Frau gegen die Beschneidung  bei jungen Frauen in Afrika und Asien.

Ich trauere um einen großen Mann.


Von überlasteten Notaufnahmen, belasteten Finanzen der Krankenkassen und Ärzten, auf die man verzichten kann

Alle Welt redet davon, dass die Notaufnahmen der Krankenhäuser überlastet sind und dass das die Finanzen der Krankenkassen belastet. Natürlich liegt das alles nur an den Patienten, die ja wegen jeder Kleinigkeit ins Krankenhaus fahren statt zum Arzt zu gehen. Ist das so?
Ich kann Euch -aus gegebenem Anlass- da noch eine andere Sichtweise erzählen!

Meine Mutter ist, wie viele von Euch wissen schwer krank („multimorbid“) und ein Pflegefall. Schmerzen (auch starke) sind ihre täglichen Begleiter. Sie ist vieles, aber eines ganz sicher nicht: Eine schmerzempfindliche Memme.
Manchmal ist es ihr trotzdem einfach leider nicht möglich, in die Praxis ihres Hausarztes zu gelangen, so dass sie sich einen Hausarzt gesucht hat, der auch Hausbesuche macht.

Sagt er jedenfalls. In der Realität sieht das so aus, dass meine Mutter letzte Woche so starke Schmerzen bekam, dass ihr die Luft wegblieb und sie sich kaum noch bewegen konnte.

Seit Donnerstag nun rufe ich täglich mehrmals in der Praxis ihres Hausarztes an, damit er einen Hausbesuch macht.
Erst hieß es, dass der Doktor gegen Mittag bei meiner Mutter anrufen werde, da erst dann absehbar sei, ob/wann er kommen könne.
Wer rief natürlich nicht an? Richtig, der Hausarzt.
Also habe ich am Nachmittag wieder angerufen (Es dauerte laaaaange, bis ich jemanden erreichte, weil immer besetzt war oder niemand ans Telefon ging – dafür kann natürlich niemand was), woraufhin ich 1.) erfuhr, dass die Dame am Telefon noch gar nix von meinem ersten Anruf wusste und dass nun ich den Rückruf bekommen sollte. Den bekam ich später auch, allerdings von der Mitarbeiterin am Empfang. Wir sollten lieber ins Krankenhaus fahren. (Super Idee, wenn meine Mutter schon mal gar nicht bis zur Haustür kommt.)
Das war meiner Mutter aber unangenehm, und sie quälte sich bis zum nächsten Morgen durch die Nacht.

Am frühen Morgen rief ich dann den Bereitschaftsdienst an, war dort allerdings wenige Minuten zu spät dran. Ich wurde auf den Hausarzt verwiesen. Als ich glaubhaft versichert hatte, dass dieser den Hausbesuch verweigert, riet man mir, einen Rettungswagen zu rufen.
Das habe ich dann auch gemacht, denn meine Mutter sah aus, wie das personifizierte Elend und keuchte aus dem letzten Loch. Das war uns dann doch zu heikel.
Im Krankenhaus wurde meine Mutter ordentlich durchgecheckt und mehrfach darauf hingewiesen, dass das ja eigentlich ein Fall für den Hausarzt sei. Auch in meinem Beisein.
Die weitere Behandlung (auch die Schmerzmedikation!) müsse der Hausarzt übernehmen.
Wir mussten sie also, umfangreich untersucht, aber immer noch ohne Schmerzmittel, wieder mitnehmen.

In der Nacht von Freitag auf Samstag war es dann endlich spät genug 😉, dass der Bereitschaftsdienst kommen konnte, so dass meiner Mutter endlich Schmerzmittel gespritzt wurden.
Das Wochenende hat sie irgendwie (Fragt nicht!) überstanden.

Montag dann also mein nächster Anruf in der Hausarztpraxis. Nachdem wieder laaaaaange besetzt war oder niemand ans Telefon ging (Ich weiheiß! Dafür können die da nix), habe ich mein Textchen runtergespult, darauf hingewiesen, dass meine Mutter im Krankenhaus gewesen ist, aber nun der Hausarzt dran sei und habe um einen Hausbesuch gebeten.
Nun sollte ich mich gegen Mittag melden, um mit dem Arzt das weitere Vorgehen zu besprechen.
Das habe ich auch getan, bin allerdings leider wieder in einer Endlos-Schleife von Besetztzeichen gelandet (Ja, Trotzdem doof für mich. Ich bin ja kein Telefondienst, ne?), bevor die Praxis erstmal über Mittag geschlossen hatte.
Am Nachmittag dann also mein nächster Anruf (Wisst Ihr Bescheid wegen besetzt und so, oder?). Jaja, der Arzt würde sich bei mir melden. Ab 19.00 Uhr habe ich offiziell beschlossen, dass er sich wohl nicht meldet.

