Erinnerungen und noch so einiges

Wir haben den Tag geschafft.
Mich haben die Erinnerungen an den 26. Januar 2011 zutiefst aufgewühlt. Unsere Familie erlebte ohne Vorbereitung den Supergau, erschütterte uns zutiefst.
Es begann eine Zeit zwischen Wissen, Hoffnung, Bangen und Unverständnis. Der Tod meines Bruders veränderte unser Leben, vor allem das meiner doch immerhin jetzt fast 84jährigen Mutter.
Es folgten für mich Trauer gepaart mit Selbstvorwürfen, Alpträumen und das Gefühl versagt zu haben. Das Unwissen darüber ob er noch etwas gefühlt, ob er Schmerzen leiden musste, wird mich den Rest des Lebens begleiten. Fühlte mich von meinem Bruder in Stich gelassen, hätte ihm gerne noch so viel gesagt.
Ich habe mich mit den Gedanken getröstet, es wird in diesem Jahr alles viel besser . Wenn ich schon mal anfange zu denken.
Den Tag an dem mein Bruder Geburtstag gehabt hätte, wäre ich gerne bei meiner Mutter gewesen. Sie musste ihn alleine verbringen, denn ich verweilte im Krankenhaus. Die beste Freundin meiner Mutter (ich kannte sie so lange ich lebe) verstarb vor knapp 3 Wochen und und und …
Es war mir selbst gestern aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ihr zur Seite zu stehen.
Verdammte gequirlte Scheiße!!! Es reicht so langsam. Aber ich will nicht klagen, es gibt viele Menschen denen es noch viel schlechter geht als mir. Denen wünsche ich Gute Besserung und denkt alle daran:

                                   Ich liebe euch doch alle!

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3 responses to “Erinnerungen und noch so einiges

  • shelkagari

    Ich glaube nicht, dass du dir irgend etwas vorzuwerfen hast. Du hast deinen Bruder geliebt und hast auf deine ganz eigene Weise dein Möglichstes gegeben, für ihn da zu sein. Und das allein zählt…
    Sei gut zu dir selbst – und werde gesund, meine Liebe!
    ♥lichst!

  • fudelchen

    Denk einfach mal an dich, nicht immer an die anderen.
    *icdrückmal* ♥ Marianne

  • minibares

    Also das mit den Selbstvorwürfen, das lösch mal bitte aus deinen Gedanken. Wer macht den immer alles richtig? – niemand!
    Auch unsere Tochter und der Schwiegersohn überlegen, ob sie was falsch gemacht haben, dass es zu dieser wahnsinnigen Frühgeburt kam.
    Aber auch da glaube ich einfach nicht, dass sie was dazu können.

    Solche Jahrestage tun immer weh. Auch ich habe meinen Bruder verloren, auch meine Schwester. Inzwischen sind ab er schon etliche Jahre vergangen, da tut es nicht mehr so sehr weh.

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