Schlimmer geht immer

Nachdem ich mich wochenlang nicht dazu aufraffen konnte einen  Beitrag zu schreiben, habe ich  mich nun endlich in meinen Allerwertesten getreten.

Seit Februar  werde ich nun mit geringem Erfolg gewickelt,  damit mein Wasser aus dem Körper verschwindet. Meine große Hoffnung auf die Lympfdrainage war ebenfalls der absolute Reinfall.  Die Physiotherapeuten begannen erst mit der Therapie nachdem mein Arzt schriftlich die Verantwortung übernommen hatte,  Diese wurde nach nur vier Terminen dann wieder abgebrochen.  Außer unerträglichen Schmerzen sowie starken Herzproblemen verweigerte mein Körper jede positive Reaktion. Die dann angefertigten flachgestrickten Kompressionsstrümpfe  rutschen gleich beim ersten Tragen bis in die Kniekehle und scheuerten dort die Haut auf.  Also wird jetzt überlegt ob ich sowas erstmal  als Kniestrümpfe bekomme.  Mein Doc hat mir jetzt zusätzlich eine Liste mit Lymphologischen Fachkliniken gegeben damit ich in einer stationär  behandelt werde.

Ach ja,  da wäre ja noch meine anstehende OP in der MHH. Nachdem ich nun endlich das MRT hinter mich gebracht habe, bekam ich zum Gespräch in der MHH erst einen Termin im Juni.

Ihr meint das wäre genug und wir hätten wenigstens ein geruhsames  Pfingstfest. Da kann ich nur noch müde grinsen.  Gestern vor einer Woche legte sich Opossum mit über 39° Grad Fieber aufs Sofa und da liegt er heute noch. Er sieht mittlerweile aus wie ein Boxer der einen schweren Kampf hinter sich hat. Eine Gesichtshälfte ist knallrot, über dem Auge hat er eine dicke Beule und seine Lider sind dick geschwollen. Kurz gesagt, er sieht aus, als wenn er von mir eins aufs Auge bekommen hat.  Viel schlimmer,  mein lieber Göga hat im Auto zu doll die Klimaanlage aufgedreht und hat sich Erfrierungen 1. Grades zugezogen.

Wir sind noch nicht am Ende. Am Freitag hatte ich plötzlich das Gefühl mein Magen platzt.  Minuten später schmerzte die gesamte rechte Seite, ich hatte mit Übelkeit zu kämpfen und die rechte Bauchdecke war (gefühlsmäßig) steinhart.  Nachdem ich mich weigerte ins Krankenhaus zu gehen wurde ich mit einer vorsichtshalber ausgestellten Einweisung für eine Klinik wieder nach Hause geschickt. Stunden später saß ich dann doch im Krankenhaus. Zum Glück bekam ich nur eine Schmerzspritze und wurde dann mit einem Achselzucken nach Hause entlassen. Mein Glück, zum Wochenende geben sich die Ärzte mit solchen „Lappalien“ nicht gerne ab.

Nachdem dann meine 87jährige Mutter einen Hilferuf per Telefon startete, weil sie gestürzt war, ich mit Taxi zu ihr raste, die Feuerwehr rief, weil mein Schwiegersohn und ich sie nicht heben konnten, hatten wir ein einigermaßen ruhiges Pfingstfest.

Habt einen wunderschönen Tag und passt gut auf euch auf.

