So langsam bin ich genervt

So langsam weiß ich nicht mehr, was ich von den Ärzten halten soll. Was ich jetzt erlebt habe, schlägt dem Fass den Boden aus.
Seit dem 24. November müssen die ach so lebenswichtigen Operationstermine wegen meiner Erkältung verschoben werden. Seit dem Tag zittere ich vor dem jeweiligen OP-Termin wegen der Risikofaktoren bei der Narkose. Muss und musste, damit ich keine Hirnhautentzündung bekomme, jeden Tag in recht hoher Dosierung Antibiotika nehmen und durfte meine Haare nicht waschen, damit kein Wasser ins Ohr und somit in den Kopf gelangt.
Warum ich das schreibe, warum ich genervt bin? Ich bin nicht nur genervt, ich bin entsetzt, ratlos und mutlos. Wenn ich ehrlich bin, ich fühle mich als Spielball.
Da gehe ich, weil mein HNO-Arzt Urlaub hat, zu einer der Ärztinnen, die auch in der Praxis sind. Und plötzlich wird unfreundlich gefragt, warum mein Lungenfacharzt noch nicht untersucht hat, warum ich so lange erkältet bin. Wie soll er, wenn er nichts davon weiß. Da werde ich fast ausgelacht, weil ich meine Haare nicht wasche. Ich will euch weitere Details ersparen. Mein OP-Termin ist, nachdem diese Ärztin der MHH ihren Bericht gefaxt hat, auf unbestimmte Zeit verschoben. Plötzlich habe ich alle Zeit der Welt. Versteht mich nicht falsch, ich bin bestimmt nicht „gierig“ operiert zu werden, aber hier geht es nicht um eine ungefährliche Sache. Wie ein Arzt mal zu mir sagte, wenn der Kopf kaputt ist, dann ist Ende. Sich auflösende Knochen bilden sich nicht wieder neu.
Ich danke euch für euer Daumen drücken. Ihr könnt aufhören. Langsam habe ich das Gefühl, ich bin zum Abschuss freigegeben.
Habt ein schönes Wochenende und passt gut auf euch auf.


18 responses to “So langsam bin ich genervt

  • einfachtilda

    😦 Alles alles Gute für dich ❤ Mathilda

  • Babbeldieübermama

    Vielen Dank, liebe Mathilda.
    LG Bärbel

  • minibares

    Oh weh, liebe Bärbel.
    Das kann doch wohl nicht wahr sein.
    Das mit dem Haarewaschen kennt mein Mann. Sein Ohr war immer auf. Er durfte nie schwimmen lernen. Erst mit ca. 50 hat er sich endlich das Ohr zuoperieren lassen. Denn der Knochen war schon soooo angefressen, dauernd Entzündungen. Mit sowas kenne ich mich also aus.
    Aber es ist eine Unverschämtheit, deine Vorsicht ad absurdum zu führen.
    Ich umarme dich gaaaaaaaaanz lieb, deine Bärbel

  • theomix

    Klingt übel. Das tut mir sehr leid für dich.

  • Babbeldieübermama

    @minibares:

    Das wäre jetzt meine 4. OP. Hinter dem Ohr habe ich schon keine Knochen mehr, einer ist verschwunden, mein Gleichgewichtsnerv ist nur noch durch eine Haut geschützt, die Hirnhaut wurde mit Europlast repariert. Bei den 3 OPs wurde das Hirn auch noch irgendwie durch Europlast geschützt, und und und… Je nach „Laune“ verschiebt sich meine Schädeldecke. Das Ohr ist übrigens auch zugenäht, ich muss laufend zum reinigen zum Arzt. Es war noch nicht einmal meine Vorsicht, sondern die der Ärzte in der MHH und meines HNO-Arztes. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
    LG Bärbel

  • Babbeldieübermama

    @theomix:

    Mittlerweile habe ich mich etwas beruhigt. Wer weiß wozu es gut war. Ich danke dir für dein Mitgefühl.

  • Anhora

    Liebe Bdüm, durch meine Mutter bin ich derzeit gut informiert über Ärzte und Krankenhäuser. Manches läuft gut, bei anderem stehen einem die Haare zu Berge. Ich wünsch dir von Herzen, dass diese Warterei bald aufhört und du deine OP gut hinter dich bringst. Alles Liebe, A.