Heute nächster Anruf. Nur ganz kurz besetzt o.ä. (Yeah!), dann ich: „Guten Morgen, ich hier. Ich bin die Tochter von… und ich versuche nun seit Donnerstag, dass der Doktor meiner Mutter endlich hilft. Mich interessiert vor allem eins: Will er nicht oder kann er nicht???“
Ich bekam zur Antwort, dass der Doktor doch gesagt hätte, dass wir ins Krankenhaus fahren sollen und überhaupt. Natürlich habe ich erwidert, dass wir längst im Krankenhaus waren, dass DAS ABER HAUSARZTSACHE SEI (Ich bin in echt nicht laut und pampig geworden.)
Man versicherte mir, dass der Doktor sich melden würde, woraufhin ich noch gesagt habe, dass er doch bittedanke einfach sagen soll, wenn er meine Mutter nicht als Patientin haben will.

Aber nicht mal dafür hatte er den nötigen Arsch in der Hose – er hat nämlich wieder nicht angerufen.

Also! Was bleibt einem da anderes übrig als die Notaufnahme zu belästigen? Eben!

(Natürlich! Neuen Arzt suchen. Ich hätte das vermutlich spätestens getan, als er damit anfing, dass… ach, lassen wir das. Aber mit so vielen so krassen Krankheiten macht man das auch nicht mal eben so, weil es auch gar nicht so einfach ist.)

Bonus: Tauschen besch* Arzt aus S. gegen einen tollen Hausarzt aus *irgendwo zwischen Hannover und Hildesheim* der in Oesselse Hausbesuche macht. Wäre von Vorteil, wenn die Mitarbeiter/innen nett sind und es nicht persönlich nehmen, wenn man ihretwegen arbeiten muss. Wobei wir uns da beim zum Tausch stehenden Hausarzt nicht beklagen können.
(Hausärzte aus Rethen und Oesselse sind leider keine Option)

Es grüßt Euch: Paula!


Herzlichen Glückwunsch

Heute hat die liebe Paula (mein Töchterchen) Geburtstag.
Ich wünsche dir für dein neues Lebensjahr viel Glück, Gesundheit, Erfolg uund das alle deine Wünsche in Erfüllung gehen. ❤ ❤ ❤


Willi Tscherkasow 12.9.2018

Lieber Willi,
du fehlst mir jeden Tag, jede Stuunde, jede Minute. Ich würde alles geben um dich wieder zu haben.
Über 46 Jahre haben wir alle Höhen und Tiefen gemeinsam gemeistert. Treu hast du mich gepflegt und dich nicht beschwert. Ich danke dir.
ICH LIEBE DICH ❤


Die Aufregungen nehmen kein Ende

Ich bin seit gestern wieder zu Hause.
Es wäre schon mehr als verwunderlich, wenn alles reibungslos geklappt hätte.
Drei Anästhesisten und eine Anästhesieassistentin plus „Ich weiß nicht noch wer alles“ waren dabei um die Spinalnarkose einzuleiten. Und was soll ich euch sagen, schon auf dem Weg in den OP merkte ich, das hat irgendwie, ich weiß nicht warum, nicht geklappt. Mit anderen Worten, die Narkose wirkte nicht richtig. Als ich darauf hinwies, glaubte man mir natürlich nicht. Wie immer…. Am Anfang waren die Schmerzen noch erträglich. Um so länger die OP dauerte, umso stärker wurden die Schmerzen. Ich wies mehrmals darauf hin, aber null Reaktion. Als mir bereits die Tränen liefen und ich überlegte ob ich sofort anfange zu schreien oder noch etwas warte, war diie OP zu Ende. Zu dem Zeitpunkt hatte ich jedenfalls schon alle meine Sünden gebüßt. Ab dem Moment erzählte ich jedem Arzt, jeder Schwester, also jedem der es hören wollte oder nicht, davon. Und was steht im Arztbericht? Die Operation verlief komplikationslos… Bloß nicht einen Fehler zugeben. Das Ergebnis der OP war niederschmetternd. Laut Arztbericht ist der Krebs wieder ausgebrochen. Die Blase soll voller kleiner Karzinome gewesen sein. Bereits im Krankenhaus bekam ich die erste Chemo. In 6 Wochen werde ich vermutlich wieder operiert. Die Ärzte warten nur noch den Bericht der Pathologie ab.
Als Bettnachbarin hatte ich eine supernette Türkin. Wir verstanden uns bombig. Da ich Unmengen trinken musste, versorgte sie mich eifrig mit Kaffee, Tee und Mineralwasser. Ich hatte sehr schnell einen Wasserbauch. Nur einen Fehler hatte das Ganze. Ab mittags um 12.00 Uhr bis um 20.00 Uhr ging es bei uns zu wie im Taubenschlag. Ich untertreibe maßlos. Jeder Taubenschlag wäre neidisch geworden. Meine Nachbarin bekam Unmengen von Besuch. Tja, einer der Besucherinnen oder Besucher meinte dann, sie/er müsse sich in meinem Beisein mit Parfüm einsprühen.
Ich muss jetzt erstmal Pause machen. Mein Magen schreit nach Essen und der restliche Körper nach Medikamenten.
Fortsetzung folgt…


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