Ein Brief vom Amtsgericht

Heute erhielt ich einen Brief vom Amtsgericht. Lest ihn und bildet euch euer eigenes Urteil!!!!!!!!

Sehr geehrte Frau T……..,

in der Betreuungssache

betreffend Georg K…….., geb. am ………, verstorben am 18.03. 2011

endet die einstweilige Anordnung mit der sie vorläufig zur Betreuerin bestellt wurden, am 07.08.2011.
Bitte teilen Sie mit, wo sich ihr Bruder jetzt befindet, wie sich sein Gesundheitszustand entwickelt hat und ob Sie die Weiterführung der Betreuung im bisherigen Umfang für erforderlich halten.

Bitte geben Sie an, wer Ihren Bruder hausärztlich betreut.

Mit freundlichen Grüßen

……
Richterin am Amtsgericht

Beglaubigt

……….
Justizsekretärin

Ich habe diesen Inhalt Wort für Wort abgeschrieben.

Mir fehlen einfach die Worte!!!

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21 responses to “Ein Brief vom Amtsgericht

  • Trüffel

    Bitte bitte, mach dir nicht zuviel daraus. Aus Erfahrung und einem längeren Gespräch mit einer Justizsekretärin kann ich dir sagen, dass die vorgefertigte Schreiben haben wo sie nur noch Name, Geburtsdatum und Grund/Aktenzeichen etc.. eintragen müssen. Ich nehme ganz stark an, dass alles nach dem Satz, dass die Betreuungssache beendet ist auch der Brief beendet sein sollte. Da war die Frau Justizsekretärin mit ihren Gedanken nicht ganz bei der Arbeit. Fühl dich fest gedrückt!

  • Gucky

    Da wiehert ja der Amtsschimmel… :mrgreen:
    Oben steht sein Todesdatum und unten wird nach seinem Aufenthaltsort gefragt… 😯
    Ich würde denen zurückschreiben, dass er sich jetzt im Himmel befindet und der „liebe Gott“ die Betreuung übernommen hat.

  • Pauladieerste

    Sie mögen vorgefertigte Schreiben haben, trotz allem dürfen sie ja aber auch noch selber denken… 😉
    Übrigens, habe ich sowas ähnliches gedacht, wie Gucky. Ich habe dem Mütterchen vorgeschlagen, sie solle die neue Adresse meines Onkels angeben: Stadtfriedhof XYZ, Grab CBA… Und daß man sich in weiteren Angelegenheiten doch bitte an ihn direkt wenden möge, da ihre Betreuung schließlich mit seinem Tod beendet war…

  • Babbeldieübermama

    Mal davon abgesehen, dass es sich nicht um einen Vordruck handelt, habe ich kein Verständnis mehr für die Nachlässigkeit und bodenlose Frechheit der Behörden.
    Am Montag werde ich mit der Richterin sprechen und ihr mal die Woche versauen. Bin auf die dummen Ausreden schon gespannt..

  • Pauladieerste

    Mütterchen, ich denke, das mit dem vorgefertigten Schreiben wird eben die Ausrede sein… :D.

  • Elvira, die Quiltoma

    Das ist einfach üblich heutzutage. Ich lasse solche Dinge nicht mehr auf sich beruhen. Als meine Mutter starb habe ich sämtliche Formalitäten erledigt. Auch die Wohnungskündigung. Bei Todesfall tritt ja die außerordentliche Kündigung in Kraft, also habe ich eine Kopie der Sterbeurkunde beigelegt. Ich bekam daraufhin eine Kündigungsbestätigung mit der Bitte um neue Anschrift der Mieterin, damit die kommende Betriebskostenabrechnung an die neue Adresse geschickt werden kann. Diesen Brief habe ich kopiert und mit ziemlich derben Wortlaut (ich konnte damals einfach nicht mehr freundlich, geduldig und verständnisvoll sein!) an die Wohnungsbaugesellschaft geschickt. Zwei Tage später bekam ich einen Anruf. Man bedauere sehr dieses Versehen, herzliches Beileid, blablabla. Meine Meinung dazu ist, dass Menschen, die solche Briefe wie an Dich aufsetzen, den Vorgang kennen sollten. Die Richterin unterschreibt nur, aber irgenwer hat diese Zeilen geschrieben. Schreibe zurück und frag mal nach, ob das ironisch gemeint war. Oh je, das macht mich gerade ganz schön wütend!
    Ich wünsche Dir dennoch einen schönen Sonntag und hoffe, dass er seinem Namen bei euch etwas Ehre macht – hier regnet es seit gestern fast ununterbrochen, und wir haben Kälterekord seit Aufzeichnung der Wetterdaten erreicht.
    Liebe Grüße
    Elvira

  • minibares

    Genau sowas habe ich auch erlebt.
    Unser zweites Kind war tot zur Welt gekommen. Ich kam im Krankenhaus auf eine andere Station, musste Milch abpumpen und all sowas. Zu Hause dann Alpträume, die sich auf unsere gesunde Tochter projizierten, da sie mit unseren Sohn nicht gezeigt hatten. Er war wohl schon 3 Wochen tot in mir, also wohl kein guter Anblick mehr.
    Dann kam von der Krankenkasse ein Brief:
    Herzlichen Glückwunsch zur Geburt ihres Kindes!
    Blabababa…. Die Entbindungspauschale in Höhe von DM 50,– können wir Ihnen nicht auszahlen, usw. usw. usw.

    Ich rief dort an, Frau Peffer heißt sie, das vergesse ich wohl nie. Fragte sie, wie denn wohl das Kind im 8. Monat an die Welt gekommen sein mag.
    Ich bekam die 50 DM!

