November

Solchen Monat muß man loben;
Keiner kann wie dieser toben,
keiner so verdrießlich sein,
und so ohne Sonnenschein!
Keiner so in Wolken maulen
keiner so mit Sturmwind graulen!
Und wie naß er alles macht!
Ja, es ist ’ne wahre Pracht.

Seht das schöne Schlackerwetter!
Und die armen welken Blätter,
wie sie tanzen in dem Wind
und so ganz verloren sind!
Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
und die durcheinander wirbelt
und sie hetzt ohn‘ Unterlaß;
Ja, das ist Novemberspaß.
                                                                            Heinrich Seidel
                                                                                1842-1906

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6 responses to “November

  • Lilo

    Ah, wie schön, liebe Bärbel … ich kann den Sturm tosen hören und die Blätter vor mir sehen wie sie im Wind umher fliegen! Dieses Gedicht habe ich lange nicht mehr gelesen 🙂

    Hab einen schönen Tag und ganz viele Grüße
    Lilo

  • bordeauxdogge

    Guten Morgen Bärbel

    Das ist ein sehr schönes Gedicht, vor kurzem hatte ich es auch eingestellt.
    Paßt zum Wetter.
    Gestern bin ich fast weg geflogen.
    Heute scheint die Sonne wieder.
    Ich wünsch dir einen schönen Tag
    L.G. Anja

  • Babbeldieübermama

    @Lilo:

    Ich habe es auch schon lange nicht mehr gelesen. Habe es in meinen alten Schulsachen gefunden.
    Damals mußten wir es auswendig lernen.

    Wünsche dir einen schönen Abend.
    Viele Grüße
    Bärbel

  • Babbeldieübermama

    Hallo bordeauxdogge,

    Mir gefiel das Gedicht schon als Kind.
    Wir haben gestern auch gedacht, hier geht einiges zu Bruch, aber wir haben nochmal Glück gehabt.

    Einen schönen Abend und liebe Grüße

    Bärbel

  • Samantha

    ein sehr schoener reim, der liest sich gut.

    nur in wirklichkeit finde ich solche novemberstuerme abscheulich. da ist es dann zeit es sich zu hause gemuetlich zu machen.

    ich hoffe es geht dir schon etwas besser! ich wuensche dir weiterhin gute besserung!

    liebe gruesse
    Sammy

  • Babbeldieübermama

    Und dieses Jahr paßt das Gedicht, wie die Faust aufs Auge“.

    Mal geht es mir besser, mal schlechter, der Infekt macht was er will.
    Mittlerweile strafe ich ihn mit Mißachtung, irgenwann wird er schon aufgeben.

    Liebe Grüße
    Bbdüm

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