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10 responses to “Schlimmer geht immer

  • minibares

    Meine liebe Bärbel, das liest wieder so schmerzhaft. Dafür bekommst du kein Like. Aber dass du dich endlich wieder meldest, und ich mich so freue, dafür gibt es eins.
    Wasser im Körper, och neee, so viel?
    Deine Mutter hatte also auch Pech.
    Aber euer Pfingsten war wenigstens einigermaßen gut, das ist schön
    deine Bärbel

  • Babbeldieübermama

    Das mit den Schmerzen kennst du ja auch. Ich habe immer mal wieder bei euch ein „Like“ gesetzt, damit ihr wisst ich lebe noch. 🙂
    Heute hat mein Arzt entschieden, dass nicht mehr gewickelt und es auch keine Kompressionsstrümpfe mehr gibt. Wenn ich weiß wie es in der MHH weiter geht muss ich in eine Fachklinik. Ich bin gespannt.
    Ich hoffe dir geht es den Umständen entsprechend und euer Pfingsten war schön.
    Ganz liebe Grüße
    deine Bärbel

  • paradalis

    Liebe Bärbel, ich wünschte, ich könnte mehr tun, als immer nur zu schreiben: sei tapfer, halte durch, lass dich nicht unterkriegen … Es ist schon übel, was du alles so mitmachen musst! Viele liebe Grüße an dich und deinen lieben Mann – alles Liebe und Gute!!! Heike und einen dicken Knutsch vom Attila! 🙂

  • Babbeldieübermama

    Ach liebe Heike, wenigstens schreibt du mir und machst mir Mut. Du weißt ich bin zäh.
    Liebe Grüße von Willi und mir. Und natürlich Knutscher an Attila.

  • gageier

    Liebe Bärbel einen schönen Tag wünscht dir Klaus und es gibt ei Sprichwort . WENN GAR NICHTS MEHR GEHT KOMMT IRGENDWO EIN LICHTLEIN HER: Ist nur ein kleiner Trost meine Frau hat Blasenkrebs und bekommt ab Montag Chemo hoffe es schlägt an jetzt ist man alt geworden und hat es gut und dann kommt sowas aber man sollte den Mut nicht verlieren denn dann wenn man sich aufgibt ist alles zu spät nur ein kleiner Trost sei ganz lieb gegrüßt ich wünsche dir das es besser wird Klaus in Freundschaft

  • Babbeldieübermama

    Lieber klaus, danke für deine lieben Worte. Den Mut gebe ich nicht auf. Ich muss nur ab und zu meinem Unmut Luft machen, das hilft ein wenig.
    Deiner Frau wünsche ich viel Kraft, dass die Chemo hilft und gute Besserung.
    Ich umarme euch und grüße euch recht herzlich.
    Bärbel

  • Anna-Lena

    Ach Babbelchen, das hört sich alles nicht gut an. Aber ich bin froh, dass du mal PIEP machst, ich hatte mir schon ernsthafte Sorgen gemacht.
    Geht es dem Lieblingsgatten nun etwas besser???

    Alles Liebe für euch und lasst euch nicht unterkriegen!!
    LG Anna-Lena

  • Babbeldieübermama

    Liebe Gaby, es geht mr mal so und mal so. Im Moment bin ich noch nicht mal in der Lage die Arzttermine einzuhalten. ich schiebe es einfach mal aufs Wetter. 😉 W. geht es mittlerweile wieder erheblich besser. Heute frönte er schon wieder seinem Hobby.

    Liebe Grüße an dich und deinem Mann von Bärbel

  • Gudrun

    Liebe Bärbel, mir geht es wie Heike. Ich möchte so gerne etwas für dich tun, aber mehr als dir Kraft wünschen, ganz viel Kraft, kann ich nicht. Es tut wirklich schon beim Lesen weh. Manchmal bedauere ich es, dass die Blogger so weit weg wohnen. Jetzt hätte ich dich mal gedrückt, ganz vorsichtig.
    Liebe Grüße von der Gudrun.

  • Babbeldieübermama

    Liebe Gudrun, mache dir keine Gedanken. Deine Anteilnahme und die netten Worte helfen mir mehr als du vielleicht ahnst. Hier kann ich mir wenigstens einiges von der Seele schreiben, das hilft ein wenig. Sicher wäre es schön, wenn wir alle näher wohnen würden, aber wer weiß…
    Deine Umarmung habe ich gespürt. Sie war wie ein Windhauch.
    Liebe Grüße von Bärbel

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