  • Babbeldieübermama

    Liebe Anhora, natürlich hast du recht. Hätte ich nicht schon so viele Krankenhausaufenthalte und Ärzte hinter mir, wären die schlechten Erfahrungen bestimmt um einiges geringer. Glaube mir, ich berichte auch von den angenehmen Erfahrungen.
    Liebe Grüße
    Bbdüm

  • ingrid/ile, die Bastelmaus

    Liebe Bärbel,
    sag mal, von Koordination haben Deine Ärzte wohl noch nie gehört! Können die sich nicht mal ALLE zusammen setzen, jeder trägt seine Sicht der Dinge vor und dann wird beratschlagt, gemeinsam, was unternommen werden kann und muss.
    Es geht doch nicht an, wenn in einer Gemeinschaftspraxis der behandelnde Arzt abwesend ist, dass dann von der Vertretung völlig anders entschieden wird.
    Ich hoffe so sehr, dass dieses Elend endlich ein Ende findet, ein gutes!!
    Egal ob OP oder nicht, irgend etwas muss doch passieren!
    Ich drück Dich ganz dolle, aber nur in Gedanken, damit nicht noch Weiteres hinzu kommt.
    Liebe Grüße und alles Gute wünscht Dir
    Deine Ingrid

  • kowkla123

    ich kann das echt auch nicht verstehen, möge es gut ausgehen, beste Grüße, Klaus

  • Babbeldieübermama

    Liebe Ingrid,
    ich weiß es nicht. Schon vor über 25 Jahren hieß es, außer dass ich das Jahr nicht überlebe, sie können mir nicht mehr helfen. Seit der Zeit warten sie und warten … Ich könnte einen Roman schreiben wie lange und wie oft sie Krankheiten übersehen haben. Die drei Ops am Kopf wären auch nicht nötig gewesen, wenn mein damaliger HNO-Arzt aufgepasst hätte und bei den OPs nicht irgend etwas schief gegangen wäre. Jeder macht mal Fehler, nur dass ich dann noch angelogen werde, macht mich langsam wütend.
    Liebe Grüße
    deine Bärbel

  • Babbeldieübermama

    @kowkla123:

    das kann ich mittlerweile auch nicht mehr.
    Herzliche Grüße
    Bärbel

  • kowkla123

    noch einen guten Sonntag,, Klaus

  • Babbeldieübermama

    Danke Klaus, wünsche ich dir auch.
    Gruß Bärbel

  • Gudrun

    Nein, wir hören nicht auf, die Daumen zu drücken. Und du hörst nicht auf, um den OP-Termin zu kämpfen. Bitte!
    Ich weiß, wie man sich fühlt, wenn man von oben herab wie ein Schulmädchen behandelt wird und schlimmer als das abgekanzelt wird. Liebe Bärbel, dann braucht es einen zweiten Anlauf, nämlich dann, wenn man sich wieder gesammelt hat. Ich wünsche dir sehr, dass dir bald geholfen werden kann. Die OP wird wahrlich kein Zuckerschlecken, aber sie bringt die Hoffnung, dass es dir besser gehen wird.
    Liebe Grüße von der Gudrun

  • Anna-Lena

    Das schlägt dem Fass wirklich den Boden aus 😦 . Mir scheint fast, sie trauen sich nicht, dich zu operieren, denn die Risiken sind ja nicht unerheblich. Aber so kann es doch auch nicht weitergehen.

    Liebe Grüße
    Anna-Lena, vollkommen ratlos 😦

  • Babbeldieübermama

    @Gudrun:

    Ich muss um keinen OP-Termin kämpfen. Der nächste wird für den Februar fest gelegt. Nachdem ich mich etwas beruhigt habe, geht es weiter. Morgen werden erstmal Termine mit verschiedenen Ärzten gemacht.
    Bei der OP geht es nicht darum, dass es mir besser geht, sondern einfach um das Leben.
    Ganz liebe Grüße von der Bärbel ❤

  • Babbeldieübermama

    @Anna-Lena:

    Du hast es wohl erfasst. Die Ärzte in der MHH wollen nur auf Nummer sicher gehen. Bei der Narkosevorbesprechung wurde ich schon wie so oft darauf hingewiesen, dass sie mich ungerne im OP sehen und natürlich kein weiteres Risiko eingehen wollen. Mich ärgert nur, wie diese Vertretung von meinem HNO-Arzt mit mir umgegangen ist und jeder macht was er will.
    Liebe Grüße
    Bärbel, die sich mittlerweile etwas beruhigt hat. ❤

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