    Also, nicht aufregen, nur wundern….. Die haben vorgefertigte Texte und denken einfach nicht nach, was sie da an wen verschicken. Es ist ein Übel der besonderen Art!
    ich umarm dich ganz lieb
    deine Bärbel ♥

  • Babbeldieübermama

    @Paula:

    So wird es bestimmt sein.

  • Babbeldieübermama

    @elvira:

    Der Brief an dich war ja wohl auch der Hammer.
    Irgendwie fühle ich mich seit Monaten wie in einem schlechten Film.
    Ein Schock jagt den nächsten. Wenn ich denke, es gibt keine Steigerung mehr, dann folgt bereits die nächste.

    Bei uns regnet es auch ohne Unterbrechung, es wird nicht richtig hell und wir frieren.

    Liebe Grüße
    Bärbel

  • Babbeldieübermama

    @minibares:

    Ich will mich aber aufregen, es nicht mehr hinnehmen.
    Seit Januar muss ich mich mit so einer gequirlten Sch… rumärgern. Nun habe ich genug. Wenn sich keiner beschwert, machen die immer weiter so.

    Ganz liebe Grüße
    Värbel

  • Babbeldieübermama

    @Trüffel:

    Mir ist es egal, warum und weshalb die Schreiberin diesen Brief so formuliert hat. Ich bin sowas von stinkesauer, ich muss meine Wut rauslassen.
    Ich finde es nett, dass du versuchst mich zu beruhigen, aber…

  • Babbeldieübermama

    @Gucky:

    Der wiehert so laut, ich wundere mich, dass du ihn nicht gehört hast. 😉
    Paulas und deinen Vorschlag hebe ich mir für die anderen Briefe auf, die ich noch schreiben muss. Ich staune, wie viele Knalltüten es in bestimmten Positionen so gibt.

  • freidenkerin

    Das darf ja wohl nicht wahr sein!!!

  • Babbeldieübermama

    Das habe ich auch gedacht. Wenigstens habe ich der Knalltüte von Justizsekretärin den Montag verdorben. Natürlich habe ich sie angemosert, ihre mehrfache Entschuldigung nicht angenommen. Mehr konnte ich wohl nicht tun!!!

  • skriptum/skryptoria

    Sowas ist echt unglaublich! Alles wird an Daten gespeichert und wild ausgetauscht. Aber bei einfachsten Vorgängen …

    Als mir mal meine Handtasche in Hamburg geklaut worden war, wurde mein Personalausweis zur Fahndung ausgeschrieben. Er tauchte tatsächlich irgendwann wieder auf. In Hannover. Wurde beim Fundbüro abgegeben und zur Polizei weitergeleitet. Von dort (!) bekam ich die Mitteilung, dass ich meinen Ausweis abholen könne. Monate später telefonierte ich mit dem Kripobeamten in Hamburg, der meine Anzeige damals aufgenommen hatte. Als ich erwähnte, dass sich ja wenigstens mein Ausweis wieder angefunden habe meinte er „Gut, dass Sie es erwähnen. Dann nehme ich ihn jetzt (!) aus der Fahndung.“

    Auf meine Frage, was denn passiert wäre, wenn ich in der Zwischenzeit versucht hätte, mit dem PA eine Grenze zu überqueren, bestätigte er, dass ich sofort verhaftet worden wäre. Wie ich dann hätte nachweisen sollen, dass es tatsächlich mein Ausweis ist, wusste er auch nicht.

    Zustände sind das …

  • Babbeldieübermama

    Der absolute Wahnsinn!!!

    Eine frühere Bekannte machte in den Siebzigern eine noch härtere Erfahrung.
    Sie sah einer Terroistin ähnlich. Da sie beruflich oft nach Holland musste, wurde sie regelmässig an der Grenze festgenommen und auch nicht sehr freundlich behandelt. Also bat sie die deutsche Kripo um ein Schreiben das die Sache bei Bedarf aufgeklärt hätte. Dreimal darfst du raten…
    Richtig, die lieben Beamten grinsten, zeigten Verständnis, nur helfen, helfen konnten sie ihr nicht.

  • Babbeldieübermama

    Tja, meine liebe skriptum,

    mein Kommentar zu deinem Kommentar verschwand in den dunklen Tiefen des Internets. Eigenartig….seltsam… 😯

  • skriptum/skryptoria

    Da drüber steht er doch, liebe Babbel. Keine Panik! 😉

    Was manche Polizei(etc.)Beamte für einen Ton anschlagen, verstehe ich auch nicht. Solange es sich um einen bloßen Verdacht handelt, sollten sich alle höflich benehmen. Aber manchen geht das wohl völlig ab.

  • Babbeldieübermama

    Eigenartig! 😯
    Bin ich nun blind oder dösig oder Beides!? 😳 Erst da, dann weg, dann….

    Selbst in dem Amt wo ich mal vor gefühlten 100 Jahren gearbeitet habe, schlugen manche Kolleginnen den Kunden gegenüber einen Ton an.. Ich konnte mich oft nur wundern. Noch verwunderlich fand ich, die meisten liessen es sich gefallen.
    Ich war und bin natürlich die netteste Beamtin auf Gottes Erdboden. 😉

  • smultronella

    Bei manchen Menschen ist das Denken eine Glückssache. Und die Justizsekretärin hatte wohl nicht einen ihrer glücklichsten Tage. Echt peinlich finde ich so einen Brief und unzumutbar obendrein.
    Liebe Grüße an Dich!
    Claudia

  • Babbeldieübermama

    Wie recht du hast….
    Übrigens war deine Karte schon am Mittwoch da!!! Jetzt bedanke ich mich aber noch nicht. Soll kein Glück bringen. Aber eins kann ich dir verraten, ich habe nich wahnsinnig gefreut!!!

    Liebe Grüße in den hohen Norden,
    Bärbel

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