Die Tage danach

Ich habe die Nacht vom Donnerstag zum Freitag so was von tief und fest geschlafen, wäre eine Bombe neben mir eingeschlagen, ich hätte es nicht bemerkt. Da behauptet doch Opossum ich soll furchtbar laut geschnarcht haben. Iiiiich, ich doch nicht. Ich schnarche doch nicht, das hätte ich doch wohl mal gehört. Eine bodenlose Frechheit-solche Behauptungen aufzustellen.
Den Freitag habe ich dann einen auf  lau gemacht. Kein Stress, nur rumgammeln pur. Als Paula mich darauf aufmerksam machte, dass wir bald Ostern haben, brach ich zwar für einen Moment in Panik aus, aber tatsächlich nur für einen klitzekleinen Moment.
Irgendwie fühlte ich mich, fühle ich mich jetzt noch, als wenn ein Felsbrocken von meiner Seele gefallen ist.
Plötzlich nehme ich das herrliche Wetter wahr, sehe das zarte Grün der Bäume, die leuchtenden Farben der Blumen, höre Vögel zwitschern, geniesse den Tag, selbst die Alpträume werden weniger (die Stil-und Grammatikfehler allerdings nicht). Ich freue mich sogar auf das Schreiben der Osterkarten. Ich und gerne Karten oder Briefe schreiben?*grübel* Ich glaube, ich werde ernsthaft krank.*g*
Heute lief der Tag fast genauso ab, allerdings waren wir am Grab meines Bruders. Lacht nicht, aber ich hatte das Bedürfnis ein letztes Mal mit ihm eine Zigarette zu rauchen. Natürlich haben wir in die Blumen von uns Zigaretten stecken lassen, Opossum hat eine Schachtel plus einiger anderen Sachen zusätzlich ins Grab gelegt. Was so ein echter Raucher ist, der braucht auch da seinen Tabak.
Lange Rede, kurzer Sinn…, ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Bestimmt werde ich Rückschläge erleben, aber auch die werde ich meistern.

Ich wünsche euch einen geruhsamen Sonntag. Passt gut auf euch auf, denn…

                                 Ich liebe euch doch alle!

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14 responses to “Die Tage danach

  • paradalis

    Liebe Bärbel, guten Morgen.

    Ich wünsche dir auch weiterhin alles Gute, gammel ruhig so vor dich hin, so viel wie du/ihr jetzt durchmachen musstest, du hast dir alle Freizeit der Welt verdient.
    Und an Rückschläge denken wir jetzt erst einmal nicht!
    !

    Das mit der Zigarette – ich verstehe es. Ich hätte es wohl ähnlich gehandhabt.
    (Als meine Jugendliebe tödlich verunglückte, ich war 25 Jahre alt, er 28, gab ich ihm eine Haarsträhne von mir mit in den Sarg. Er liebte meine langen Haare.)

    Ich drück dich ganz doll, grüße bitte auch deine Familie ganz herzlich, und von Attila an dich natürlich wieder einen fetten Knutsch.
    🙂
    Hab einen schönen Sonntag,
    liebe Grüße!
    Heike

  • stahldame

    Schön,dass es wieder aufwärts geht 🙂

  • Babbeldieübermama

    Danke dir, meine liebe Heike.
    Heute gönn ich mir noch einen ruhigen Tag, damit ich morgen wieder loslegen kann. So nach dem Motto-„Packen wir es an, es gibt viel zu tun“. 😉

    Hab du auch einen schönen Sonntag. Attilas Knutscher war übrigens sehr feucht. 😉

    Ich umarme dich
    🙂
    Bärbel

  • Babbeldieübermama

    @stahldame:

    He, eben an dich gedacht(warum verrate ich dir nicht) und schon lese ich deinen Kommentar. 🙂

  • Gucky

    Schön dass du nach dem schmerzlichen Verlust so schnell in die Realität zurückkehrst ! Das heißt ja nicht, daß du weniger traurig bist wegen dem Verlust deines Bruders. Aber ich finde immer, die Lebenden gehen vor ! Und hier geht der „Kampf“ weiter…

  • freidenkerin

    Du machst das ganz richtig…
    *Lieb-drück*

  • Babbeldieübermama

    @Gucky:

    Und wieder hast du recht! Natürlich trauere ich um meinen Bruder, kann es immer noch nicht fassen, aber das Leben geht weiter und ich kann ihn nicht wieder zurück holen.

  • Babbeldieübermama

    @freidenkerin:

    Ich hoffe es….
    *Lieb drück zurück*

  • fudelchen

    So, wie du es tust, würde ich es auch tun…manchmal geht das nicht anders.

    *liebdrück* Marianne ♥

  • Babbeldieübermama

    Genau Marianne, sonst würde ich noch verrückter werden, als ich schon von Natur aus bin…. 🙂
    Zur Strafe hatte ich die Nacht Alpträume vom Allerfeinsten. :mrgreen:

    Liebe Grüße Bärbel

  • minibares

    Liebe Bärbel,
    das mit der Beigabe finde ich großartig.
    Sowas kann man heute ohne weiteres machen. Ich lese viel auf dem Bestatterweblog, da kann man eien Menge Anregungen finden, das heute schon alles möglich. Da hat sich eine Menge getan.

    Prima, dass du endlich wieder schlafen kannst, ob mit Schnarchen oder ohne, dich kümmerts doch nicht, lach.
    Mir erzählt mein sowas auch ab und zu. Dabei hört er ohne Hörgeräte doch fast nix…

  • Babbeldieübermama

    Liebe Bärbel,

    ich habe schon immer als letzten Gruß Beigaben in die Gräber gelegt und noch nie hat sich jemand beschwert.
    Ehrlich gesagt, es hätte mich auch nicht interessiert.

    Mein Schnarchen soll man durch 2 geschlossene Türen hören….*g*

  • Elvira, die Quiltoma

    Als meine Mutter krank wurde, habe ich ihr einen Schutzengel genäht. Der hat sie ins Krankenhaus begleitet, hing dann viele Wochen zu Hause an ihrem Bett. Bei ihrem letzten Gang hat er sie im Blumengebinde begleitet und nun ruht er mit ihr zusammen im Grab. Nichts und Niemand hätte mich davon abbringen können, ihr diesen Begleiter mitzugeben.

    Ich denk an Dich!
    Liebe Grüße
    Elvira

  • Babbeldieübermama

    Ich finde auch, man sollte sollte in solchen Situationen auf sein Herz und nicht auf die anderen hören.
    Eine schöne Idee einen Schutzengel zu nähen.

    Ganz liebe Grüße
    Bärbel

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